Cowan gewährt seltene Einblicke ins Tourleben
Wenn Profi-Golferinnen den Putter in die Hand nehmen, geht es in der Regel nur um Technik und Gefühl. Im YouTube-Format „Putts Fired“ wird daraus jedoch mehr: Olivia Cowan soll neun immer schwierigere Putts meistern, und dabei entstehen bemerkenswert ehrliche Einblicke in das Leben auf der Tour. Schnell wird klar, dass hinter dem sportlichen Erfolg auch eine weniger glamouröse Realität steckt.
Cowan spricht besonders offen über die Einsamkeit im Profigolf. Der Wechsel vom strukturierten Teamleben im Amateurbereich hin zum individuellen Alltag auf der Tour war für die 30-Jährige eine enorme Umstellung. Plötzlich geht es nicht nur um Leistung auf dem Platz, sondern auch um Selbstorganisation, Reisen und den Umgang mit Rückschlägen – oft ganz allein. „Nach einer schlechten Runde sitzt man im Hotelzimmer und ist nur mit seinen Gedanken“, beschreibt sie eine Situation, die vielen Profis bekannt ist, die sie jedoch selten so klar formulieren.
Auch ihr Blick auf große Erfolge fällt überraschend nüchtern aus. Ihr Sieg bei der Hero Womens Indian Open war zwar ein Karriere-Highlight, doch das Hochgefühl hielt nur kurz an. „Vielleicht fünf Minuten“, sagt Cowan und bringt damit die Schnelllebigkeit des Leistungssports auf den Punkt. Um langfristig stabil zu bleiben, setzt sie bewusst auf mentale Pausen, Abstand vom Golf und Dinge, die guttun, wie guten Kaffee oder Zeit mit Freunden. Eine wichtige Erkenntnis: Selbst auf höchstem Niveau bleibt Golf ein Spiel, das Freude machen sollte.







