Zurück zur Normalität
PGA Tour: The CJ Cup
TPC Craig Ranch, Texas, 21. bis 24. Mai
Mit dem CJ Cup kehrt die PGA Tour in dieser Woche nach Texas zurück – genauer gesagt zum TPC Craig Ranch im Großraum Dallas. Das traditionsreiche Turnier, das den Namen der Golflegende Byron Nelson trägt, verbindet Historie mit modernem Anspruch – nicht zuletzt durch eine umfassende Platzrenovierung vor der Saison 2026.
Im Mittelpunkt steht einmal mehr Scottie Scheffler. Der gebürtige Texaner und aktuelle Weltranglistenerste kehrt als Titelverteidiger zurück, nachdem er im Vorjahr mit einem dominanten Sieg mit acht Schlägen Vorsprung triumphierte. Mit einem Ergebnis von 31 unter Par stellte er eine der besten Turnierleistungen der PGA-Tour-Geschichte auf und unterstrich seine Ausnahmestellung – ausgerechnet bei dem Turnier, bei dem er einst als Teenager sein Debüt gab.
Doch auch die Konkurrenz ist prominent: Jordan Spieth, der ebenfalls aus Dallas stammt, geht bei seinem Heimturnier an den Start und hofft auf den nächsten Spitzenplatz. Si Woo Kim zählt mit konstant starken Leistungen in dieser Saison ebenfalls zum erweiterten Favoritenkreis. Mit Matti Schmid kann auch ein Spieler des Elite Team Germany zu den Titelanwärtern gezählt werden. Der gebürtige Regensburger wurde am vergangenen Sonntag geteilter Vierter bei der PGA Championship und bewies damit seine aktuelle Formstärke. Mit Stephan Jäger und Jeremy Paul sind zwei weitere Athleten des Elite Teams am Start.
Der Kurs selbst hat sich deutlich verändert. Unter der Leitung von Lanny Wadkins wurde die Anlage umfassend modernisiert. Neue Bunker, überarbeitete Grüns, veränderte Längen und ein strategisch anspruchsvolleres Layout sollen verhindern, dass erneut extrem niedrige Scores dominieren. Fairways aus Zoysia-Gras und widerstandsfähiges Bermudagras im Rough schaffen zudem neue spielerische Herausforderungen.
Neben dem Sport setzt das Turnier auch gesellschaftliche Akzente. Im Rahmen des „Mental Health Awareness Month“ werden zahlreiche Initiativen unterstützt, darunter Charity-Aktionen rund um das ikonische Par-3-Loch 17 („The Ranch“), bei denen Spenden für mentale Gesundheitsprogramme gesammelt werden.
Ladies European Tour: Lalla Meryem Cup
Royal Golf Dar Es Salam, Marokko, 21. bis 23. Mai
In dieser Woche führt die Lalla Meryem Cup die Ladies European Tour nach Rabat. Das traditionsreiche Turnier geht 2026 in seine 29. Runde und wird auf dem Blue Course des Royal Golf Dar Es Salam ausgetragen. Der Par-73-Kurs, entworfen von Robert Trent Jones, zählt zu den anspruchsvolleren Layouts im Kalender der Ladies European Tour. Enge Fairways und schnelle, ondulierte Grüns verlangen höchste Präzision. Parallel dazu wird auf dem Red Course die Hassan II Golf Trophy der PGA Tour Champions ausgetragen – ein besonderes Doppel-Event im marokkanischen Golfkalender.
Sportlich kehrt die Titelverteidigerin Cara Gainer zurück, die im Vorjahr im Stechen gegen Diksha Dagar ihren ersten Sieg auf der Ladies European Tour feiern konnte. Ebenfalls im Teilnehmerfeld ist Klára Davidson Spilková, Siegerin von 2017. Zu den Topfavoritinnen zählt Casandra Alexander, die aktuell im Race to Order of Merit führt und nach einer weiteren starken Woche als bestplatzierte Spielerin der Weltrangliste ins Turnier geht. Auch Shannon Tan, Gewinnerin des Order of Merit 2025, gehört zum hochklassigen Teilnehmerfeld.
Mit viel Rückenwind reist zudem Leonie Harm an, die in der Vorwoche beim Amundi German Masters powered by VcG ihren emotionalen Heimsieg feiern konnte. Sie ist eine von acht deutschen Spielerinnen im Feld. Die anderen sind Sophie Witt, Chiara Noja, Laura Fünfstück, Patricia Schmidt, Alexandra Försterling, Celina Sattelkau und Carolin Kauffmann. Ergänzt wird das Teilnehmerfeld durch weitere Saisonsiegerinnen wie Esme Hamilton, Agathe Laisné und Kelsey Bennett.
Aus lokaler Sicht ruhen die Hoffnungen auf Maha Haddioui, die das Gastgeberland anführt. Zudem sorgt das Nachwuchstalent Sofia Cherif Essakali für Aufmerksamkeit, die hier bereits als 13-Jährige den Cut geschafft hatte.
DP World Tour: Soudal Open
Rinkven International GC, Belgien, 21. bis 24. Mai
In dieser Woche geht mit der Soudal Open die Fortsetzung des European Swings der DP World Tour in die nächste Runde. Dabei kann das Turnier auf eine lange und bewegte Geschichte zurückblicken. Erstmals wurde das Turnier 1910 ausgetragen und vom Open-Champion Arnaud Massy gewonnen. Es zählt zu den traditionsreichsten Veranstaltungen im europäischen Golf. Über Jahrzehnte prägte insbesondere Flory Van Donck das Event mit insgesamt fünf Siegen – ein Rekord, der bis heute Bestand hat. Nach mehreren Unterbrechungen und Formatwechseln – darunter das innovative „Belgian Knockout” – wird das Turnier inzwischen wieder im klassischen 72-Loch-Zählspiel ausgetragen. 2026 feiert es seine 20. Austragung im Rahmen der DP World Tour.
In diesem Jahr stehen auch die heimischen Spieler im Fokus. Allen voran Thomas Detry, der trotz mehrerer zweiter Plätze noch auf seinen ersten Sieg auf der DP World Tour wartet, sich aber längst als feste Größe etabliert hat. Ebenfalls mit dabei ist Matthis Besard, der um seine Rückkehr auf die Tour kämpft. Währenddessen nutzen zahlreiche weitere belgische Profis und Amateure die Chance, sich vor heimischem Publikum zu präsentieren.
Für einen emotionalen Höhepunkt wird der Abschied von Nicolas Colsaerts sorgen. Der Ryder-Cup-Held von 2012 bestreitet bei seinem Heimturnier sein 505. und zugleich letztes Event auf der DP World Tour. Nach fast drei Jahrzehnten Karriere mit drei Turniersiegen und zahlreichen internationalen Einsätzen verabschiedet sich einer der prägendsten Golfer Belgiens von der großen Bühne – und das an dem Ort, an dem seine Wurzeln liegen.
Sportlich geht es zugleich um wichtige Punkte im European Swing. Yurav Premlall führt aktuell die Sonderwertung an. Er machte zuletzt in Katalonien mit einem beeindruckenden Sieg auf sich aufmerksam. Doch da noch mehrere Turniere ausstehen, ist das Rennen völlig offen. Neben Preisgeld winkt dem Gewinner des Swings ein Bonus sowie Startplätze für hochkarätige Events wie die Genesis Scottish Open.
Sechs Deutsche dabei
Entsprechend stark besetzt ist das Teilnehmerfeld. Mit von der Partie sind mehrere Saisonsieger wie Jordan Gumberg, Mikael Lindberg, Casey Jarvis, Freddy Schott, Nacho Elvira und Jayden Schaper. Auch die etablierten Spieler Paul Waring und Victor Perez sind dabei und unterstreichen die internationale Qualität des Turniers. Neben Schott sind mit Marcel Siem, Maximilian Kieffer, Nicolai von Dellingshausen, Marcel Schneider und Yannik Paul fünf weitere deutsche Spieler dabei. Siem bestreitet die ersten beiden Runden des Turniers gemeinsam mit seinem Freund Colsaerts, der sich verabschiedet.
HotelPlanner Tour: Danish Golf Challenge
Odense Eventyr Golf, Dänemark, 21. bis 24. Mai
Die Danish Golf Challenge ist die dritte Station des europäischen Abschnitts auf der „Road to Mallorca” und zugleich das achte Event der Saison auf der HotelPlanner Tour. Nach der Austragung im vergangenen Jahr kehrt das Turnier nun nach Odense zurück, wo der Odense Eventyr Golf Club erneut als Gastgeber fungiert. Der Platz zählt zu den renommiertesten Anlagen des Landes und ist nicht nur für sein offenes Parkland-Layout, sondern auch für seine besondere thematische Gestaltung bekannt: Jede Bahn ist nach einem Märchen von Hans Christian Andersen benannt, der in Odense geboren wurde.
Sportlich knüpft das Turnier an eine klare skandinavische Erfolgsgeschichte an. Bereits im Jahr 2000 triumphierte der Schwede Fredrik Henge an gleicher Stelle, 2024 gewann Andreas Halvorsen mit 19 unter Par. Im vergangenen Jahr setzte sich der Däne Jonathan Gøth-Rasmussen knapp gegen Calum Fyfe durch und bestätigte damit den Trend zu niedrigen Scores. Auch Matteo Manassero ist einer der prominenten Namen in der Siegerliste der jüngeren Vergangenheit.
Für einige Spieler dürfte diese Woche besonders herausfordernd werden, da die Final-Qualifikation für die US Open unmittelbar zuvor im englischen Walton Heath stattfand. Akteure wie Tapio Pulkkanen, Callum Farr und Jhared Hack reisten direkt im Anschluss nach Dänemark weiter. Pulkkanen verpasste die Qualifikation nur knapp, während MJ Daffue zwar ebenfalls antrat, diese Woche jedoch nicht zum Teilnehmerfeld gehört.
Das deutsche Lager ist zahlreich vertreten. Gleich 13 Spieler aus Deutschland sind am Start: Fabius Will, Bradhering Frederik Eisenbeis, Tiger Christensen, Anton Albers, Nick Bachem, Hurly Long, Jannik de Bruyn, Alexander Knappe, Christian Bräunig, Michael Hirmer, Linus Lang, Philipp Katich und Jan Schneider. Sie alle wollen an den deutschen Erfolg aus dem Jahr 2022 anknüpfen, als Freddy Schott dieses Turnier gewinnen konnte. Derzeit ist der 26-jährige de Bruyn auf Rang 22 der beste Deutsche der Saison laut „Road to Mallorca”.
Weitere Turniere mit deutscher Beteiligung:
Asian Tour: Korea Open Golf Championship
Woo Jeong Hills Country Club, Südkorea, 21. bis 24. Mai
Dominic Foos
PGA Tour Americas: Open de Ecuador
Quito Tenis & Golf Club, Ecuador, 21. bis 24. Mai
Jonas Baumgartner
Sunshine Tour: SunBet Challenge-Sun Boardwalk
Humewood Golf Club, Südafrika, 20. bis 22. Mai
Allen John und Morris Schiefner
PGA Tour Champions: Trophy Hassan II
Royal Golf Dar Es Salam, Marokko, 21. bis 23. Mai
Alex Cejka
Korn Ferry Tour: Visit Knoxville Open
Holsten Hills Country Club, Tennessee, 21. bis 24. Mai
Thomas Rosenmüller
LET Access Series: Allegria Stegersbach Ladies Open
Südburgenland Allegria Golf Resort, Österreich, 20. bis 22. Mai
Emma Rehn, Susanna Brenske, Hannah Karg, Hanna Tauber, Chiara Horder, Lisa Marie Schumacher, Kimberley Sommer, Anna-Maria Diederichs und Theresa De Bochdanovits







