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Nicolai von Dellingshausen hat bei der Open de España die Chance, sich einen Startplatz für ein Major zu sichern, und Alexandra Försterling möchte in Südkorea an ihre starke Form anknüpfen. | © Getty Images / LET

Major-Tickets in Spanien und etliche Deutsche auf Asientour

DP World Tour: Open de Espana

Club de Campo Villa de Madrid, Spanien, 8. bis 11. Oktober

Der Kampf um die Race-to-Dubai-Wertung geht in die entscheidende Phase. Nach der Open de España stehen in der regulären Saison nur noch die Turniere in Indien und Südkorea auf dem Programm, bevor die besten Spieler in die DP World Tour Playoffs einziehen. Patrick Reed führt derzeit die Saisonwertung an und ist auch in Madrid dabei. Nach Abschluss der „Back 9” qualifizieren sich die besten 70 Spieler für das erste Playoff-Turnier in Abu Dhabi. Dort geht es darum, unter die besten 50 verfügbaren Spieler zu kommen und sich somit für das Saisonfinale, die DP World Tour Championship in Dubai, zu qualifizieren.

 

Auch weiter hinten in der Rangliste wird es eng. Die Genesis Championship in Südkorea ist die letzte Gelegenheit, sich unter die Top 100 zu spielen und sich somit die Kategorie 10 für 2027 zu sichern. Zudem erhalten die zehn besten Spieler der finalen Race-to-Dubai-Wertung, die sich nicht bereits anderweitig qualifiziert haben, eine Spielberechtigung für die kommende Saison auf der PGA Tour.

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Entsprechend prominent ist das Teilnehmerfeld in Madrid besetzt. Neben Reed schlagen mit Justin Rose, Shane Lowry, Francesco Molinari, Danny Willett, Bubba Watson und Sergio Garcia gleich mehrere Major-Sieger ab. Auch vier Mitglieder des europäischen Ryder-Cup-Teams von 2025 sind dabei: Rose und Lowry werden von Tyrrell Hatton und Ludvig Åberg ergänzt. Für Åberg ist es der erste Auftritt bei der Open de España.

 

Auch Titelverteidiger Marco Penge steht im Mittelpunkt. Der Engländer erlebte 2025 eine außergewöhnliche Saison und machte in Madrid den nächsten Schritt. Im Stechen setzte er sich gegen seinen Landsmann Daniel Brown durch und feierte damit seinen dritten Sieg des Jahres. Der Sieger von Madrid hat in diesem Jahr einen zusätzlichen Anreiz: Mit dem Titel ist ein Startplatz beim Masters verbunden. Im vergangenen Jahr war Penge der erste Spieler, der von dieser neuen Qualifikationsmöglichkeit profitierte.

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Auch für die Open Championship gibt es einen Startplatz zu gewinnen. Der beste Spieler im Feld, der sich noch nicht für das Turnier qualifiziert hat, erhält über die Open Qualifying Series eine Teilnahmeberechtigung für die 155. Austragung der Open in St Andrews. Während einige der großen Namen in Madrid vor allem um den Titel und die Spitze der Race-to-Dubai-Wertung kämpfen, geht es für andere um ihre unmittelbare Zukunft auf der Tour. 

 

So auch für einige deutsche Spieler: Marcel Siem, Thomas Rosenmüller, Nicolai von Dellingshausen und Jeremy Paul rangieren alle außerhalb der Top 100, wobei von Dellingshausen dank seines Siegs bei der Austrian Alpine Open im vergangenen Jahr auch 2027 sicher auf der DP World Tour abschlagen darf. Für die anderen drei steht die Zukunft in Europas erster Liga jedoch auf dem Spiel. Als fünfter Deutscher ist Freddy Schott in Spanien am Start. Als 37. des Race-to-Dubai-Rankings nimmt der 25-Jährige Kurs auf das Saisonfinale in Dubai.

Ladies European Tour: Aramco Korea Championship

New Korea Country Club, Südkorea, 8. bis 11. Oktober

Zum dritten Mal in Folge gastiert die Aramco Korea Championship im New Korea Country Club. Keine Spielerin kennt das Turnier besser als Hyo Joo Kim: Die Weltranglistenvierte triumphierte 2024 und 2025 jeweils vor heimischem Publikum. Nun hat Kim die Chance, als erste Spielerin drei Ausgaben in Folge zu gewinnen. Die Aufgabe wird allerdings anspruchsvoll, denn mit Miyu Yamashita steht die Nummer fünf der Welt im Teilnehmerfeld. Auch die Major-Siegerinnen Jeongeun Lee6 und Sung Hyun Park wollen der Lokalmatadorin den Titel streitig machen.

 

Die Aramco Korea Championship ist das erste von mehreren Turnieren der Ladies European Tour in Asien. Gleichzeitig ist es die vierte Station der 2026 ausgetragenen PIF Global Series. Zuvor fanden bereits die PIF Saudi Ladies International, die Aramco Championship und die PIF London Championship statt. Neben den koreanischen Topstars und Yamashita ist auch die aktuelle Nummer eins der LET Order of Merit, Casandra Alexander aus Südafrika, dabei. Sie führt die Saisonwertung an und kann ihre Position in Korea weiter ausbauen. Ebenfalls im Feld steht Shannon Tan. Die Singapurerin gewann 2025 die Order of Merit und reist mit Rückenwind nach Korea, denn bei den Asian Games in der vergangenen Woche holte sie die Bronzemedaille.

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Im LET-Kalender 2026 stehen nur noch fünf Veranstaltungen, weshalb für die Spielerinnen die entscheidende Phase im Rennen um die Order of Merit und die Rookie-of-the-Year-Wertung beginnt. Auch die Spielberechtigungen für die Saison 2027 sind noch nicht endgültig vergeben. Jede Platzierung und jeder gewonnene Punkt kann in den kommenden Wochen daher entscheidend sein.

 

Das gilt auch für die deutschen LET-Spielerinnen. Mit Leonie Harm, Patricia-Isabel Schmidt, Alexandra Försterling, Celina Sattelkau und Olivia Cowan sind fünf von ihnen am Start. Försterling spielt als Viertplatzierte der Order of Merit die mit Abstand konstanteste Saison aus dem deutschen Lager. Harm wiederum konnte mit dem Amundi German Masters powered by VcG ihren ersten Sieg auf der LET feiern. Cowan kämpft als 103. der Rangliste ebenso wie Schmidt als 78. um ihre volle Tourkarte. Nur die Top 70 sichern sich den entsprechenden Kategorie-Status.

PGA Tour: Baycurrent Classic

Yokohama Country Club, Japan, 8. bis 11. Oktober

Die PGA Tour beginnt ihre internationale Phase des FedExCup-Herbsts in Japan. Bei der Baycurrent Classic im Yokohama Country Club trifft der Titelverteidiger Xander Schauffele auf ein hochkarätiges Teilnehmerfeld, zu dem unter anderem der US-Open-Champion Wyndham Clark, Collin Morikawa, Justin Thomas und der Lokalmatador Hideki Matsuyama gehören. Für Schauffele war es der erste Sieg seit seinem Triumph bei der Open 2024. Eine erfolgreiche Titelverteidigung wäre eine Premiere in der Geschichte des Turniers – bislang ist es keinem Sieger gelungen, seinen Titel im Folgejahr erneut zu gewinnen.

 

Schauffele ist jedoch nicht der am höchsten platzierte Spieler im Teilnehmerfeld. Diese Rolle übernimmt Clark. Der US-Amerikaner steht auf Platz fünf der Weltrangliste und hat in dieser Saison bereits drei Turniere gewonnen. Zu seinen Erfolgen gehört auch sein zweiter US-Open-Titel. Dahinter versammelt das Turnier zahlreiche weitere Stars. Mit von der Partie sind unter anderem Morikawa, der das Turnier 2023 noch unter dem Namen Zozo Championship gewann, sowie Thomas, Adam Scott, Sungjae Im und Min Woo Lee. Auch Keegan Bradley, Assistenzkapitän des US-Presidents-Cup-Teams, tritt in Japan an.

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Die Blicke des Gastgeberlands richten sich vor allem auf Matsuyama und Ryo Hisatsune. Matsuyama hat das Turnier bereits 2021 gewonnen und zählt zu den erfolgreichsten japanischen Spielern der letzten Jahre. Bei Tom Kim gab es eine kurzfristige Änderung. Der Südkoreaner gehörte ursprünglich zu dem 72 Spieler umfassenden Feld, zog seine Teilnahme jedoch nach seinem Goldmedaillengewinn bei den Asian Games zurück. Die Baycurrent Classic ist das dritte Turnier des FedExCup-Herbsts. Entsprechend wichtig ist diese Woche für zahlreiche Spieler, die um ihre Position in der Saisonwertung kämpfen.

 

Besonders interessant ist die Zone zwischen den Plätzen 51 und 60: Die zehn Spieler, die nach Abschluss der Herbstserie dort stehen, erhalten Startplätze für die ersten beiden Signature Events der Saison 2027, das AT&T Pebble Beach Pro-Am und das Genesis Invitational. Stephan Jäger vom Elite Team Germany ist der einzige deutsche Spieler im Feld und liegt auf dem 85. Platz im FedExCup. Damit ist für den Münchner in dieser Saison noch alles möglich. Sowohl eine Verbesserung unter die Top 60 als auch eine Verschlechterung außerhalb der Top 100 sind denkbar, denn Jägers aktuelle Form ist durchwachsen. Bei seinen vergangenen fünf Starts waren zwei 26. Plätze das höchste der Gefühle. Die Baycurrent Classic spielt der 37-Jährige zum ersten Mal seit 2022 wieder.

HotelPlanner Tour: Hainan Open

Sanya Luhuitou GC, China, 8. bis 11. Oktober

Die „Road to Mallorca“ biegt auf die Zielgerade ein. Mit der Hainan Open auf der chinesischen Insel Hainan beginnt der Final Swing der HotelPlanner Tour. In Sanya geht es dabei nicht nur um ein erhöhtes Preisgeld und wichtige Ranglistenpunkte. Das Turnier hat sich in den vergangenen Jahren als regelrechtes Sprungbrett zur DP World Tour erwiesen. Die Hainan Open wird 2026 zum achten Mal ausgetragen, gleichzeitig jährt sich die Premiere des Turniers zum zehnten Mal. Gespielt wird erneut im Sanya Luhuitou Golf Club, der zum dritten Mal in Folge Schauplatz der Veranstaltung ist.

 

Die Stadt Sanya an der Südspitze Hainans ist mit ihrem tropischen Klima, den Bergen im Hinterland und dem Blick auf das Südchinesische Meer ein außergewöhnlicher Austragungsort für die HotelPlanner Tour. 2016 musste das Turnier wegen heftiger Regenfälle auf 36 Löcher verkürzt werden. Alexander Knappe gewann damals mit neun unter Par. Er ist auch dieses Jahr wieder dabei.

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Knappe ist einer von sechs Deutschen im Teilnehmerfeld. Vier von ihnen qualifizierten sich über die Saisonwertung. Denn nur die besten 68 der Gesamtwertung der HotelPlanner Tour sind in China spielberechtigt. Dominic Foos, Anton Albers, Hurly Long und Jannik de Bruyn liegen alle unter den Top 68 und kämpfen somit weiter um die Tourkarte für die DP World Tour. Jan Schneider ist der sechste Deutsche im Feld. Der Spieler des National Team Germany, der vergangene Woche in Abu Dhabi die Top Ten erreichte, rückte über die China Tour ins Feld. Im vergangenen Jahr wurde er hier Vierter.

 

Die Siegerliste der Hainan Open ist auch deshalb interessant, weil es bislang jedem Champion im selben Jahr gelang, den Aufstieg auf die DP World Tour zu schaffen. Nach Knappe im Jahr 2016 folgten Erik van Rooyen und Kalle Samooja. Beide schafften anschließend sogar den nächsten Schritt und feierten jeweils ihren ersten Sieg auf der DP World Tour. 2019 gewann Francesco Laporta, dann verschwand das Turnier für drei Jahre aus dem Kalender. Bei der Rückkehr im Jahr 2023 setzte sich Ricardo Gouveia durch. 2024 gewann Hamish Brown im Stechen und im vergangenen Jahr setzte sich Renato Paratore in einem Playoff gegen den Österreicher Maximilian Steinlechner durch. Sechs Spieler aus den Top Ten der Ausgabe 2025 schafften am Ende der Saison den Sprung auf die DP World Tour.

Weitere Turniere mit deutscher Beteiligung:

PGA Tour Champions: Constellation Furyk & Friends

Ocean Course at Hammock Beach, Florida, 9. bis 11. Oktober

 

Alex Cejka und Bernhard Langer

 

LET Access Series: Terre Blanche Ladies Open

Golf de Terre Blanche, Frankreich, 8. bis 10. Oktober

 

Hanna Tauber, Lara Ok, Lisa Marie Schumacher, Theresa De Bochdanovits, Chiara Horder und Hannah Karg

 

Sunshine Tour: The Forstress Invitational

Houghton Golf Club, Südafrika, 8. bis 11. Oktober

 

Allen John und Morris Schiefner

So geht es bei MagentaSport weiter

Für die Asse der DP World Tour geht es in dieser Woche mit der Open de España weiter: Im Club de Campo Villa de Madrid (täglich ab 14 Uhr live bei MagentaSport) treten unter anderem Patrick Reed und Jon Rahm an. In den USA steht die Baycurrent Classic in Japan auf dem Programm.

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