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Die Sache mit den Tour-Karten
Die Sache mit den Tour-Karten | © Octavio Passos/Getty Images

Deutscher Überblick: Tour-Karten 2026

Sowohl auf der DP World Tour als auch auf der HotelPlanner Tour entscheidet nicht allein der Besitz einer Karte über die Zahl der Starts, sondern die jeweilige Einstufung innerhalb der Kategorien-Struktur – mit direkten Auswirkungen auf die Saisonplanung und die sportliche Perspektive.

 

Während die Spieler bis Kategorie 10 in die allermeisten Felder rutschen dürften (Turniere der Rolex Series inklusive), müssen die Spieler mit höheren Kategorien bei ihren reduzierten Startmöglichkeiten das Maximum herausholen. Beispielsweise ist die Karte über die DP World Tour Q School längst kein Garant mehr für eine volle Saison auf höchstem Niveau. Spieler mit Kategorie-18-Status spielen nur um einen Bruchteil des Gesamtpreisgeldes und haben weniger Möglichkeiten, ausreichend Race-to-Dubai-Punkte zu sammeln, um ihre Karte zu sichern.

 

Gleichermaßen können Spieler wie beispielsweise Yannik Paul trotz des „Verlusts der Tour-Karte“ weiterhin Starts im Oberhaus einplanen. Der 31-Jährige aus dem Golf Team Germany ist in Kategorie 19 gelistet (Spieler auf den Plätzen 111 bis 125 der Race to Dubai 2025) und konnte bei den beiden Australien-Events zum Saisonauftakt bereits Punkte sammeln. Bis Mai will Paul sowohl auf der DP World Tour als auch auf der HotelPlanner Tour antreten. „Je nachdem, wie gut ich auf der DP World Tour spiele, ergeben sich weitere Möglichkeiten“, so Paul. 

Schott als gutes Vorbild

Ein gutes Omen: Auch Freddy Schott begann die vergangene Saison in Kategorie 19, konnte seinen Status durch gute Leistungen aber schnell verbessern. Am Ende der Saison, in der er sich ab Mai voll auf die DP World Tour konzentrieren konnte, stand eine Tour-Karte der Kategorie 10 zu Buche. 

 

Leichter wird es im kommenden Jahr nicht mit dem Verbleib auf der Tour. Denn die Macher in Wentworth gaben vor einigen Wochen Änderungen bekannt: Ab 2026 behalten nur noch die Top 100 der Race-to-Dubai-Rangliste ihre volle Tour-Karte (vorher 110), während Spieler auf den Plätzen 101 bis 110 lediglich eine bedingte Spielberechtigung erhalten. Gleichzeitig werden sowohl die Zahl der über die HotelPlanner Tour als auch über die Qualifying School vergebenen Tour-Karten jeweils von 20 auf 15 reduziert. Insgesamt verschärfen die Änderungen den Wettbewerb.

DP World Tour: Überblick der deutschen Spieler

Bis Kategorie 10

 

  • Nicolai von Dellingshausen — Kategorie 3

  • Marcel Siem — Kategorie 3

  • Marcel Schneider — Kategorie 10

  • Freddy Schott — Kategorie 10

 

Ab Kategorie 19

 

  • Yannik Paul — Kategorie 19

  • Maximilian Kieffer — Kategorie 20

  • Anton Albers — Kategorie 20

  • Nick Bachem — Kategorie 20a

  • Dominic Foos — Kategorie Affiliate A

  • Jeremy Paul — Kategorie PGA

  • Thomas Rosenmüller — Kategorie PGA

HotelPlanner Tour

Auch auf der HotelPlanner Tour ist Tour-Karte nicht gleich Tour-Karte. Während die Spieler in den oberen Kategorien für die meisten Turniere planen können, kommen Spieler ab Kategorie 9 vor allem bei manchen mit anderen Touren co-sanktionierten Turnieren teilweise nicht zum Zuge. Ab Kategorie 13 bis 14 könnte es auch bei einigen regulären Events eng werden mit dem Sprung ins Teilnehmerfeld.

 

Bis Kategorie 12

 

  • Yannik Paul – Kategorie 6

  • Maximilian Kieffer – Kategorie 7

  • Nick Bachem – Kategorie 7a (Membership Extension)

  • Hurly Long – Kategorie 8

  • Jannik de Bruyn – Kategorie 10

  • Alexander Knappe – Kategorie 10a (Membership Extension)

  • Jan Schneider – Kategorie 11

  • Christian Bräunig – Kategorie 12b

  • Michael Hirmer – Kategorie 12b

  • Linus Lang – Kategorie 12b

 

Ab Kategorie 13

 

  • Philipp Katich – Kategorie 13

  • Tiger Christensen – Kategorie 14

  • Marc Hammer – Kategorie 14

  • Carl Siemens – Kategorie 15

  • Tim Tillmanns – Kategorie 16

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