Starker Rosenmüller und zweimal Platzrekord
Das gibt es auch nicht alle Tage im Tour-Golf: Da stellt der US-Amerikaner Kevin Roy in Runde eins der Rocket Classic mit einer bogeyfreien 62 (-10, inklusive Eagle auf der 17) einen neuen Platzrekord im Detroit GC auf. Und keine acht Minuten später wird die Bestmarke vom Südafrikaner Aldrich Potgieter egalisiert – inklusive Eagle auf der 17. Es war also eine Art Synchron-Golf, das die beiden da boten. Das Duo liegt damit in geteilter Führung – einen Schlag vor einem Trio, das vom Australier Min Woo Lee angeführt wird.
Was war da los? Der Platz zu einfach? In der Tat bekam die Anlage in Michigan von den Teilnehmern nicht unbedingt Bestnoten in Sachen Schwierigkeitsgrad. „Es war so ein Tag, da hat es einfach klick gemacht. Ich war echt überrascht, dass mein Holz 5 so weit geflogen ist. Vielleicht war es aber auch das Adrenalin“, so Roy. Und auch sein Landsmann Andrew Putnam meinte nach seiner 64 (-8). „Es war ziemlich einfach da draußen.“
Einen sehr ordentlichen Start legte auch Thomas Rosenmüller hin. Der PGA-Tour-Neuling kam mit einer 67 (-5) ins Ziel und hat die Top Ten damit in Sichtweite. Der Grünbunker der neunten Bahn verhinderte ein noch besseres Ergebnis, denn Rosenmüller kassierte dort das Doppelbogey. Er liegt aber im Klassement einen Schlag vor US-Ryder-Cup-Steuermann Keegan Bradley, der aktuell in den US-Medien für Gesprächsstoff sorgt, weil er es in Erwägung zieht, im September beim Duell gegen Europa ein Playing Captain zu sein. Man wird sehen.
Neben Rosenmüller sind bei der Rocket Classic in Detroit zwei weitere Deutsche im Einsatz: Jeremy Paul und Stephan Jäger unterschrieben jeweils eine 70 (-2) und teilen mit diesem Score Rang 87, was einmal mehr beweist, wie tief man auf diesem doch recht leichten Kurs schießen muss, um ganz vorne mitzuspielen. Aus den Top 50 der Welt sind bei diesem Event der PGA Tour immerhin neun Spieler dabei. Und dann war da noch der kuriose Schlag des US-Amerikaners Ben Griffin, dessen Ball in einem TV-Kamera-Golfcart direkt neben einer Wasserflasche landete. Das Auto musste beiseite gefahren werden, Griffin konnte an Ort und Stelle droppen und weiter ging's.








