Langer und Cejka in Lauerstellung
Bernhard Langer hat noch eine besondere Serie zu verteidigen. Seit 2007 hat der Anhausener in jeder Saison auf der PGA Tour Champions mindestens einen Titel gewonnen. 2024 wackelte diese Serie, als Langer ohne Saisonsieg in die Charles Schwab Cup Championship, das letzte Turnier des Jahres, ging. Damals konnte er ausgerechnet beim Saisonfinale diese unglaubliche Statistik am Leben halten. Diese Woche ist die Ausgangsposition dieselbe: Ohne Titel im Gepäck schlägt Langer im Phoenix Country Club ab. Erneut hängt die Siegesserie am seidenen Faden.
Doch Langer hat noch nicht fertig. Ende September bewies er auf der Legends Tour, dass er das Siegen nicht verlernt hat – auch mit 68 Jahren nicht. Er gewann erstmals sein Heimturnier, die Winstongolf Senior Open bei Schwerin. Und das mit sechs Schlägen Vorsprung. Das Niveau ist nicht mit der PGA Tour Champions zu vergleichen. Hier spielen die besten Senioren der Welt wie Steven Alker, Miguel Ángel Jiménez oder Stewart Cink. In dieser starken Konkurrenz und in Langers Alter noch um Titel mitzuspielen, ist eine andere Nummer. Doch der 47-fache Champion auf der Tour spielt beim letzten Stopp des Jahres noch einmal ganz vorne mit.
Gemeinsam auf T7
Langer unterspielte am zweiten Tag der Charles Schwab Cup Championship zum 34. Mal in seiner Champions-Karriere und zum elften Mal in dieser Saison sein Alter. Mit einer 67 (-4) rückte er auf den geteilten siebten Rang (-6) vor. Auf dem Weg zu seinem letzten Sieg auf der PGA Tour Champions hatte der Titelverteidiger dreimal in Folge sein Alter unterspielen können. Ähnliches wird er voraussichtlich auch diese Woche benötigen, um diese beeindruckende Siegesserie fortzusetzen.
Gemeinsam mit Langer teilt sich unter anderem Landsmann Alex Cejka Rang sieben. Der 54-Jährige unterschrieb am Freitag seine zweite 68 in Folge und jagt seinen zweiten Titel in dieser Saison. Im Kampf um die Saisonkrone haben beide Deutschen übrigens nichts mehr zu melden. Cejka belegt im Charles Schwab Cup Rang zwölf, Langer Rang 27.
Fünf Schläge vor dem deutschen Duo liegt der Neuseeländer Alker mit elf unter Par. Der 54-Jährige ging auch als Führender der Gesamtwertung ins Saisonfinale. Damit könnte Alker der dritte Spieler in der Geschichte der PGA Tour Champions werden, der drei Charles Schwab Cups oder mehr gewinnt. Der andere ist Langer mit sechs Titeln. Doch die Spitzengruppe ist dicht gedrängt. Der Drittplatzierte im Charles Schwab Cup, Cink, liegt nur einen Schlag hinter Alker. Der Zweitplatzierte Jiménez folgt auf T4 bei acht unter Par.








