Straka: „Es wäre ein wahnsinniger Traum, zu gewinnen“
Die Bühne könnte kaum spektakulärer sein: Wo sonst auf der legendären Streif die besten Abfahrer der Welt um Hundertstel kämpfen, steht nun der Golfsport im Rampenlicht. Die Austrian Alpine Open verwandelt Kitzbühel diese Woche in einen Treffpunkt der internationalen Golf-Elite – mit einem heimischen Star im Mittelpunkt.
Im Golfclub Kitzbühel-Schwarzsee erwartet die Spieler ein Kurs, der auf den ersten Blick harmlos wirkt, es aber in sich hat. Enge Fairways, dichtes Rough und zahlreiche Out-of-Bounds-Zonen bestrafen Ungenauigkeiten sofort. Länge allein hilft hier nicht weiter, sondern es sind Präzision vom Tee und kluge Entscheidungen gefragt. „Hier entscheidet nicht die Power, sondern der Kopf“, bringt Experte Florian Bauer es im Rahmen der TV-Vorschau auf den Punkt.
Heimspiel für Straka
Im Fokus steht dabei vor allem Sepp Straka. Der Ryder-Cup-Spieler kehrt für das Turnier in seine Heimat zurück und sorgt damit für zusätzliche Aufmerksamkeit. Im Gegensatz zu vielen Topstars, die ihre Starts von Antrittsgeldern abhängig machen, hat Straka bewusst zugesagt, weil ihm das Event am Herzen liegt.
„Zu gewinnen wäre ein wahnsinniger Traum“, sagt der Österreicher selbst. Seine Verbindung zum Turnier reicht weit zurück: Schon als Kind war er vor Ort und versuchte, auf die Tribünen zu kommen – heute ist er selbst die Hauptattraktion. Sportlich bringt Straka gute Voraussetzungen mit. Zwar lief zuletzt nicht alles rund – insbesondere Driver und Putter bereiteten ihm Probleme –, doch nach intensiver Trainingsarbeit zeigt er sich optimistisch: „Ich habe Fortschritte gemacht und fühle mich gut.“
Die besondere Topografie stellt selbst erfahrene Profis vor Herausforderungen. Höhenunterschiede von bis zu 80 Metern machen es schwer, Schläge zu kalkulieren. „Teilweise nimmt man zwei oder drei Eisen weniger“, erklärt Straka. Solche Bedingungen findet man auf der PGA Tour kaum. Vor allem das Spiel vom Tee wird entscheidend sein: „Man muss den Ball ins Fairway bringen, sonst wird es schwierig“, so der Österreicher. Wer die engen Spielbahnen verfehlt, hat kaum Chancen, Birdies zu erzielen.
Die Voraussetzungen für ein packendes Turnier sind jedenfalls gegeben. Niedrige Runden scheinen möglich, gleichzeitig lauert auf nahezu jeder Bahn die Gefahr hoher Scores. „Acht unter ist drin, aber auch sechs über“, lautet Bauers Einschätzung.







