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Führt zur Halbzeit: Sam Burns
Führt zur Halbzeit: Sam Burns | © ©USGA/Mike Ehrmann

Burns glänzt, Hovland lauert

Wer bei einer US Open auf einem Platz wie dem Oakmont Country Club antritt, muss mit Chaos rechnen. Enge Fairways, knöcheltiefes Rough und Grüns mit Stimpmeterwerten jenseits der 14 – das Setup der 125. Ausgabe des Major-Klassikers in Pennsylvania fordert die weltbesten Golfer wie kaum ein zweiter Platz.

 

Nur drei Spieler liegen nach zwei Runden unter Par – allen voran Sam Burns. Der 28-jährige Amerikaner spielte am Freitag eine überragende 65 (-5) und setzte sich mit einem Gesamtergebnis von -3 an die Spitze des Leaderboards. Die Runde war nicht nur die mit Abstand beste des Tages, sondern auch eine der besten in der Turniergeschichte von Oakmont. Nur Johnny Millers 63 (1973) und Loren Roberts’ 64 (1994) waren besser.

Burns’ Antwort auf das Donnerstags-Desaster

Dabei war Burns noch mit einer 72 ins Turnier gestartet, inklusive eines bitteren Schlussakts mit fünf über Par auf den letzten vier Löchern. Am Freitag die spielerische Wende: sechs Birdies, nur ein Bogey, starke Annäherungen (14 von 18 Grüns getroffen), präzises Putten (drittbester im Feld) – und das auf einem Platz, der mit einem Durchschnittsergebnis von 74,75 erneut enormen Schaden auf den Scorekarten anrichtete.

 

„Ich habe gar nicht auf einen bestimmten Score gespielt. Oakmont ist zu schwer, um sich Ziele zu setzen. Man muss Schlag für Schlag denken“, sagte Burns, der vergangene Woche noch im Stechen der Canadian Open gegen Ryan Fox unterlegen war.

Spaun bleibt in Schlagdistanz

J.J. Spaun, der Führende nach Tag eins, konnte seine brillante Auftaktrunde (66) zwar nicht wiederholen, blieb aber mit einer 72 auf Tuchfühlung. Besonders die Putts, die am Donnerstag noch reihenweise fielen, liefen in Runde zwei des Öfteren am Loch vorbei. Dennoch liegt der Kalifornier bei -2 und nur einen Schlag hinter Burns.

 

„Früher hätte ich nach so einem Start vielleicht gedacht, dass ich heute eine schlechte Runde spiele. Jetzt weiß ich, dass ich auch kämpfen und ein solides Ergebnis retten kann“, sagte der 34-Jährige.

Hovland spielt sich in Position

Viktor Hovland ist der dritte Spieler im Feld, der nach zwei Tagen unter Par liegt (-1). Der Norweger glänzte am Freitag mit einer 68 und zeigte auf den ersten neun Löchern sein bestes Golf, inklusive Chip-in Eagle auf der kurzen 17 (kurzes Par 4). Zwar folgten auch Fehler, aber Hovland blieb mental stabil: „Ich habe diese Woche einen guten mentalen Zustand. An anderen Wochen wäre ich vielleicht ausgerastet – hier bleibe ich ruhig.“

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Große Namen überstehen den Cut – viele scheitern

Wegen eines aufziehenden Gewitters am Abend musste das Spiel mit noch 13 Spielern auf dem Platz abgebrochen werden. Der Cut wird aller Voraussicht nach bei stolzen sieben Schlägen über Par liegen – und wird dennoch für viele große Namen zur Hürde. Bryson DeChambeau, der Titelverteidiger, scheiterte ebenso wie Justin Rose, Dustin Johnson, Justin Thomas, Ludvig Aberg und Phil Mickelson. Letzterer, kurz vor seinem 55. Geburtstag, verpasste mit zwei Doppelbogeys auf den letzten vier Löchern eine weitere Teilnahme am Wochenende – es wäre seine 27. gewesen. Nicht unwahrscheinlich, dass es sein letzter Start bei einer US Open war.

 

Einziger deutscher Teilnehmer im Feld war Stephan Jäger, Mitglied des Elite Team Germany. Der 35-Jährige aus München wird den Sprung ins Wochenende nach Runden von 73 und 76 Schlägen verpassen. Mit insgesamt +9 fehlen Jäger zwei Schläge.

 

Dagegen sind Scottie Scheffler, Rory McIlroy, Jon Rahm, Collin Morikawa und Brooks Koepka noch im Rennen – ebenso wie Adam Scott, der bei seiner 96. Major-Teilnahme in Folge nach zwei Par-Runden Platz vier belegt. 

 

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