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Viermaliger Gewinner der Senior Open: Bernhard Langer, hier bei seinem Sieg 2019. | © 2019 Getty Images

Die Open-Wochen gehen weiter

Major: ISPS Handa Senior Open

Sunningdale GC, England, 24. bis 27. Juli

Wer nach Scottie Schefflers souveränem Sieg am Sonntag in Royal Portrush noch nicht genug hat von Golf auf den britischen Inseln, den können wir beruhigen. Denn mit der Senior Open und der Womens Open stehen uns gleich zwei weitere Open Championships bevor. Bevor die Damen um Nelly Korda und Esther Henseleit in der kommenden Woche im walisischen Royal Porthcawl um den letzten Major-Titel spielen, sind ab Donnerstag zunächst die besten Senioren um Padraig Harrington und Bernhard Langer an der Reihe. Die Senior Open findet zum vierten Mal auf dem berühmten Old Course im Sunningdale Golf Club in England statt und schüttet ein Preisgeld in Höhe von 2,85 Millionen US-Dollar aus.

 

Die vergangene Ausgabe war historisch. Denn mit K. J. Choi konnte erstmals ein Südkoreaner ein Senior-Major gewinnen. Der 54-Jährige triumphierte mit zwei Zählern Vorsprung auf den Australier Richard Green und war sichtlich stolz auf seine Leistung. Der letzte Trip nach Sunningdale liegt gerade einmal vier Jahre zurück. 2021 gewann der Waliser Stephen Dodd vor dem Spanier Miguel Ángel Jiménez. 2015 wurde Bernhard Langer in Sunningdale Zweiter und musste einzig dem US-Amerikaner Marco Dawson den Vortritt lassen. Doch der Deutsche durfte auch schon insgesamt vier Mal die kleine Claret Jug entgegennehmen, die es für den Sieg bei der Senior Open gibt. Niemand gewann die 1987 erstmals ausgetragene Senior Open häufiger.

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Und Langer ist nicht der einzige ehemalige deutsche Champion. Alex Cejka siegte vor zwei Jahren in Royal Porthcawl unter undankbarsten Bedingungen in einem Play-off gegen Harrington, nachdem beide zuvor mit einem Gesamtergebnis von +5 ins Clubhaus gekommen waren. Nur einmal in der Geschichte der Senior Open war das Siegerergebnis höher (1993 in Royal Lytham & St. Annes, +7). In Sunningdale sind ähnliche hohe Ergebnisse nicht zu erwarten. Dodd gewann 2021 mit -13 und Dawson 2015 mit -16. Auch bei anderen Turnieren, die hier stattfanden, wie die AIG Womens Open oder das British Masters, wurden meist tiefe Ergebnisse erzielt.

 

Allein aufgrund des starken Teilnehmerfelds ist offensichtlich, dass dringend viele Birdies benötigt werden, um vorne mitzuspielen. Mit Angel Cabrera, Harrington und Jiménez sind alle amtierenden Major-Champions im Feld. Neben den bereits erwähnten Langer, Cejka und Dodd sind auch etliche Debütanten dabei, die das Seniorenfeld aufmischen werden. David Howell, Stephen Gallacher, Anthony Wall, Darren Fichardt, Felipe Aguilar und Sören Kjeldsen sind allesamt ehemalige Sieger auf der DP World Tour, die nun ihre ersten Schritte bei den Senioren-Majors gehen. Für die ältere Garde um Langer wird es also nicht leichter, bei den Majors um den Titel zu spielen.

 

Das deutsche Trio wird diese Woche von Thomas Gögele komplettiert. Für den 54-Jährigen ist es bereits die vierte Teilnahme an der Senior Open. Im vergangenen Jahr schaffte er erstmals den Cut und auf der Legends Tour beendete er zwei der vergangenen vier Turniere unter den Top Acht.

LPGA & Ladies European Tour: ISPS Handa Womens Scottish Open

Dundonald Links, Schottland, 24. bis 27. Juli

Generalprobe, Test, Vorgeschmack – wie man das letzte Turnier vor der AIG Womens Open auch nennen mag. Die Womens Scottish Open ist eines der größten Turniere der Ladies European Tour abseits der Majors. Das liegt auch daran, dass die LPGA Tour seit 2017 mit an Bord ist, wodurch nicht nur das Preisgeld, sondern auch die Leistungsdichte höher ist als bei gewöhnlichen LET-Events. Im schottischen Städtchen Ayrshire werden zwei Millionen US-Dollar ausgeschüttet. Mit von der Partie sind Major-Siegerinnen wie Maja Stark, Minjee Lee oder Nelly Korda, die den anderen Mitgliedern der LET die seltene Gelegenheit geben, sich mit den besten Golferinnen der Welt zu messen. Während die Weltranglistenerste Korda zum ersten Mal dabei ist, spielt die Australierin Grace Kim ihr erstes Turnier als Major-Siegerin, nachdem sie vor zwei Wochen die Amundi Evian Championship in Frankreich gewann.

 

Im vergangenen Jahr ging der schottische Titel an die US-Amerikanerin Lauren Coughlin. Mit drei Birdies auf den letzten vier Löchern hielt sie vor allem die Spielerin des Elite Team Germany, Esther Henseleit, auf Abstand. Henseleit wurde mit vier Schlägen Rückstand Zweite. Angesichts dieser guten Erinnerung an den Platz und ihrer guten Form – Henseleit verpasste ihren letzten Cut auf der LPGA Tour im März – zählt die Deutsche auch diese Woche wieder zu den Favoritinnen. Noch wartet die Silbermedaillengewinnerin von Paris auf ihren ersten LPGA-Titel. Henseleit ist eine von drei deutschen Spielerinnen im Feld, die auch kommende Woche beim Major in Wales abschlagen werden. Die anderen beiden sind Alexandra Försterling und Helen Briem. Hinzu kommen Aline Krauter, Chiara Noja, Laura Fünfstück und Patricia-Isabel Schmidt, die das Maximum aus dem co-sanktionierten Event mitnehmen wollen.

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Eine Spielerin, die in Schottland besonders im Fokus stehen wird, ist die Engländerin Lottie Woad. Nach ihrem geteilten dritten Platz bei der Amundi Evian Championship ist sie ins Profilager gewechselt und feiert nun ihr Profi-Debüt. Anfang Juli gewann Woad mit der Womens Irish Open bereits ein Turnier der Ladies European Tour (LET), gefolgt von dieser sensationellen Vorstellung beim Major in Évian-les-Bains. Man darf also gespannt sein, ob die Erfolgsserie des neuen Superstars aus England anhält.

PGA Tour: 3M Open

TPC Twin Cities, Minnesota, 24. bis 27. Juli

Die reguläre Saison der PGA Tour neigt sich dem Ende zu. Die 3M Open ist das vorletzte Turnier im Kalender, bevor sich die 70 besten Spieler der Saisonwertung in den FedExCup-Playoffs wiedertreffen. Worauf das Hauptaugenmerk bei den kommenden beiden Turnieren liegt, ist also klar. Die Top 70 sind das große Ziel aller Spieler. Das gilt auch für Adam Scott, der nach seinem verpassten Cut bei der Open direkt in die USA zurückreiste, um sich auf die nächste Aufgabe im TPC Twin Cities in Minnesota vorzubereiten. Aktuell liegt der Australier auf Rang 85 im FedExCup. Eine Top-Ten-Platzierung in dieser Saison hat er noch nicht erreicht. Ein solches Ergebnis bei seinem Turnierdebüt in Minnesota würde ihn den Play-offs näherbringen.

 

Etwas in die Rückspiegel muss dagegen Matti Schmid vom Elite Team Germany schauen. Der gebürtige Regensburger wäre als aktuell 68. gerade so beim Playoff-Auftakt in Memphis dabei. Ohne weitere Punkte bei den nächsten beiden Turnieren wird er diese Platzierung jedoch kaum halten können. Der Cut in dieser Woche ist also Pflicht, sonst steigt der Druck immens. Doch Schmids Form ist vielversprechend. Bei der Open in der vergangenen Woche schaffte er es ins Wochenende, zuvor erreichte er die Top 20 in Schottland. Hinzu kommen zwei Top-20-Ergebnisse bei Schmids vergangenen beiden Auftritten bei der 3M Open.

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Neben Schmid sind mit Jeremy Paul und Thomas Rosenmüller zwei weitere Deutsche dabei. Für sie sind die Top 70 jedoch deutlich weiter entfernt. Paul liegt auf Platz 126, Rosenmüller sogar nur auf Rang 169.

 

Für das Duo geht der Blick daher in erster Linie in Richtung Top 100, um sich zumindest die Tourkarte für das kommende Jahr zu sichern. Um hierfür Punkte zu sammeln, haben sie aber auch nach dem Ende der Playoffs noch etwas Zeit. Ein Turnier wie diese Woche wäre jedoch eine gute Gelegenheit, um im FedExCup einen Sprung zu machen. Aus den Top Ten der Weltrangliste ist niemand dabei, die größten Namen im Feld sind Maverick McNealy, Wyndham Clark und Sam Burns. Während Paul zuletzt zwei Cuts in Folge verpasste, sammelte Rosenmüller mit zwei Top-30-Ergebnissen wichtige Punkte.

Weitere Turniere mit deutscher Beteiligung:

Korn Ferry Tour: NV5 Invitational

The Glen Club, Illinois, 24. bis 27. Juli

 

Jonas Baumgartner

 

Epson Tour: Greater Toledo Classic

Highland Meadows Golf Club, Ohio, 25. bis 27. Juli

 

Sophie Hausmann und Isi Gabsa

 

Pro Golf Tour: The Cuber Open

Der Öschberghof, Donaueschingen, 22. bis 24. Juli

 

LIV Golf: UK

JCB Golf & Country Club, Großbritannien, 25. bis 27. Juli

 

Martin Kaymer

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