Kronberger Seniorinnen siegen in Qualifikation
Zum ersten Mal überhaupt findet in diesem Jahr die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft der AK 65 Damen statt. Mit ihrem hoch-agilen Modus hat sie das Potenzial zum sportlichen Thriller auf dem Grün. Das Turnier ist de facto ein echtes Kräftemessen, bei dem aufgrund der Kompaktheit beinahe schon jeder Schlag über Triumph oder Enttäuschung entscheiden kann. Drei Tage voller Spannung versprechen packende Wendungen – von hochdramatischen Qualifikationsrunden bis hin zu nervenaufreibenden Finalduellen. All das findet auf dem Meisterschaftsplatz des Baden Hills Golf & Curling Clubs statt.
In der Zählspiel-Qualifikation müssen alle sechs Spielerinnen über die volle Distanz von 18 Löchern ihr Können beweisen. Fünf Scores werden gewertet – und oft sind es nur wenige Schläge, die über den Einzug in die Spitzen-Gruppe entscheiden. Nur die besten acht Mannschaften schaffen es in die exklusive Gruppe A und halten den Traum vom Meistertitel lebendig.
Wer scheitert, muss sich in Gruppe B mit einem Kampf um die Ränge neun bis 16 begnügen. Allerdings sind bei der Premiere dieser Meisterschaft lediglich acht Mannschaften angetreten, sodass schon jetzt klar ist: Die Chance auf den Titel bleibt auch bei einem Qualifikations-Faux-Pas erhalten. Dennoch: die Teams haben versucht, so stark wie möglich abzuschneiden, denn die Stärksten der Qualifikation treten in der Folge gegen die Schwächsten an und so weiter.
Die Zählspiel-Ergebnisse
Die Damen vom G&LC Kronberg waren mit ihren guten Vorsätzen am stärksten unterwegs und beenden den ersten Turniertag mit 92 Schlägen über Par. Sie werden dicht gefolgt vom Freiburger GC mit +93 Zählern. Einziges weiteres „zweistelliges“ Team ist der GC Nahetal mit 99 Schlägen über Par. Die stärkste Einzelrunde wurde allerdings von Ursula Paula Mielke-Salzmann (GC Hünxerwald) gespielt. Die erfahrene Turnierspielerin absolviert die Zählspielrunde mit 79 Schlägen (+7).
- 1. G&LC Kronberg +92
- 2. Freiburger GC +93
- 3. GC Nahetal +99
- 4. GC St. Leon-Rot +104
- 5. GC Hamburg-Wendlohe +114
- 6. GC Hünxerwald +115
- 7. GC Münster-Tinnen +119
- 8. GC Maria Bildhausen +135

Matchplay-Spannung
Am zweiten Tag zieht das Tempo spürbar an. In zwei Matchplay-Runden treten die Teams in einem Vierer und vier Einzeln gegeneinander an. Doch anders als gewohnt zählen hier nicht lange Partien über 18 Löcher, sondern schnelle Schlagabtausche über maximal neun. Fehler können kaum noch korrigiert werden, jeder Putt kann zur Schlüsselszene werden – Spannung wie im Tiebreak eines Tennis-Matches.
Die Viertelfinal-Paarungen:
- G&LC Kronberg vs. GC Maria Bildhausen
- Freiburger GC vs. GC Münster-Tinnen
- GC Nahetal vs. GC Hünxerwald
- GC St. Leon-Rot vs. GC Hamburg-Wendlohe
Der Finaltag bringt schließlich den ganz großen Showdown. Während die Spiele um Platz eins bis vier über die volle Distanz von 18 Löchern ausgetragen werden und echte Marathon-Duelle versprechen, bleibt es in den weiteren Begegnungen bei den rasanten Neun-Loch-Partien. Hier entscheidet sich, ob Geduld oder Nervenstärke den Ausschlag gibt.
Was auf den ersten Blick wie ein langes Turnier wirkt, entpuppt sich in der Realität als ein packender Wettkampf im Zeitraffer. Kaum sind die ersten Drives gespielt, ist die so entscheidende Qualifikationshürde bereits genommen. Ab dann beginnt das große Drama um Sieg, Niederlage und den Meisterpokal.
Der Turnierplatz
Der Golfplatz Baden Hills Golf & Curling Club liegt direkt am Baden-Airpark in Rheinmünster und bietet einen anspruchsvollen 18-Loch-Platz auf sportlich hohem Niveau. Die Anlage zeichnet sich durch strategisch platzierte Hindernisse, schnelle Grüns und abwechslungsreiche Bahnen aus.
Das Gelände ist überwiegend flach, mit Wasserhindernissen und heideähnlichem Baumbestand sowie großen Ginsterfeldern. Das Panorama des Schwarzwaldes und vorbeifahrende Schiffe auf dem Rhein verleihen dem Platz ein besonderes Flair. Der von Les Furber (Kanada) gestaltete Platz ist im Links-Stil angelegt und kombiniert offene Bahnen mit Doglegs und wechselndem Wind, was das Spiel abwechslungsreich und herausfordernd macht.






