DeChambeau liefert Spektakel, Kaymers 64 und Langers Top-Ergebnis
Vergangene Woche verpasste er mit einem Bogey auf dem 72. Loch den Titel bei der Players Championship, in dieser Woche sicherte er sich mit einem Birdie auf dem 72. Loch den Sieg bei der Valspar Championship. Fest steht: Matt Fitzpatrick spielt aktuell groß auf. Beim Gastspiel der PGA Tour in Palm Harbor setzte er sich am Ende knapp vor David Lipsky durch. Dabei kassierte er auf den abschließenden 36 Löchern kein einziges Bogey.
Zumindest am Wochenende spielte ein Spieler noch besser als Fitzpatrick: Stephan Jäger. Der 36-Jährige startete mit 66 und 68 Schlägen in Runde drei und vier eine fulminante Aufholjagd, die ihn am Ende auf den siebten Platz führte. Der Lohn: 276.412 Dollar an Preisgeld, ein Sprung auf Position 51 im FedExCup und die Rückkehr unter die Top 100 der Welt (Platz 100).
DeChambeaus Spektakel, Kaymer mit 64
Das LIV-Turnier in Südafrika endete in dieser Woche mit einem Zweikampf der beiden wohl prominentesten Mitglieder der Saudi Tour: Bryson DeChambeau und Jon Rahm. Die beiden Schwergewichte trafen im Stechen des Turniers in Steyn City aufeinander und vor allem DeChambeau lieferte Spektakel. Auf dem ersten Playoff-Loch legte der Amerikaner sein Holz aus dem Rough aus knapp 270 Metern so nahe an die Fahne ab, dass ein Birdie sicher war. Es war die Entscheidung und der zweite Sieg in Folge für den reichweitenstarken Starspieler.
Auch für Martin Kaymer war am Sonntag eine bemerkenswerte Formstärke zu erkennen. Zwar reichte es unter dem Strich nicht für eine Top-Platzierung, doch seine 64 (-7) konnten nur drei Spieler im Feld unterbieten. Kaymer notierte auf einem vom Regen sehr aufgeweichten Platz neun Birdies. Am Ende sprang mit Rang 31 die beste Platzierung der Saison heraus.
Rahm produzierte in dieser Woche auch abseits des Platzes Schlagzeilen. Der Spanier hat seinen Einspruch gegen die Sanktionen der DP World Tour im Zusammenhang mit seinen Starts bei LIV Golf zurückgezogen. Offene Strafzahlungen in Höhe von angeblich über zwei Millionen Pfund hat der zweimalige Major-Sieger jedoch weiterhin nicht beglichen – damit bleibt er bis auf Weiteres für Turniere der Tour gesperrt. Da Rahm bislang auch nicht bereit ist, die von der Tour geforderten Bedingungen zu erfüllen, steht seine Teilnahme am Ryder Cup 2027 aktuell ernsthaft in Frage.
Green-Hattrick und Briem-Debüt
Anstatt sich mit den Kolleginnen der LPGA Tour in Kalifornien zu messen, reiste Hannah Green in die australische Heimat, um auf der LET abzuschlagen. Und das mit maximalem Erfolg: Die Major-Siegerin gewann sowohl die Womens Australian Open als auch die Australian WPGA Championship und sicherte sich nach dem LPGA-Erfolg in Singapur drei Siege in Folge.
Bei ihrem jüngsten Triumph fand sich die aktuell wohl formstärkste Spielerin im Titelkampf mit Alexandra Försterling, die vor allem durch eine tolle Ausbeute auf den ersten Neun am Finaltag den Rückstand verkürzen konnte. Am Ende reichte es für die Berlinerin aus dem National Team Germany nicht ganz für den fünften LET-Titel, dennoch ist der geteilte zweite Rang ein tolles Erfolgserlebnis. Fest steht: Försterling kommt nach einer verletzungsintensiven Vorsaison wieder immer besser in Schwung.
Für Helen Briem war es eine gelungene Premiere. Das Top-Talent aus dem Elite Team Germany stand beim Founders Cup in Kalifornien erstmals im Feld eines regulären LPGA-Turniers – und schaffte bei der Premiere sicher den Sprung ins Wochenende. Briem fing sich nach einem eher holprigen Start eindrucksvoll und landete schlussendlich auf dem 36. Rang – schlaggleich mit Esther Henseleit.
An der Spitze hatte Hyo Joo Kim das Turnier von Beginn an im Griff – doch auf den abschließenden neun Löchern wurde aus der klaren Führung ein echtes Duell mit Nelly Korda. Die Amerikanerin war mit sechs Birdies auf den ersten zehn Löchern furios gestartet. Nach zwischenzeitlichem Gleichstand behielt die Südkoreanerin die Ruhe, rettete wichtige Pars und brachte ihren Start-Ziel-Sieg trotz wachsendem Druck ins Ziel.
Langer Sechster
Es war ein Auftakt wie gemalt für Bernhard Langer bei der Colorguard Classic. Geteilter Dritter nach zwei Runden, nur ein Schlag Rückstand, die Runden Nummer 38 und 39 unter dem eigenen Alter. Am Sonntag lief es beim Rekord-Senioren zunächst weniger rund, anstatt im Titelrennen mitzumischen, rutschte Langer ab. Am Ende klang das Turnier in Arizona für den 68-Jährigen mit drei Birdies in Serie im Endspurt und einer soliden 70 aus. Langer landete beim Playoff-Sieg von Steven Alker über Padraig Harrington auf Platz sechs.
„Es kommt von Herzen – aus persönlichen Erfahrungen und Erinnerungen. Ich freue mich darauf, Teil dieser Tradition zu sein – und das hoffentlich noch viele Jahre.“ Mit diesen Worten stellte Rory McIlroy, der in dieser Woche spielerisch pausierte, sein anstehendes Menü für das Champions Dinner im Vorfeld des Masters in Augusta vor. Fest steht: Auf Langer, Woods und Co. wartet ein Festmahl mit einigen kulinarischen Höhepunkten.








