Top-Verdienerinnen im Sport: Golf zweimal vertreten
Golf ist zwar nicht die dominierende Sportart auf der Liste der bestbezahlten Sportlerinnen der Welt, doch ganz ohne Vertreterinnen bleibt der Golfsport nicht: Nelly Korda und Jeeno Thitikul haben es als einziges Duo aus dem Golfsport 2025 in die Top 15 der höchstverdienenden Athletinnen geschafft. Das geht aus einem aktuellen Ranking des Wirtschaftsportdienstes Sportico hervor.
Insgesamt nahmen die 15 Top-Verdienerinnen im Jahr 2025 rund 249 Millionen US-Dollar durch Preisgelder, Gehälter, Boni und Sponsoreneinnahmen ein, was einem Plus von zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dennoch bleibt Tennis die klare Nummer eins: Zehn der 15 Athletinnen stammen aus dem Tennissport, angeführt von Coco Gauff, die mit rund 31 Millionen Dollar erneut die Liste anführt.
Korda vor Thitikul – zwei Wege zum Erfolg
Mit Platz sieben im Ranking unterstreicht Nelly Korda einmal mehr ihren Status als das bekannteste Gesicht im Damengolf. Laut Sportico hat die 27-Jährige rund 13,8 Millionen Dollar verdient. Bemerkenswert ist, dass der Großteil davon – etwa elf Millionen Dollar – aus Werbeeinnahmen stammt. Trotz einer LPGA-Saison ohne Sieg sammelte Korda neun Top-Ten-Platzierungen in 19 Starts und profitierte dabei vor allem von lukrativen Verträgen mit Marken wie Nike, TaylorMade, T-Mobile und Goldman Sachs. Nach sieben Turniersiegen im Jahr 2024 fiel das sportliche Abschneiden zwar etwas ab, doch „off the course” legte Korda kräftig zu.
Jeeno Thitikul rangiert auf Platz 15 und kommt auf rund 10,1 Millionen Dollar Gesamteinnahmen. Im Gegensatz zu Korda verdankt die 22-jährige Thailänderin ihren Platz vor allem ihren sportlichen Erfolgen. Rund 7,6 Millionen Dollar erspielte sie sich durch Preisgelder. Allein der erneute Sieg bei der CME Group Tour Championship brachte vier Millionen Dollar ein und brachte ihr den Spitznamen „The Four Million Dollar Woman“ ein. Hinzu kommen etwa 2,5 Millionen Dollar aus Sponsorenverträgen. Thitikul ist zudem bereits die Nummer sieben der LPGA-All-Time-Money-List – und das in so jungen Jahren.
Golf mit Potenzial für mehr
Die Tatsache, dass nur zwei Golferinnen in der Liste vertreten sind, zeigt jedoch auch, dass im Vergleich zu anderen Sportarten weiterhin Aufholbedarf besteht. Die Entwicklung stimmt jedoch optimistisch. So kündigte die LPGA Tour für die Saison 2026 ein Rekord-Preisgeld von insgesamt 132 Millionen Dollar über 31 Turniere an – ein klares Signal, dass das Damengolf wirtschaftlich weiter wächst.
Während Lydia Ko 2024 noch unter den Top 15 war, verpasste sie 2025 den erneuten Einzug. Doch mit steigenden Preisgeldern und wachsender Aufmerksamkeit dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis weitere Golferinnen den Sprung in die Riege der Top-Verdienerinnen schaffen.








