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Adam Scott beim Anschlag mit dem Driver
Vorne dabei: Adam Scott | © USGA/Mike Ehrmann

Burns vor dem großen Wurf, Scott mit Titelchance

Die Spitzengruppe der 125. US Open in Oakmont besteht vor dem Finale nicht aus den üblichen Favoriten – doch an Spannung mangelt es vor dem Schlusstag keineswegs. Der Führende heißt Sam Burns, ein fünfmaliger PGA-Tour-Sieger ohne Major-Erfolg. Dahinter lauern J.J. Spaun, ebenfalls noch ohne den ganz großen Titel, der in dieser Saison alllerdings konstant stark aufspielt, und Altmeister Adam Scott, der mit 44 Jahren die Chance auf seinen zweiten Major-Sieg wittert.

 

Burns legte am Samstag mit einer 69 nach – auf seine herausragende 65 vom Vortag folgte erneut eine kontrollierte Runde. Bei insgesamt -4 geht der Amerikaner mit einem Schlag Vorsprung in die Finalrunde. Zwar ließ ihn der Driver am Moving Day zeitweise im Stich, doch mit präzisen Annäherungen und sicheren Putts hielt er das Ergebnis zusammen. Burns führt das Feld bei den Putts pro Grün (1,66) an – ein entscheidender Faktor auf Oakmonts gefürchteten Grüns.

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Spaun bleibt stabil

J.J. Spaun, der mit einer bogeyfreien 66 ins Turnier gestartet war, präsentierte sich erneut stabil. Auch am Samstag traf er 15 Grüns in Vorgabe. Nur ein Fehler am Schlussloch trübte eine ansonsten starke Vorstellung, in der er sich besonders mit gefühlvollen langen Putts und sicherem Kursmanagement auszeichnete. Spaun steht bei -3 und damit direkt hinter Burns.

 

Viel hatte man von Adam Scott in diesem Jahr bislang nicht gesehen. Doch in Oakmont spielt der Masters-Sieger von 2013 plötzlich wieder ganz vorne mit. Nach einer 67 am Samstag (beste Runde des Tages) steht der Australier ebenfalls bei -3 (T2) – als einziger Spieler im Feld hat er an allen drei Tagen Par oder besser gespielt. Sollte er gewinnen, wäre er der zweitälteste US-Open-Sieger der Geschichte und würde mit zwölf Jahren Abstand zwischen zwei Major-Titeln einen neuen Rekord aufstellen.

Weitere Verfolger: Hovland und Ortiz

Viktor Hovland (Even Par) ist nicht nur in Schlagdistanz, sondern auch mental stabil wie selten. Der Norweger rettete auf der 17 mit einem kraftvollen Chip aus dem Rough ein Birdie und geht drei Schläge hinter Burns von Rang vier in die letzten 18 Löcher. Carlos Ortiz, der sich über die Qualifikation ins Feld gespielt hat, überzeugte wie Scott mit einer fast fehlerfreien 67 – einzig am Schlussloch verpasste er einen kurzen Par-Putt. Er könnte der erste Qualifikant seit 2009 sein, der die US Open gewinnt. Als Fünfter (Par) fehlen vier Schläge auf die Spitze.

 

Nach Regenfällen in der Nacht zeigte sich Oakmont am Samstag deutlich gutmütiger. Der Rundenschnitt lag bei 72,67 – zwei Schläge niedriger als an den ersten beiden Tagen. Zwölf Spieler blieben unter Par.

 

Masters-Gewinner Rory McIlroy notierte in Runde drei eine 74 und geht mit einem Gesamtergebnis von +10 (T49) ohne Titelchancen in das Finale. Scottie Schefffler, der aktuell beste Spieler der Welt, verbesserte sich durch eine 70 auf den geteilten elften Platz (+4 insgesamt). Stephan Jäger aus dem Elite Team Germany, der einzige Deutsche im Feld des Majors, hatte den Cut nach zwei Runden verpasst. 

 

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