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Sprung in den Poppy's Pond ist längst Teil der Siegerzeremonie der Chevron Championship | © Golfsupport.nl/Club

Der Sprung in Poppy's Pond

Wenn die Siegerin der Chevron Championship den letzten Putt locht, folgt kurz darauf ein fester Ablauf: Schuhe aus, Caddie und Begleiter dazu – und dann der Sprung ins Wasser neben dem 18. Grün. Der Sprung in den „Poppy's Pond“ ist längst Teil der Siegerzeremonie, genauso wie die anschließende Übergabe des Bademantels.

 

Seinen Ursprung hat die Tradition 1988. Amy Alcott sprang nach ihrem Sieg beim damaligen Dinah Shore Turnier im Mission Hills Country Club spontan in den Teich. Ein Jahr später wiederholte sie die Aktion gemeinsam mit der Turnier-Namensgeberin Dinah Shore. In den folgenden Jahren übernahmen weitere Siegerinnen den Sprung – zunächst vereinzelt, später regelmäßig.

Bademantel statt Green Jacket

Mit der Entwicklung des Turniers zum Major etablierte sich auch dieses Ritual. Der Teich erhielt den Namen „Poppy's Pond“ – zurückgehend auf den Spitznamen der Ehefrau des langjährigen Turnierdirektors Terry Wilcox – und wurde zur festen Kulisse der Siegerehrung. Der Sprung entwickelte sich zu einem der wenigen wiederkehrenden Rituale im Profigolf, die unabhängig von Spielern und Generationen Bestand haben.

 

Was das Green Jacket beim Masters in Augusta ist, wurde hier der weiße Bademantel. Auch der Umzug des Turniers 2023 nach Texas änderte daran nichts. Am The Club at Carlton Woods wurde ein entsprechendes Gewässer in die Anlage integriert, um die Tradition fortzuführen. Dort kam es allerdings auch zu kritischen Momenten – etwa als 2025 Siegerin Mao Saigo nach ihrem Triumph ins Wasser ging, obwohl sie nicht schwimmen kann. Zudem wurden Sicherheitsmaßnahmen wie Netze installiert, um Alligatoren fernzuhalten.

Houston ohne Teich

2026 stellt sich die Situation erneut anders dar. Die Chevron Championship wird erstmals im Memorial Park Golf Course ausgetragen – einem städtischen Platz, der ursprünglich nicht für solche Inszenierungen konzipiert wurde. Am 18. Loch gibt es dort keinen natürlichen Teich.

 

Die Organisatoren reagierten darauf mit einer pragmatischen Lösung: Neben dem Grün wurde für die Turnierwoche ein eigens gebautes Wasserbecken installiert. Der sogenannte „Plunge Pool“ ist funktional gedacht – ausreichend groß und tief für den Sprung, aber klar als Provisorium erkennbar.

 

Parallel arbeiten die Verantwortlichen an einer dauerhaften Lösung. Perspektivisch soll der Platz angepasst werden, sodass ein festes Gewässer rund um das 18. Grün entsteht und die Tradition langfristig ohne zusätzliche Infrastruktur fortgeführt werden kann.

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