Anton Albers: „Der Aufstieg ist auf jeden Fall erreichbar“
Golf.de: Anton, wie ist dein erster Eindruck vom PGA Aroeira? Worauf gilt es hier besonders zu achten – für die Profis, aber genauso für die Amateure?
Anton Albers:Die Fairways sind sehr schmal. Deshalb ist es wichtig, sich vom Tee gut ins Spiel zu bringen. Auch die Grüns sind sehr klein und zum Teil onduliert. Man muss strategisch spielen und die Bälle an den richtigen Stellen platzieren.
Eigentlich werden hier alle Bereiche des Spiels gefordert. Sowohl für die Profis als auch für die Amateure kommt es vor allem darauf an, zunächst die Fairways und anschließend die Grüns zu treffen.
Du hast in diesem Jahr in Tschechien deinen ersten Sieg auf der HotelPlanner Tour gefeiert. Hat dir dieser Erfolg gezeigt, dass du auf dieser Ebene nicht nur konkurrenzfähig bist, sondern auch gewinnen kannst?
Albers:Absolut. Es war ein Ziel von mir, auch auf dieser Tour einen Sieg einzufahren. Dass mir das gelungen ist, ist nicht nur deshalb schön, weil ich damit ein gesetztes Ziel erreicht habe. Es gibt einem auch die Gewissheit, dass man es wieder schaffen kann.
Ich denke, dass ich bereits im vergangenen Jahr auf der Tour gut Fuß gefasst habe. Damals habe ich den Aufstieg auf die DP World Tour nur knapp verpasst. Deshalb hatte ich nach dem Sieg nicht plötzlich das Gefühl, jetzt erst angekommen zu sein. Dieses Gefühl hatte ich schon im vergangenen Jahr.
Trotzdem ist es noch einmal etwas anderes, zu wissen, dass man auf dieser Tour ein Turnier gewinnen kann.
Deine Saison ist trotz des Sieges bislang ein wenig inkonstant verlaufen. Was hat in der Woche deines Erfolgs besonders gut funktioniert? Und woran arbeitest du, um mehr Konstanz in dein Spiel zu bekommen?
Albers: Das ist natürlich schwer zu beantworten. Wenn ich genau wüsste, woran es liegt, würde ich ja nicht absichtlich inkonstant spielen.
Ich bin aber stolz darauf, dass es in der Woche, in der ich mich gut gefühlt habe, auch gereicht hat, um ein Turnier zu gewinnen. Das ist wichtig: Wenn man eine solche Woche erwischt und alles zusammenkommt, muss man seine Leistung abrufen können. Dann sollte man ein Turnier gewinnen oder zumindest ganz vorne mitspielen.
Mein Ziel ist es, deutlich öfter in diese Position zu kommen und solche Wochen regelmäßiger zu erleben. Entscheidend ist aber auch die Erkenntnis, dass ich aus den Wochen, in denen ich mich gut fühle, sehr viel machen kann.
Welche Ziele hast du für den Rest der Saison? Der Aufstieg auf die DP World Tour ist vermutlich das große Ziel.
Albers: Ja, das ist natürlich das große Ziel. Ich befinde mich momentan in einer soliden Ausgangsposition. Der Aufstieg ist auf jeden Fall erreichbar, trotzdem ist noch lange nichts sicher.
Ich muss noch einige wirklich gute Ergebnisse liefern. Besonders wichtig wird der letzte Teil der Saison mit den abschließenden Turnieren, darunter China und anschließend das Grand Final. Dort gibt es noch einmal deutlich mehr Punkte.
Natürlich möchte ich jede Woche gut spielen. Gleichzeitig geht es darum, zum Endspurt nicht nur körperlich, sondern auch mental fit zu sein und dort bestmöglich zu performen. Das Ziel ist, am Ende unter die Top 15 zu kommen und damit den Aufstieg zu schaffen.
Das Grand Final findet wieder in Alcanada statt. Liegt dir der Platz?
Albers: Ich kenne den Platz sehr gut. Wir haben dort früher mit dem Nationalkader viel gespielt und zahlreiche Lehrgänge absolviert.
Natürlich ist es noch einmal etwas anderes, dort ein so bedeutendes Turnier zu spielen. Egal, wie gut man einen Platz kennt: Der Druck und die besondere Atmosphäre lassen sich im Training nur schwer simulieren.
Da ich aber bereits im vergangenen Jahr dort gespielt habe, gehe ich die Aufgabe diesmal etwas anders an. Ich weiß besser, was mich erwartet und was auf mich zukommt. Deshalb bin ich guter Dinge. Ich fühle mich auf dem Platz sehr wohl.
Vielen Dank für das Gespräch und alles Gute für den Rest der Saison!







