Fleetwood führt, Scheffler wütet und Schmid mit 66
Tommy Fleetwood hat sich mit einer weiteren beeindruckenden Leistung an die Spitze des FedExCup St. Jude Championship gesetzt. Der Engländer spielte am Freitag eine 64 (-6) und liegt zur Halbzeit mit insgesamt 13 unter Par vier Schläge vor Collin Morikawa, Akshay Bhatia und Justin Rose (nach 16 gespielten Löchern). Schon am Vortag hatte der Engländer seine Runde beim Auftakt der Playoffs mit vier Birdies in Folge beendet, am Freitag gelang ihm ein früher Dreierpack, gefolgt von vier Birdies in Folge von Bahn 13 bis 16. Ein Bogey am Schlussloch war der einzige Schönheitsfehler in einer ansonsten makellosen Vorstellung.
„Es ist mir auf der PGA TOUR noch nicht gelungen zu gewinnen, aber ich bin lieber nah dran und verpasse es knapp, als gar nicht vorne mitzumischen. Vielleicht ist dieses Wochenende ja mein Wochenende“, sagte Fleetwood. Final ist das Tableau noch nicht, da das Spiel am Nachmittag wegen Unwettern abgebrochen werden musste. 21 Spieler müssen ihre zweite Runde am Samstagmorgen noch beenden.
Hinter dem Spitzenreiter machte Kurt Kitayama mit einer 63 den größten Sprung des Tages und katapultierte sich in die Top Fünf. Der 3M-Open-Sieger, der vor zwei Wochen noch auf Rang 110 der FedExCup-Wertung lag, kämpft nun um den Einzug unter die Top 50 – eine Platzierung, die nicht nur das Weiterkommen in den Playoffs, sondern auch Startplätze in allen acht Signature Events 2026 garantiert.
Auch Stephan Jäger und Matti Schmid aus dem Elite Team Germany wollen sich durch Top-Platzierungen in dieser Woche den Verbleib in den lukrativen Playoffs erspielen. Beide müssen dazu noch ein paar Plätze klettern im Tableau, doch für beide lief der zweite Turniertag im TPC Southwind positiv. Jäger unterzeichnete eine 69 (-1) und verbesserte sich auf den 53. Rang. Noch besser lief es für Schmid, der sich durch eine 66 (-4) auf den 25. Rang verbessern konnte.
Scheffler kämpft mit den Nerven
Bereits jetzt steht ferst: Scottie Scheffler wird die FedExCup-Gesamtwertung auch nach dieser Woche souverän anführen – und damit beste Aussichten auf den Bonus von fünf Millionen US-Dollar haben. Unabhängig von seinem Abschneiden in Memphis oder in der kommenden Woche steht seine Spitzenposition vor dem Finale in East Lake fest.
Der Weltranglistenerste notierte auf dem TPC Southwind eine 66 (-4) und liegt mit sieben unter Par sechs Schläge hinter Tommy Fleetwood. Acht Birdies standen vier Bogeys gegenüber – und mehrere davon gingen mit sichtbarem Frust einher. Von entspannter Gelassenheit war beim Champion Golfer of the year am Freitag wenig zu sehen. Besonders der Fehler am Par 4 der 10. Bahn, als ein Bunkerschlag über das Grün hinauslief, brachte ihn aus der Fassung und zu einem energischen Wutschlag in den Sand. Auch ein verfehltes Fairway am 17. Loch sorgte für Unmut, begleitet von dem Ausruf, ob er nicht „ein einziges Mal einen vernünftigen Ball-Lage“ bekommen könne. Dennoch konterte der zweifache Majorsieger zwischendurch mit Birdies und hält trotz mancher Emotionen Kurs auf eine komfortable Ausgangsposition für den Saisonabschluss.








