Das sagen die Spielerinnen zur Premiere der Ladies German Challenge powered by VcG
Wuppertal/Velbert – Hanna Tauber vom GC Bergisch Land hat das Leaderboard zweieinhalb Runden lang von oben dominiert, ehe auf der Back Nine der Finalrunde doch noch etwas Sand ins Getriebe der in Dortmund lebenden Athletin kam.
Natürlich war unmittelbar nach dem letzten Putt die Freude über Rang fünf getrübt, aber mit etwas Abstand zog die Athletin, die mit Abstand die meisten Zuschauer anlockte und am Finaltag mit mehr als hundert Golffans ihre 18 Löcher ging, ein positives Fazit: „Am Ende des Tages ist ein geteilter fünfter Platz immer noch eine super Sache und gibt viele Punkte für die Rangliste. Aber enttäuscht bin ich natürlich auf jeden Fall, weil da so viel mehr drin gewesen wäre. Ein Sieg war erreichbar und das auch nicht nur theoretisch, sondern auch faktisch. Natürlich bin ich deshalb einfach enttäuscht, aber am Ende des Tages heißt es abhaken und jetzt in Schweden nächste Woche weitermachen. Es war mehr oder weniger ein Heimspiel, denn ich hatte den Platz ewig nicht mehr gespielt. Aber es waren so viele Menschen da. Meine Cousin, meine Patentante und die halbe Mannschaft des GC Bergisch Land waren da, um mich zu supporten. Dazu noch unfassbar viele Mitglieder. Ich habe mich irgendwann auf Loch 16 umgedreht. Wenn ich schätzen müsste, waren das 150 Leute. Das war wirklich ein unfassbares Gefühl. Besonders am Finaltag war das einfach beeindruckend. Schon am zweiten Tag, als ich in Führung lag, sind auch unfassbar viele Leute mitgekommen. Auch die die kleine Maus, mit der ich das ProAm gespielt habe, ist mit ihrer Mutter und ihrem Bruder extra gekommen, um mich anzufeuern. Das fand ich total lieb. Alles in allem war dieses Turnier einfach ein tolles Erlebnis und es war großartig organisiert. Ein großes Lob an alle, die an dem Erfolg dieses Turniers beteiligt waren, sei es unsere Greenkeeper, die den Platz in einen tollen Zustand versetzt haben. Hut ab und Respekt, die Qualität vom Golfplatz gleich gehalten, wenn nicht sogar verbessert zu haben. Dann natürlich die vielen Volunteers, alle Helfer, die für unser Wohlergehen gesorgt haben. Die Gastro und alle, die dieses Turnier für mich zu was Besonderem gemacht haben. Die größte Herausforderung war die Hitze. Die hat allen wirklich zu schaffen gemacht. Auf einem so hügeligen Platz sind Temperaturen Mitte 30 Grad nicht einfach. Jetzt gerade habe ich ein eher neutrales Gefühl. Natürlich war ich nach dem letzten Putt aufgewühlt. Aber jetzt ist der Fokus schon wieder beim nächsten Turnier. Ich werde die Erfahrungen der Ladies German Challenge einfach mitzunehmen und das Beste mitzunehmen. Motivierend für die Zukunft ist zu sehen, dass es richtig tief gehen kann. Die erste Runde mit sechs unter Par war meine bisher beste Turnierrunde. Es war schön, zu sehen, dass es auch mehrfach tief geht. Das ist wunderschön, zu erleben und zeigt mir, dass sich die Arbeit, die meine Trainer und ich über die Jahre geleistet haben, endlich mal Früchte trägt.“
Ein kleines Erlebnis wird Hanna Tauber besonders in Erinnerung bleiben: „Als wir das Pro-Am gespielt haben und ich mit der kleinen Finja über das Fairway gegangen bin, war die erste Frage, wie lange ich schon Golf spiele. Ich habe aus Spaß gesagt, wahrscheinlich länger als du alt bist. Mit ihren neun Jahren kommt das hin.“
Platz 14 bei zweitem Turnier
Für Susanna Brenske, die als zweitbeste Deutsche auf Rang 14 kam, war es erst das zweite Profi-Turnier ihrer noch jungen Karriere: „Das Turnier der LETAS war natürlich eine coole Erfahrung. Ich finde es besonders, als Amateur bei so einem Profiturnier reinschauen zu dürfen. Das war jetzt das zweite Mal für mich. Es ist einfach nochmal eine ganz andere Atmosphäre. Man kann echt viel von den anderen lernen und man geht das nochmal anders an. Deshalb hat mich das sehr gefreut. Auch der Finaltag war schön. Mein Ziel war, gar nicht so bewusst wahrzunehmen, dass es der Finaltag ist. Ich wollte einfach das Gefühl haben, eine Runde zu spielen, wie an den Tagen davor auch, also bei mir zu bleiben, bei meinem Plan, Loch für Loch, Schlag für Schlag. Deshalb konnte ich das ganz gut ausblenden, was um mich herum passiert. Es war natürlich trotzdem eine besondere Stimmung. Am Finaltag ist natürlich immer ein bisschen mehr Spannung im ganzen Feld. Das war schön, mitzuerleben. Mit meinem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Hätte man mir das vor der Woche gesagt, hätte ich das auf jeden Fall genommen. Es ist für mich als Amateur schön zu sehen, dass ich nicht so weit vom nächsten Schritt weg bin und auch mithalten kann. Das ist ein schönes Feedback, dass man auf dem richtigen Weg ist und an den richtigen Stellschrauben arbeitet. Ich bin mega happy mit dem Turnier und nehme sehr viel mit.“
Hannah Karg
Hannah Karg, die wie auch Susanna Brenske vom Hamburger GC kommt, zog nach ihrem 31. Platz ein umfassendes Fazit: „Die VcG hat gemeinsam mit dem GC Bergisch Land wirklich tolle Arbeit geleistet. Ich finde es großartig, dass wir jetzt ein LETAS-Event in Deutschland haben, denn das hilft enorm bei der Entwicklung des deutschen Golfsports. Besonders das Pro-Am mit den jungen Mädchen hat mir sehr viel Spaß gemacht. Diese Begeisterung für den Golfsport zu erleben, wird mir auf jeden Fall positiv in Erinnerung bleiben. Für mich persönlich war der zweite Turniertag ein echtes Highlight. Ich tue mich momentan etwas schwer, gut in Turniere zu starten, sodass sich die zweite Runde häufig darum dreht, den Cut zu schaffen. Nachdem ich nach 11 Löchern bereits bei +4 lag, war relativ klar, was passieren musste: viele Birdies. Mit der positiven Unterstützung meines Bruders Henry, der an allen drei Tagen mein Caddie war, konnte ich auf den letzten sieben Löchern noch fünf Birdies spielen und so den Cut souverän schaffen. Das war definitiv ein besonderer Moment der Woche. Der Finaltag war dagegen etwas schwieriger. Ich habe mir zu wenige echte Birdiechancen erarbeitet und lag häufig zu weit von den Fahnen entfernt, um konsequent auf Birdiejagd gehen zu können. Der Platz war für deutsche Verhältnisse durchaus anspruchsvoll. Mein Ziel war es, möglichst viele Grüns zu treffen, denn das ist auf diesem Platz essenziell. Gleichzeitig musste man vom Tee sehr präzise sein, um sich gute Winkel auf die Fahnen zu erarbeiten und die Grüns zentral anspielen zu können. Da ich aktuell intensiv an meinem Eisenspiel arbeite, war es nicht immer einfach, diesen Plan konsequent umzusetzen. Ich nehme auf jeden Fall viel Positives aus dieser Woche mit. Gerade die Art und Weise, wie ich am zweiten Tag zurückgekommen bin und den Cut noch geschafft habe, gibt mir Selbstvertrauen. Nächste Woche geht es für mich zurück auf die Ladies European Tour nach Tschechien, um dort weitere Erfahrungen auf höchstem Niveau zu sammeln. Dafür werde ich die beiden LETAS-Turniere in Schweden auslassen. Mein Fokus liegt aktuell darauf, mein Eisenspiel wieder vollständig unter Kontrolle zu bekommen. Wenn mir das gelingt, bin ich überzeugt, dass die guten Ergebnisse nicht mehr lange auf sich warten lassen werden.“
Kimberley Sommer
Kimberley Sommer teilte sich den 31. Platz mit Hannah Karg. Die gelernte Gesundheits- und Krankenpflegerin, die mit 13 Jahren im Oldenburgischen GC ihre Platzreife gemacht hat, schaffte im GC Bergisch Land ihr bislang bestes Ergebnis: „Ein Turnier in der Heimat ist immer etwas Besonderes. Es hat wirklich Spaß gemacht. Die Atmosphäre war super und ich habe mich sehr gefreut, dass beim Girls ProAm so viele junge Mädels am Start waren. Der Platz war in einem sehr guten Zustand und sah auch nach den starken Regenfällen in der Nacht wirklich gut aus. Die Grüns sind recht klein und onduliert, das macht die Schläge ins Grün herausfordernd. Ein gutes Eisenspiel erleichtert das Scoring hier massiv. Ich konnte bei der Ladies German Challenge meine bisher beste Platzierung auf der LETAS mitnehmen, das gibt natürlich nochmal Selbstvertrauen für die kommenden Turniere.“
Mia Lena HoffmannMia Lena Hoffmann vom Hamburger GC feierte eine erfolgreiche Premiere auf der LETAS, war nicht nur im Cut, sondern belegte im Endklassement einen beachtlichen 38. Platz: „Die Woche im Bergischen Land war durchaus besonders und herausfordernd, hat aber auch sehr viel Spaß gemacht. Schon an den Trainingstagen war zu merken, dass eine besondere Grundspannung herrscht und alle Spielerinnen sehr auf ihre Performance fokussiert sind. Das war am Finaltag besonders ausgeprägt. Die Turnierorganisation im GC Bergisch Land lief reibungslos ab, es gab sehr viele freundliche und interessierte Helfer. Alle Aufgaben waren bestens koordiniert, sodass wir Spielerinnen uns wirklich voll und ganz auf das Sportliche fokussieren konnten. Dieses positive Fazit gilt auch für den Golfplatz an sich, denn der hat sich auch in einem guten Zustand präsentiert. Die Grüns waren nicht zu schnell und treu. Dadurch, dass wir teilweise von den hinteren Abschlägen gespielt haben, haben wir auf einem durchaus langen Golfplatz gespielt, welcher durch schmale Grüns zusätzlich herausfordernd war. Es gab einige Bahnen, an denen wir mutig und aggressiv gehen konnten und dafür auch belohnt wurden, dafür mussten wir an anderen Stellen eher geduldig bleiben und uns gute Chancen hart erarbeiten. Persönlich kann ich aus meiner Leistung und den Runden viel herausziehen. Natürlich habe ich drei solide Runden gespielt und mich bei meinem ersten Start bei einem Profiturnier in Deutschland gut präsentieren können. Aber ich muss auch festhalten, dass ich meine Eisen gut und gerne näher an der Fahne platzieren sollte, um mir mehr Chancen auf Birdies zu erarbeiten. Gleichzeitig sollte ich meine erarbeiteten Chancen auf den Grüns besser und öfters nutzen. Wenn ich dieses Turnier also als eine Art persönliche Standortbestimmung werte, dann bin ich grundsätzlich gut dabei, aber muss, um weitere Schritte gehen zu können, an meinen Entwicklungsbereichen weiterhin arbeiten und hartnäckig dranbleiben. Eine Woche wie die vergangene im GC Bergisch Land gibt mir aber auf jeden Fall ein gutes Gefühl und ich ziehe aus ihr viel Motivation für meinen weiteren Weg.“
Chiara Horder
Chiara Horder hatte zwei Tage sehr gut gelegen und zog unter dem Eindruck, auf der Finalrunde einige Plätze abgegeben zu haben, dennoch ein positives Fazit: „Das Turnier war super cool. Es war mega, mal ein LETAS-Turnier in Deutschland zu haben. Der Finaltag ist leider nicht so gelaufen, wie ich das wollte. Aber daraus kann ich auch sehr gut lernen. Die ersten zwei Tage habe ich sehr solides Golf gespielt und deswegen möchte ich daran bei den nächsten Turnieren anknüpfen.“









