Fünf Tipps: Was sich Amateure nicht bei Profis abschauen sollten
Es gibt viel, was Sie sich bei den Schefflers, McIlroys und Kordas dieser Welt abschauen können. Von Spielstrategien über Routinen, natürlich auch technische Aspekte, bis zur mentalen Stärke. Doch genauso gilt: Nicht alles, was Profis machen, ist auch für Hobbygolfer sinnvoll. Im Gegenteil – manche ihrer Gewohnheiten führen beim Durchschnittsspieler geradewegs ins Chaos. Hier kommen sechs Beispiele:
1. Drei Stunden für neun Löcher
Im Fernsehen wirkt es ganz normal, dass ein Flight vier bis fünf Stunden für eine Runde braucht. Aber: Die Profis spielen unter Turnierbedingungen, mit Kameras, Zuschauern und Millionen im Topf. Im Cluballtag ist das anders. Langsames Spiel nervt nicht nur die Mitspieler, sondern auch die Gruppen dahinter. Ein zügiges Spiel ist also angebracht – und selbst bei den Profis ein Dauerthema.
2. Equipment-Fetischismus
Natürlich spielen Profis nur mit perfekt abgestimmtem Material – sie beschäftigen ein ganzes Team, das sich ums Fitten und Analysieren der kleinsten Details kümmert. Der Wert der Ausrüstung ist dadurch immens. Aber: Neue Schläger machen kein neues Spiel. Wer Drive, Pitch und Putt verbessern will, muss in erster Linie trainieren und braucht nicht zwingend das neueste Material mit der besten Technologie.
3. Abschlag mit Vollgas
Tourspieler trainieren seit Jahren, ach was, viele seit Jahrzehnten. Sie haben Ihre Schwünge perfektioniert, die Körper sind auf Höchstleistungen getrimmt. Alle Rädchen greifen ineinander. Deshalb wissen Sie meist, wie viel Power sie in einen Schlag legen können, ohne Technik oder Gleichgewicht zu verlieren. Bei Amateuren ist es meistens anders. Wer mit Vollgas spielt, verliert oft Kontrolle, Rhythmus und Balance – und trifft den Ball schlechter statt besser. Von daher: Lieber Tempo rausnehmen und sauber schwingen.
4. Den Score über alles stellen
Bei den Profis geht es um Weltranglistenpunkte und eine Menge Preisgeld – jeder kleinste Fehler kann Millionen kosten. Für viele Amateure wird das Spiel oft zur Quälerei, wenn sie sich zu sehr auf die Scorekarte fixieren. Deshalb: mehr Fokus auf die Freude am Spiel, weniger auf das Gesamtergebnis. Wer sich über jeden Fehlschlag ärgert, macht’s meistens nur schlimmer. Golf ist ohnehin schwierig genug – also besser locker bleiben.
5. Technik-Drills wie ein Tourspieler
Trainingsvideos, Schwung-Coaches, High-Tech-Analysen – Profis arbeiten unermüdlich an winzigen Details. Viele Amateure sehen das und verfangen sich in der Technikfalle. Dabei ist es für 95 Prozent der Spieler deutlich sinnvoller, einfache Dinge konstant gut zu machen: sauberer Griff, ordentlicher Rhythmus, gute Balance. Statt sich an jedem neuen Schwung-Tipp festzubeißen, lieber das eigene Spiel stabilisieren.









