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Archivbild: Die Seniorinnen vom GC Hünxerwald (hier Ursula Paula Mielke-Salzmann) haben sich bis in das Finale der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften gespielt. | © DGV/ Christopher Tiess

Hünxerwald sensationell im Finale gegen Kronberg

Tag zwei der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der AK 65 Damen ist gespielt. Die Matchplay-Phase bedeutet automatisch auch: jeder Fehler kann einer zu viel sein, denn wer nicht gewinnt, ist automatisch aus dem Titelrennen ausgeschieden. Von Beginn an war es also Spannung pur auf dem Meisterschaftsplatz des Baden Hills Golf & Curling Clubs.
 

Die Viertelfinals

Am Vormittag haben die insgesamt acht Teams die Viertelfinals ausgespielt. Gesetzt waren jeweils ein Vierer und vier Einzeln. Die jeweiligen Duelle wurden jedoch nicht über die vollen 18 Löcher geführt, sondern lediglich über maximal neun Bahnen.
 

Im Spiel G&LC Kronberg vs. GC Maria Bildhausen blieben sich die Hessinnen treu und fügten ihrem starken Zählspiel-Erfolg einen blütenweißen Sieg gegen die Damen aus dem Frankenland hinzu. Denn auch wenn die Bildhausener Damen sich in den einzelnen Duellen heftig zur Wehr setzten und die Matches lange offen hielten, spielten sich die Kronberger Seniorinnen mit einen glatten 5,0 :0,0 in das Halbfinale der erstmals ausgetragenen DMM AK65 der Damen. 
 

Im zweiten Viertelfinale GC St. Leon-Rot vs. GC Hamburg-Wendlohe gelang es den Damen aus der Kurpfalz, das einzige norddeutsche Team aus dem Titelrennen zu nehmen. Zwar ging der Vierer noch an die Damen aus dem Hamburger Norden, doch alle Einzeln blieben in der Hand des baden-württembergischen Golf-Power-Houses. 4,0 : 1,0 lautete das Ergebnis hier.
 

Richtig spannend wurde es im Spiel Freiburger GC vs. GC Münster-Tinnen. Komplett auf Augenhöhe fochten die Seniorinnen hier um den Finaleinzug - und gingen dabei gleich dreimal über die volle Distanz. 2,5 : 2,5 lautete der Spielstand. Am Ende entschieden die Damen aus dem Breisgau das Matchplay im Stechen für sich und zogen in das Halbfinale ein.
 

Das vierte Spiel GC Nahetal vs. GC Hünxerwald zeigt zwar mit 0,5 : 4,5 ein sehr einseitiges Endergebnis zugunsten der gerade erst gekürten NRW-Landesmeisterinnen - in den einzelnen Duellen jedoch wird klar: das Team des GC Nahetal hat alles getan, um dem GC Hünxerwald das Leben schwer zu machen. Selbst die stärkste Spielerin der Zählspielphase, Ursula Paula Mielke-Salzmann, kam nicht über einen geteilten Punkt hinaus. Allerdings: an einen Halbfinal-Einzug bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften hätte im GC Hünxerwald noch vor zwei oder selbst einem Jahr wohl niemand gedacht.
 

Die Halbfinals

Im ersten der beiden Halbfinal-Spiele traf der G&LC Kronberg auf den GC St. Leon-Rot. Die Kronberger Damen spielten nach dem Motto „Never change a winning team“ und änderten an ihrer Aufstellung absolut gar nichts. Und dieses Rezept blieb erfolgreich. Mit zwei frühen 4&3-Siegen spielten sie den GC St. Leon-Rot in den Zugzwang und mussten in den verbliebenen drei Einzeln nur noch einen Punkt dingfest machen. Dies tat wenig später Hanny Bühler (G&LC Kronberg) mit ihrem 2&1 gegen Eva Ackermann (GC St. Leon-Rot). Das Ergebnis dieses Halbfinales: 3,0 : 2,0 für Kronberg.
 

Das zweite Halbfinale wurde zwischen dem Freiburger GC und dem GC Hünxerwald ausgetragen - und hier ging es unheimlich spannend zu. Drei der Duelle wurden auf dem letzten Grün entschieden, eines auf dem vorletzten. Nur ein Punkt fand per starkem 5&3 eine sehr frühe Siegerin: Daniela Haas-Klohé holte ihn für ihren Freiburger GC - und das ausgerechnet gegen die Hünxerwalder Kapitänin Annegret Kieffer. 
 

Am Ende jedoch sollte es für die Süddeutschen nicht zum Sieg reichen, denn die Newcomer aus NRW sind weiter auf dem Marsch. Nachdem die Seniorinnen in den letzten drei Jahren ganze dreimal aufgestiegen sind, gewannen sie gerade erst im August die Landes-Mannschaftsmeisterschaft in Nordrhein-Westfalen. Mit 3,0 : 2,0 ziehen die Underdogs nun in das Finale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft ein.
 

Der letzte Turniertag steht ganz im Zeichen dieses großen Finales. Die Matches um die Plätze eins bis vier gehen über die vollen 18 Löcher und versprechen intensive, ausdauernde Duelle, während die übrigen Begegnungen weiterhin als Neun-Loch-Partien ausgetragen werden. Das Match um Bronze ist für 08:30 Uhr anberaumt. Das Finale um die Meisterschaft startet 09:10 Uhr.

 

Zum Turnierspecial der DMM AK 65

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