Partner des DGV

Colin Bärmann vom GC Hubbelrath | © Ross MacDonald/R&A/R&A via Getty Images

Schon früh rein deutsche Duelle

Irvine/Schottland – Sieben Deutsche hatten nach zwei Runden Zählspiel den Sprung unter die besten 64 geschafft. In den ersten direkten Duellen der R&A Boys’ Amateur Championship reduzierte sich diese Gruppe am dritten Wettkampftag auf drei Spieler.

Am längsten arbeitete Colin Bärmann vom GC Hubbelrath an seinem Einzug in die nächste Runde. Sein Match gegen Giampaolo Gagliardi ging über die regulären 18 Löcher hinaus und wurde erst beim zweiten Besuch auf der 1 entschieden.

Bärmann locht auf dem ersten Extraloch

Bärmann erwischte gegen den Italiener zunächst den besseren Start. Die 1 gewann er mit Birdie, auf der 2 profitierte er von einem Fehler Gagliardis. Auf Loch 3 chippte der Hubbelrather ein und lag damit bereits 3auf.

Gagliardi arbeitete sich anschließend mit Birdies wieder zurück in das Match. Auf der 13 fiel schließlich der Ausgleich. Bärmann reagierte direkt und holte sich das Par 5 der 14 mit einem Up-and-down zum Birdie zurück.
 

Auf der 15 musste er die Führung wieder abgeben. Damit ging das Duell all square auf die Schlussbahnen. Auf der 16 spielten beide ihre Annäherungen nah an die Fahne, ließen anschließend aber ihre Birdieputts aus. Die 17 ging an Bärmann, sodass der Deutsche mit 1auf auf das letzte Loch kam. Dort lag Gagliardi nach zwei Schlägen auf dem Grün. Bärmann verfehlte mit seinem zweiten Schlag das Grün und ließ nach dem Chip noch einen Putt aus rund vier Metern übrig. Der fiel nicht, der Italiener machte sein Par und verlängerte das Match.

Zurück auf Loch 1 setzte Bärmann seinen Drive ins Rough. Gagliardi spielte seinen Pitch auf rund neun Meter, Bärmann kam trotz eines Bunkers in der Spiellinie auf etwa acht Meter an die Fahne. Der Italiener legte seinen Birdieputt anschließend geschenkt an das Loch. Bärmann musste lochen. Und tatsächlich fiel der Ball in die Dose.
 

„Das war wirklich ein Tag voller Emotionen. Der Sieg hat mich richtig gefreut“, jubelte der Youngster der GC Hubbelrath über den Aufstieg in die Runde der besten 32.

Franck dreht frühen Rückstand

Auch Max Franck musste in seinem Match gegen Matte da Eira zunächst einem Rückstand hinterherlaufen. Nach vier Löchern lag der Spieler des GC Bayreuth 2down. Franck gewann anschließend die 5 und die 7 und stellte damit wieder auf all square. Auf der 8 teilten beide das Loch, obwohl Franck einen Ball ins Aus geschlagen hatte.
 

Danach blieb das Match über mehrere Bahnen ausgeglichen. Die Entscheidung reifte auf Loch 14. Franck spielte seinen Ball aus dem Bunker so an die Fahne, dass er das Loch gewann und erstmals in der entscheidenden Phase in Führung ging. Auf den folgenden Bahnen reichten ihm Pars, um da Eira auf Distanz zu halten. Auf der 17 war das Match beendet. Mit 2&1 zog Franck in die nächste Runde ein.

Diener startet mit Eagle

Ein Deutscher musste in der Runde der besten 64 in jedem Fall ausscheiden. Lauri Diener vom Hamburger GC und Malte Seidemann vom GC Hubbelrath trafen nach der Zählspielqualifikation aufeinander. Diener setzte auf dem ersten Loch direkt ein Ausrufezeichen. Der 17-Jährige drivete das Grün und lochte anschließend zum Eagle. Nach zwei Bahnen lag er bereits 2auf.
 

Seidemann verkürzte mit einem Lochgewinn auf der 5. Diener holte sich die 9 und ging mit zwei Löchern Vorsprung auf die Back Nine.
 

Auf der 13 lochte Seidemann zum Birdie und kam noch einmal auf 1down heran. Diener antwortete mit Birdies auf der 14 und 15. Damit lag er drei Löcher vorne und benötigte auf der 16 nur noch ein geteiltes Loch. Das gelang mit Par, der 3&2-Sieg stand fest.
Diener spielte die 16 absolvierten Bahnen ohne Bogey, traf bis dahin 15 Grüns und notierte neben dem Eagle vier Birdies.
 

Der Hanseat freute sich über den Sieg, zollte dem Gegner aber auf fair Respekt: „Wir haben beide gutes Golf gespielt. Ich freue mich auf das, was morgen kommt, gehe wieder mit der gleichen Einstellung heran, dass ich einfach abwartend spiele und schaue, was passiert.“
 

Für Seidemann endet die R&A Boys’ Amateur Championship damit nach dem ersten Matchplay.

Cole setzt sich gegen Süntzenich durch

David Süntzenich traf nach seinem Einzug in den Cut auf Self Cole aus England, der Sieger der Zählspielqualifikation. Auf der Front Nine erspielte sich der Hubbelrather mehrfach die besseren Ausgangspositionen, konnte daraus aber keinen entsprechenden Profit schlagen.
 

Im weiteren Verlauf änderte sich das Match. Cole spielte auf den Löchern 12, 13 und 14 jeweils Birdies. Auf der 14 lochte der Engländer dabei aus rund acht Metern. Süntzenich hatte aus etwa dreieinhalb Metern ebenfalls die Möglichkeit zum Birdie, verfehlte aber.

Der Deutsche hatte auch zuvor mehrfach Löcher mit Birdie geteilt. Gegen Coles Serie auf der Back Nine konnte er das Match anschließend nicht mehr drehen. Auf der 16 war das Duell mit 3&2 beendet.
 

„Dann musst du es auch einfach akzeptieren“, anerkannte Süntzenich die starke Leistung seines englischen Kontrahenten.

Brinkmann verliert auf der 18

Luis Brinkmann vom Münchener GC blieb gegen Gonzalo Baños Ramos bis zum letzten Loch im Match. Nach 18 Bahnen setzte sich der Spanier mit 1auf durch.

Auch Brinkmanns Teamkamerad Timo Ißler schied in der Runde der besten 64 aus. Der 15-Jährige traf auf Carlo Roman aus Italien. Roman entschied das Match mit 2&1 und beendete das Duell auf dem 17. Grün.
 

Damit bleiben von den sieben Deutschen, die sich über die beiden Zählspielrunden für die Matchplays qualifiziert hatten, drei im Wettbewerb. Colin Bärmann, Max Franck und Lauri Diener spielen am Donnerstag in der Runde der besten 32 weiter. Die Sieger werden direkt im Anschluss auch noch das Achtelfinale bestreiten.

 


Livescoring >>>

 


Matches der Runde der besten 32

07:40 Uhr Colin Bärmann vs. Max Franck

08:10 Uhr Lauri Diener vs. Gonzalo Baños Ramos (Spanien)

Die Sieger spielen noch am selben Tag auch die Runde der besten 16.

 

Weiteres zum Thema

Tipps der Redaktion