Finau & Co.: Fünf Stars zittern um Start beim dritten Major
Drei Wochen vor der US Open in Shinnecock Hills kämpfen noch einige prominente Spieler um ihren Startplatz beim dritten Major-Turnier des Jahres. Für viele Profis bleiben nur noch zwei Wege: Entweder bis zum 15. Juni unter die Top 60 der Weltrangliste klettern oder sich am 8. Juni beim sogenannten „Longest Day in Golf“ durch die finalen Qualifikations-Turniere spielen. Besonders spannend: Mehrere Ryder-Cup-Spieler und etablierte PGA-Tour-Stars stehen derzeit überraschend nicht im Feld.
Finaus letzte Hoffnung
Einer davon ist Tony Finau. Der Amerikaner gehörte bei der letzten US Open in Shinnecock Hills 2018 noch zur Spitzengruppe und spielte am Sonntag im letzten Flight. Acht Jahre später kämpft der inzwischen auf Weltranglistenplatz 103 gefallene Finau um seinen Startplatz. Immerhin zeigt seine Form inzwischen wieder nach oben: Mit Rang sechs beim CJ Cup Byron Nelson in Dallas feierte er sein erstes Top-Ten-Ergebnis seit über einem Jahr. Für einen Sprung in die Top 60 dürfte das allerdings kaum reichen. Bleibt der aus, führt sein Weg nur über die Qualifikation.
Scheitert auch der „Rookie of the Year“?
Auch Aldrich Potgieter ist noch nicht qualifiziert. Der „Rookie of the Year“ liegt aktuell auf Rang 76 der Weltrangliste. Nach einem starken Saisonstart und mehreren Auftritten bei Signature Events galt der Südafrikaner als fast sicherer Major-Teilnehmer. Bei der PGA Championship lag er nach zwei Runden sogar auf Platz drei, fiel am Wochenende jedoch zurück und verpasste damit eine automatische Qualifikation.
Greysermans Traum vom Heimspiel
Besonders knapp ist die Situation bei Max Greyserman. Der Amerikaner steht aktuell auf Rang 62 der Weltrangliste – und damit direkt hinter der entscheidenden Grenze. Trotz eines Top-Ten-Ergebnisses zuletzt in Dallas machte er im Ranking nur einen Platz gut. Da Greyserman zudem nicht für alle kommenden Top-Events qualifiziert ist, braucht er in den nächsten Wochen dringend weitere starke Ergebnisse. Für ihn hätte ein Start in Shinnecock besondere Bedeutung: Der 29-Jährige stammt aus New Jersey und würde vor heimischem Publikum spielen.
Homas Absturz auf Rang 123
Ebenfalls schwierig ist die Ausgangslage für Max Homa. Der sechsmalige PGA-Tour-Sieger wird inzwischen nur noch auf Platz 123 der Weltrangliste geführt und müsste wohl eines der kommenden Turniere gewinnen, um sich noch direkt zu qualifizieren. Bereits im vergangenen Jahr hatte Homa die US Open erst im Playoff der Qualifikation verpasst. Zwar wurde er beim Masters in April geteilter Neunter, danach folgte jedoch eine schwächere Phase inklusive verpasstem Cut bei der PGA Championship.
Højgaard droht Rolle aus Zuschauer
Auch Ryder-Cup-Spieler Rasmus Højgaard steht aktuell überraschend außerhalb des Feldes. Der Däne war zu Jahresbeginn noch unter den Top 40 der Welt geführt worden, verlor durch eine Formkrise aber viele Plätze. Zwar schaffte Højgaard zuletzt sechs Cuts in Folge, wirklich große Ergebnisse blieben jedoch aus. Damit droht auch ihm die Zuschauerrolle bei der US Open.








