Siem mit Ass in Amsterdam
Vielleicht wird Marcel Siem demnächst öfter KLM fliegen, denn Tickets für die Airline hat er nun zwei mehr. Beim Event der DP World Tour in den Niederlanden erzielte der 45-jährige Routinier aus Deutschland das erste Hole-in-One der Auftaktrunde: Am Freitag lochte Siem seinen Ball auf Bahn vier von The International nahe Amsterdam direkt vom Tee weg ein, als er noch seinen ersten Durchgang zu Ende spielen musste. 136 Meter, Par 3, Eisen 9, rein ins Glück. Es war Siems achtes Ass auf der Tour.
„Ich bin sehr happy, zumal es bei diesen schwierigen Bedingungen mit viel Wind passiert ist. Das ist ein Bonus. Der Ball kam einmal auf und war drin. Das war sehr schön“, so Siem. Es war durchaus ein anstrengender Tag für Siem, da er wegen des schwierigen Wetters Runde eins erst zu Ende bringen und dann direkt zu Durchgang zwei starten musste. Der 67 aus Runde eins folgte eine 72, die ihn bei gesamt -3 im vorderen Mittelfeld übernachten lässt. Siem ist damit sicher im Cut und bester Deutscher.
Nicolai von Dellingshausen (mit Siem unterwegs und auf Bahn elf am Freitag nur um Zentimeter an einem weiteren Hole-in-One vorbei) ließ seiner 76 aus Runde eins eine 66 folgen und darf sich mit Even noch Hoffnungen aufs Wochenende machen. Da auch am Freitag nicht alle zu Ende spielen konnten, ist das Feld noch auseinandergerissen. Marcel Schneider steht nach elf Löchern von Durchgang zwei bei -3 und schnuppert noch an den Spitzenrängen. Yannik Paul (78, 68/+4) wird es wohl nicht in die Entscheidung schaffen. Einige Spieler müssen am Samstag ab 7:15 Uhr noch acht Löcher der zweiten Runde absolvieren, ehe es etwa um 10 Uhr mit an zwei Tees in Durchgang drei gehen wird.
Die KLM Open ist eine der traditionsreichsten Stationen der DP World Tour und bildet 2026 die dritte nationale Open-Woche in Folge im Rahmen des European Swings. Die Veranstaltung selbst blickt auf eine lange Geschichte zurück: Sie wird seit 1912 ausgetragen und zu den Siegern gehörten unter anderen Seve Ballesteros, Bernhard Langer und Martin Kaymer. Aus sportlicher Sicht ruhen die Hoffnungen der Gastgeber vor allem auf Joost Luiten, der seinen dritten Heimsieg anpeilt und traditionell für große Zuschauermengen sorgt. Turnierdirektor ist der ehemalige Fußballprofi Ruud Gullit.







