Der Weg zum PING Junior Solheim Cup
Zwölf der größten Talente Europas im Alter bis 18 Jahren werden am 7. und 8. September 2026 in Bernardus Golf gegen das amerikanische Team antreten. Die Athletinnen erwartet eine ganz große Bühne und wertvolle Erfahrungen auf dem Weg auf die großen Touren der Welt. Europa wird beim Heimspiel versuchen, den Titel von den Amerikanerinnen zurückzugewinnen.
Bad Saarow aufgewertet
Der Qualifikationsprozess startet schon Ende Januar mit dem ersten großen Turnier in Portugal. Insgesamt wurden zehn Turniere des europäischen Kalenders ausgewählt, bei denen es Punkte für die Rangliste gibt. Aus deutscher Sicht besonders wertvoll: Auch die German International Girls' Championship, die vom 4. bis 6. Juni in Bad Saarow ausgetragen wird, ist eines dieser zehn Turniere und wird damit für die Talente Europas stark aufgewertet. Gleichzeitig haben die deutschen Teilnehmerinnen der GIGC einen Ankerpunkt, um mit einem echten Heimvorteil wertvolle Punkte zu sammeln.
Das deutsche Jugendturnier steht damit auf einer Stufe mit den ganz großen Turnieren im Kalender der europäischen Amateure, darunter die Spanish International Women's in Sotogrande, der Women's Amateur Championship in Muirfield, der European Ladies' Team Championship, der European Girls' Team Championship und der European Ladies' Amateur Championship.
Nach dem letzten Qualifikationsturnier, der R&A Girls’ Amateur Championship im August, stehen die besten sechs Spielerinnen der Rangliste fest.
Kapitänin Anne van Dam, die nur wenige Kilometer von Bernardus Golf entfernt aufgewachsen ist, wird kurz danach sechs weitere Spielerinnen benennen, die sie gemeinsam mit ihrer Co-Kapitänin Bronte Law aussucht. Dabei werden die beiden erfahrenen Profis, die gemeinsam 2013 für Europa im PING Junior Solheim Cup gespielt haben, 2019 dann für den Kontinent im „großen“ Solheim Cup gekämpft haben und inzwischen mehrfache Siegerinnen auf der LET sind, vor allem die European Women's Amateur Rankings und den Stroke-Play-Durchschnitt berücksichtigen.
Die Niederländerin wird bei einigen Qualifikationsturnieren selbst auch vor Ort sein, um sich von den Kandidatinnen einen persönlichen Eindruck zu verschaffen.
Zudem betont die Kapitänin der europäischen Auswahl einen Aspekt, der für die Talente noch sehr wichtig werden kann: „Ich erinnere mich noch lebhaft daran, wie ich mir Anfang 2013 die Teilnahme am PING Junior Solheim Cup zum Ziel gesetzt habe. Es gibt nichts Besseres, als sich Ziele zu setzen und hart darauf hinzuarbeiten. Ich habe damals mein ganzes Jahr um die Qualifikationsturniere herum geplant, um zu versuchen, ins Team zu kommen. Letztendlich habe ich im Laufe meiner Karriere gelernt, dass der Weg noch wichtiger ist als das Ergebnis.“
Der Platz
Bernardus Golf ist ein anspruchsvoller 18-Loch-Meisterschaftsgolfplatz, der vom amerikanischen Architekten Kyle Phillips entworfen wurde. Aus dessen Feder stammt unter anderem auch Kingsbarns.
Bernardus Golf hat als Heideplatz zahlreiche Bunker und knifflige Wasserhindernisse. Als Kulisse dienen Dünen und Ginster.
Über den PING Junior Solheim Cup
Der PING Junior Solheim Cup ist ein Team-Matchplay-Wettbewerb zwischen Europa und den USA. Ziel des Wettbewerbs ist es, Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, ihre Golfkarriere durch Matchplay auf hohem Niveau voranzutreiben und sich mit den Profispielerinnen des Solheim Cups zu treffen, von ihnen zu lernen und sich von ihnen inspirieren zu lassen.
Der PING Junior Solheim Cup wurde 2002 von John Solheim ins Leben gerufen und hat sich seitdem als Plattform für die Talente der Welt etabliert.
Deutsche Teilnehmerinnen
Die erste Deutsche, die für Europa im PING Junior Solheim Cup gespielt hat, war 2005 Caroline Masson. Ihr folgten Nicola Rössler, Sophia Popov, Karoline Lampert, Antonia Scherer, Leonie Harm, Esther Henseleit, Paula Schulz-Hanßen und zuletzt Helen Briem. Fast alle haben nach dem Wechsel ins Profilager große Turniere gewonnen, darunter stechen besonders Sophia Popov als erste und bislang einzige Siegerin bei einem Major und Esther Henseleit als erste deutsche Medaillengewinnerin bei Olympischen Spielen mit Silber in Paris heraus.








