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Sebastian Buhl in typischer Spieltags-Position: Der Coach will mit den Damen des GC St. Leon-Rot das Final Four 2025 gewinnen. | © Stefan Heigl

Besonnen, bodenständig, Buhl

An den 31. August 2006 erinnert sich Sebastian Buhl noch genau. Damals, knapp zwei Monate nachdem Italien in Berlin Fußball-Weltmeister geworden war, stand der junge deutsche Pro zum ersten Mal in München am Tee einer BMW International Open. „Mir war so schlecht, dass ich mich beinahe übergeben hätte“, erinnert sich Buhl. Aber es ging alles gut. Mit einem Monster-Drive spaltete er das Fairway und konnte sein Turnierdebüt genießen. „In Runde zwei hatte ich ein Wedge ins Grün und konnte die Zuschauer auf der Tribüne hören. Das vergesse ich nie. Diesen Lärm habe ich heute noch im Ohr.“ Den Cut verpasste er, Henrik Stenson gewann das Event in Eichenried, Bernhard Langer und Marcel Siem waren als T13 die besten Deutschen.

 

Und heute? Knapp 20 Jahre später? Ist Sebastian Buhl Coach der Damenmannschaft des GC St. Leon-Rot. In der 1. Bundesliga Süd sind seine Mädels in der Saison 2025 der Deutschen Golf Liga presented by All4Golf einmal mehr so etwas wie der Dominator. Vier Spieltage, vier Siege. Team SLR marschiert vorneweg und hat das Ticket fürs Final Four am 2./3. August im GC München-Riedhof sicher. Die Zimmer sind gebucht, die Mannschaft wird zeitig anreisen, um sich ideal aufs große Highlight vorzubereiten. „Wir haben aktuell viele Spielerinnen bei nationalen und internationalen Wettkämpfen im Einsatz. Da kommt es stark auf eine sinnvolle Belastungssteuerung an“, so Buhl. 

 

Der 40-jährige Familienvater bezeichnet sich als bodenständigen, besonnenen Coach. Er fordere viel von seinen Spielerinnen, stehe für eine klare Ansprache und seine direkte Art. Aber immer fair und sensibel. Er arbeitet mit Menschen, nicht mit Maschinen. „Ich verlange wirklich viel von den Mädels. Wir wollen alle immer besser werden, aber wenn der Spieltag läuft, bin ich auf dem Platz eher leise. Da soll das Team Verantwortung übernehmen. Je größer der Druck wird, desto ruhiger werde ich.“ Und genau das schätzen sie sehr an ihrem „Buhli“. Er ist nie laut, beobachtet genau und geht sachlich in die Analyse. Sebastian Buhl freut sich an den Erfolgen seiner Mädels – nicht nur in der DGL. „Der 19. Platz von Charly Back beim Amundi German Masters war großartig, aber vielleicht wäre sogar noch mehr drin gewesen.“

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Der sportliche Ehrgeiz ist immer da. Wenn du Coach in St. Leon-Rot bist, ist das normal. Da willst du immer der oder die Beste sein. Das war ihm bewusst, als sich Buhl 2020 der SLR-Academy angeschlossen hat. Dort entwickelt er aber nicht nur erfolgreiche Athleten, sondern Menschen. Natürlich nimmt der Golfsport eine sehr große Rolle im Alltag des Sebastian Buhl ein. Er weiß aber auch sehr genau, dass es Wichtigeres gibt im Leben als Golf: „Gesundheit und Familie gehen immer vor.“ Das spüren seine Spielerinnen. 

 

Und auch die Verantwortlichen des GC St. Leon-Rot wissen, was sie an ihrem „Buhli“ haben. Clubmanager Moritz Lampert: „Sebastian ist seit einigen Jahren bei uns als Damentrainer aktiv und konnte hier aus seinem großen Erfahrungsschatz seiner eigenen Karriere den Spielerinnen bei allen Fragen zur Seite stehen. 2014 konnten wir gemeinsam die Finalrunde beim deutschen Challenge-Tour-Turnier in Bad Griesbach bestreiten und ich freue mich, dass wir nun gemeinsam im Golf Club St. Leon-Rot wirken. Er zeichnet sich durch einen unermüdlichen Einsatz, tolle Teamfähigkeit und ein unbändiges Streben nach Wissen aus. Wir sind froh, ihn zu haben.“

 

Einen Tag vor dem Auftakt des Final Four 2025 am Riedhof feiert Sebastian Buhl seinen 41. Geburtstag. Für den Bayern ist so ein Showdown in München so oder so etwas Besonderes. Matchplay-Modus. Da kann vieles passieren. Die Konkurrenz schläft nicht. Vielleicht schenken ihm seine Mädels den zweiten Titel nach 2023. Und vielleicht korrigiert die SLR-Academy dann auch ihre Website, denn: Sebastian Buhl ist nicht in „Strabingen“, sondern in Straubing geboren. Aber auch diesen Mini-Fauxpas sieht er locker und entspannt: „Es gibt Wichtigeres.“ 

 

Diese Teams holten in der DGL-Saison 2025 vier Siege an vier Spieltagen:

 

  • GC St. Leon-Rot (1. Bundesliga Süd Damen)
  • GC Rhein-Sieg (Oberliga Mitte 1 Damen)
  • Thüringer GC (Oberliga Mitte 3 Damen)
  • Lübeck-Travemünder GK (Oberliga Nord 1 Damen)
  • Berliner GC Stolper Heide II (Oberliga Nord 4)
  • GC Wörthsee (Oberliga Süd 3)
  • GC Chieming (Oberliga Süd 4)
  • Royal Dortmund (Oberliga West 3)
  • GC Hamburg Wendlohe (Regionalliga Nord 1)
  • GC Domäne Niederreutin (Regionalliga Süd 1)
  • GC München Eichenried (Regionalliga Süd 2)
  • Dortmunder GC (Regionalliga West 2)
  • GC Peine-Edemissen (Landesliga Nord 7)
  • Wittelsbacher GC (Landesliga Süd 4)

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