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Die glücklichen Sieger: Christopher Schmitz und Kristina Eich
Die glücklichen Sieger: Christopher Schmitz und Kristina Eich | © C&V Sport Promotion

Eich und Schmitz sichern sich die Titel

Mit dem Bewusstsein der eigenen Formstärke kam die Nervosität. So erging es Kristina Eich zumindest am Samstag, als späte Schlagverluste ihr Tagesergebnis von unter Par noch auf 71 Schläge (Par) drückten. Die gute Nachricht war: Jenes Resultat, das in Runde 2 keine andere Spielerin unterbieten konnte, reichte, um sich an die Spitze des Feldes zu setzen – mit drei Schlägen Vorsprung vor Nationalspielerin Silvia Wilms vom Münchener GC, die sich vor einem Monat in St. Eurach erneut den Pokal für die Deutsche Meisterin gesichert hatte.

 

Nervös war Eich, die im Golf Club Lärchenhof spielerisch beheimatet ist, auch bei der Anfahrt zum Finale im Düsseldorfer GC – einem Club, der seit Jahrzehnten einen besonderen Stellenwert als wiederkehrende Bühne großer Meisterschaften genießt und dessen 18 Löcher im Parkland-Stil ungemein präzises Spiel erfordern.

 

Auf der Driving Range kam jedoch plötzlich ein Gefühl von Ruhe und Gelassenheit. „Das hat sich schön angefühlt“, kommentierte Eich, die diese Souveränität auch auf dem Platz ausstrahlte. Einen Vorsprung ins Ziel zu bringen, ist im Golfsport nicht immer die leichteste Aufgabe – doch die NRW-Meisterin von 2021 meisterte diese Herausforderung souverän.

Bei regnerischen und windigen Bedingungen hielt Eich ihr Spiel beeindruckend stabil zusammen und kam am Ende mit 74 Schlägen – erneut die beste Runde des Tages – unter größtmöglichem Druck ins Clubhaus. Wilms, die als Titelverteidigerin der IAM nach Düsseldorf gereist war, konnte durch drei Bogeys sowie ein Triple Bogey auf den ersten  Neun keinen Druck aufbauen und kam als Zweite über die Ziellinie. Am Ende hatte Eich mit einem Gesamtergebnis von +8 (76, 71, 74 Schläge) stolze acht Schläge Vorsprung.

 

Den dritten Rang teilten sich die Nationalspielerinnen Alexandra Kölker (Golf-Club Bergisch Land Wuppertal), Sibylle Gabler (Golf- und Land-Club Berlin-Wannsee) und Britta Schneider (Golf-Club Neuhof).

 

„Es fühlt sich sehr gut an“, freute sich die Siegerin. „Aber wie sagt man so schön: Es muss erstmal alles sacken. Ich habe diese Woche sehr solide gespielt, keine Bälle verloren, sehr stabil geputtet. Das Finale hatte etwas Matchplay-Charakter, aber ich habe es gut geschafft, mich auf die Dinge zu konzentrieren, die ich beeinflussen kann.“

 

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Fulminanter Endspurt: Schmitz setzt sich durch

Deutlich enger lag das Feld bei den Herren zusammen, bevor es ins Finale ging. Insgesamt 17 Spieler lagen maximal fünf Schläge von der Spitze entfernt – der Kreis der möglichen Sieger war dementsprechend groß. An der Spitze hatten Stefan Sachs (Golf Club Kassel-Wilhelmshöhe) und Christopher Schmitz (Golf Club Hanau-Wilhelmsbad) die besten Voraussetzungen vor der dritten Runde.

 

Während Schmitz bei den schwierigen Bedingungen am Sonntagmorgen solide in den Tag startete, lief es bei Spielpartner Sachs etwas abwechslungsreicher. Nach fünf Löchern hatte der Eschweger ein Birdie, drei Bogeys und ein Doppelbogey auf der Karte. Pars: Fehlanzeige. Doch nach dem etwas holprigen Start kam Sachs, der sich durch eine 70 (-1) am Freitag an die Spitze gesetzt hatte, immer besser in Fahrt. Zwei Birdies auf den Bahnen sieben und zehn brachten ihn zurück in die geteilte Führung.
 

Die Entscheidung fiel im Endspurt – denn auf den alles entscheidenden Löchern drehte Schmitz, Hessenmeister von 2022 (AK30), spielerisch auf. In Zahlen: Drei Birdies, ein Bogey, ansonsten Pars – so die Bilanz ab Loch zwölf. Zwei der Birdies fielen auf den abschließenden Löchern 17 und 18. Es war ein Schlusssprint, bei dem die Konkurrenz nicht mehr mitziehen konnte.

 

Am Ende krönte sich der Hesse erstmals zum Internationalen Deutschen Meister. Nach Runden von 74, 72 und 71 Schlägen kam er mit einem Gesamtergebnis von +4 ins Ziel. Sachs, der am Sonntag eine 73 (+2) notierte, hatte nach 54 Löchern zwei Schläge Rückstand auf den Titelträger.

 

„Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet“, erklärte Schmitz. „Bei der Deutschen Meisterschaft war ich nur Siebter und hätte mich schon über ein ähnliches Ergebnis hier sehr gefreut. Dann habe ich auf der 16 gesehen, dass ich in geteilter Führung liege – und konnte mich zum Glück mit zwei Birdies noch absetzen.“

 

Auf der 17 lochte Schmitz einen Putt aus gut acht Metern zur alleinigen Führung. Auf der 18 folgte der nächste starke Schlag: eine präzise Annäherung aus 180 Metern, die er bei strömendem Regen nah an der Fahne platzierte – und erneut traf. „Ich bin in der Proberunde mit dem Platz nicht gut zurechtgekommen, obwohl ich als Fade-Spieler hier eigentlich einen Vorteil habe“, so Schmitz. „Aber ich konnte mich von Runde zu Runde besser anpassen.“

 

Rang drei teilten sich Maximilian Rehm jun. (Golf-Club Feldafing) und der Engländer Jason Saunders bei +7.

 

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