Hammer nimmt Schwung mit nach Estland
Marc Hammer hat seine starke Form aus der Vorwoche mit nach Estland genommen. Der 27-Jährige setzte sich mit einer beeindruckenden 64 (-8) an die Spitze des Feldes zum Auftakt der Infortar Estonian Challenge. Im Estonian Golf and Country Club spielte der Deutsche neun Birdies bei nur einem Bogey und liegt nach der ersten Runde mit einem Schlag Vorsprung an der Spitze.
Hammer profitierte von den ruhigen Bedingungen am Morgen und wusste diese konsequent zu nutzen. „Es war schön. Es war heute Morgen ziemlich windstill und die Grüns waren in einem hervorragenden Zustand. Der Platz ist in einem großartigen Zustand“, sagte der Führende. Vor allem sein kurzes Spiel überzeugte: „Meine Wedges waren großartig. Ich habe einige Schläge ganz nah an die Fahne gespielt und auch das Putten war ordentlich. Ich habe ein paar kurze Putts gelocht, aber auch einige aus mittlerer Distanz.“
Hammer legte mit drei Birdies auf den ersten fünf Löchern los. Nach einem Schlagverlust an der siebten Bahn antwortete er sofort mit zwei Birdies auf den Löchern acht und neun und ging mit 32 Schlägen auf die Back Nine. Dort ließ er vier weitere Birdies folgen und stellte erneut eine 32 auf die Scorekarte.
Dass er überhaupt in Estland abschlägt, verdankt er seiner starken Leistung in der vergangenen Woche. Mit einem Top-Ten-Ergebnis bei der Raiffeisenbank Golf Challenge sicherte er sich einen Startplatz und scheint den Rückenwind direkt mitgenommen zu haben „Ich hatte dieselbe Einstellung wie vergangene Woche“, erklärte Hammer. „Ich habe den Ball in den letzten Tagen eigentlich nicht besonders gut getroffen und noch etwas an meinem Schwung gearbeitet. Deshalb wusste ich gar nicht so recht, was mich erwartet. Ich wollte einfach mit derselben Mentalität in die Runde gehen und bin dann richtig gut gestartet.“
Angriffslust soll bleiben
Trotz seiner Führung denkt der Deutsche noch nicht ans Wochenende. „Nach der ersten Runde ist ein guter Score natürlich schön, aber ich muss einfach weiterkämpfen und genauso weiterspielen. Strategisch werde ich nichts ändern, sondern aggressiv bleiben und mein Spiel durchziehen.“ Nach der Runde stand für ihn dennoch keine Entspannung auf dem Programm. „Ich gehe jetzt noch auf die Driving Range, arbeite ein wenig an meinem Schwung, fahre dann zurück ins Hotel und mache ein Nickerchen“, sagte er mit einem Lächeln.
Mit einer 65 (-7) teilen sich der Engländer John Gough, der Däne Sebastien Friedrichsen und der Franzose Pierre Pineau Rang zwei. Aus deutscher Sicht ist ebenfalls stark unterwegs Jannik de Bruyn, der nach einer 66 (-6) gemeinsam mit zwei weiteren Spielern den geteilten fünften Platz belegt. Hammer geht am Freitag um 13:35 Uhr Ortszeit in die zweite Runde und hat beste Chancen, seine starke Form auf der HotelPlanner Tour weiter zu bestätigen.







