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Die siegreichen AK-65-Herren des Hamburger GC Falkenstein | © Hamburger GC

Falkenstein verteidigt Titel erneut

Was für eine Finale war das im Artland Golfclub. Einmal mehr trafen die beiden alten Stadtrivalen aufeinander. Und einmal mehr galt es, eine vorangegangene Niederlage wiedergutzumachen. Emotionen und Motivationen, die selbst Aussenstehende im Handumdrehen erkennen. Das ist Golfsport in seiner puren sportiven Tradition.
 

Doch was ist passiert: Im Vorjahres-Finale traf der GC Hamburg Wendlohe auf den Hamburger GC, der auch damals schon als Titelverteidiger im Rennen war. In einem hochklassigen und vor allem knappen Match gewannen die Falkensteiner per 3,0 : 2,0 - und den Herren von der Wendlohe blieb lediglich Silber. Wohlgemerkt: die beiden Mannschaften treffen im Saisonverlauf immer wieder aufeinander und immer wieder behalten auch die Wendloher die Oberhand. 
 

Doch die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften sind eben nur einmal im Jahr. Und am Ende haben sich für die Wendloher alle Weichen so gestellt, dass es zu dieser Revanche kommt - angefangen bei einer überragend gespielten Zählspiel-Qualifikation bis hin zum erfolgreichen Stechen im Halbfinale.

Dreimal All Square

Nun war das erneute Endspiel gegen die Rekordmeister von der Elbe gekommen. Und entgegen der bisherigen Neun-Loch-Duelle, wurden die Spiele um Platz eins bis vier über die Distanz von bis zu 18 Löchern ausgetragen. Doch wahrscheinlich hätten die beiden Teams von der Elbe auch 36 Löcher gehen können - es wäre immer knapp geblieben. 
 

Lediglich Christian Domin (Hamburger GC) konnte in seinem Duell gegen Mathias Stender (GC Hamburg Wendlohe) ein deutliches 5&4 herausspielen. Und obwohl dies nur einer von fünf auszuspielenden Punkten war, mag dieser frühe Sieg vielleicht doch schon einen Ausschlag gegeben haben. Denn alle weiteren Duelle gingen über die volle Distanz.
 

Die im Vierer spielenden Kai Flint und Jan-Wilhelm Schuchmann (Hamburger GC) trennten sich von Robert Hargreaves und Reenald Koch (GC Hamburg Wendlohe) mit einem All Square. Auch Jost Hellmann (Hamburger GC) und Karlheinz Noldt (GC Hamburg Wendlohe) gingen mit einem geteilten Punkt vom Platz. Es stand nun 2,0 : 1,0 für die Falkensteiner - und zwei Matches liefen noch.
 

Nun kamen Veit Pagel (Hamburger GC) und Michael Specht (GC Hamburg Wendlohe) auf die 18. Pagel lag während der Runde schon bei 5auf, gab diesen Vorsprung allerdings wieder in Gänze ab. Drei Löcher vor Schluss kämpfte er sich zurück in eine knappe Führung - und diese ließ Pagel sich dann nicht mehr nehmen. Er spielte sein 1auf solide nach Hause. Der Falkensteiner kommentiert seinen Beinahe-Faux-Pas im Nachgang: „Wenn einem einer im Nacken sitzt, neigt man auf Sicherheit zu spielen. Das ist meistens der Tod.“

Immer auf Augenhöhe

Mit diesem Punkt für Falkenstein stand die erfolgreiche Titelverteidigung fest. Daran änderte auch das letzte noch laufende Spiel zwischen Joachim Jencquel (Hamburger GC) und dem Wendloher Schlussspieler Zeljko Ninic (GC Hamburg Wendlohe) nichts mehr. Die beiden teilten ihren Punkt und der Endstand des Finalspiels lautet 3,5 : 1,5 für den Hamburger GC. 
 

Veit Pagel zieht ein Fazit: „Die Männer von der Wendlohe kennen wir gut und wir wissen letztendlich auch, was uns erwartet. Es hat ja auch gut geklappt - mal wieder. Wir müssen auch ganz klar sagen: Gegen die Wendlohe zu spielen, ist immer sehr sportlich und zudem auch freundschaftlich. Wir hätten ihnen den Sieg auch gegönnt. Allein wenn wir auf das ganze Qualifikationsverfahren schauen: die Stadtmeisterschaft wurde vom GC Hamburg Wendlohe gewonnen. Die Norddeutschen Mannschaftsmeisterschaften gingen dann an uns. Diese Teams sind immer auf Augenhöhe zueinander und wir schätzen uns sehr.“
 

Pagels Mannschaftskamerad Christian Domin ergänzt: „Wir haben auf einem sehr schönen Platz gespielt. Und das Team vom Artland Golfclub war über all die Tage hinweg sehr bemüht. Heute war es ja beinahe schon stürmisch - aber damit können wir als Hamburger Mannschaften letztendlich ja ganz gut umgehen. Über den Titel und gerade die Titelverteidigung freuen wir uns immer sehr.“

Artland - eine (fast) unbekannte Größe

Im Spiel um die Bronzemedaille siegt der GK Braunschweig mit einem deutlichen 4,0 : 1,0 gegen den Krefelder GC. Und auch die weiteren Matches sind zu einem gute Ende gekommen. Hans Christian Vernekohl, Clubmanager des Artland GC, resümiert: „Aus organisatorischer Sicht ist alles top gelaufen. Vor allem jedoch haben wir ein spannendes Finale erleben dürfen. 

 

Die Athleten betreiben eine Menge Aufwand und fahren große Entfernungen, auch wenn sie wissen, dass sie gar nicht unbedingt um den Sieg mitspielen werden - das muss man feiern. Wir sind in jedem Fall glücklich, die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften als Club ausrichten zu dürfen - und wir sind im nächsten Jahr gerne wieder dabei.“ 

 

Für den Artland Golfclub war die DMM AK 65 die dritte Deutsche Mannschaftsmeisterschaft in sechs Jahren. Die Reaktionen der vielen Spieler und auch die Rede bei der Siegerehrung zeigen: Diese Anlage nördlich von Osnabrück hat einerseits echte Klasse und ist andererseits ein geradezu unentdecktes Kleinod. Das wird sich in Zukunft eventuell ändern. Denn die Clubführung möchte sich in Zukunft gerne als regelmäßiger Austragungsort einer Deutschen Meisterschaft zur Verfügung stellen.

 

Hier geht es zum Turnierspecial der DMM AK 65

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