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Mehr Regelwissen

Hier kannst du noch tiefer in die Golfregeln eintauchen.

Zu jeder Szene und jeder Spielsituation findest du hier verständliche Erklärungen, hilfreiche Beispiele und wichtige Hinweise für dein Spiel. So kannst du Schritt für Schritt nachvollziehen, warum eine Regel gilt und wie du sie auf dem Platz sicher anwendest. Und wenn du noch tiefer einsteigen möchtest: In den offiziellen Golfregeln findest du zu jeder Situation die vollständigen und verbindlichen Details.

Loch 1

Höflichkeit & Rücksichtnahme

Golf wird meistens in kleinen Gruppen von bis zu vier Spielern gespielt. Begrüße deine Mitspieler freundlich und stelle dich selbst vor, wenn ihr euch noch nicht kennt. 
Vor Beginn der Runde ist es üblich, sich ein „schönes Spiel“ zu wünschen. Wenn ein Mitspieler seinen Ball schlagen möchte, sollten sich keiner bewegen, sprechen oder sonstige Geräusche verursachen.
Der Spieler, der an der Reihe ist seinen Ball zu schlagen, sollte zügig spielen und seine Mitspieler nicht unnötig lange warten lassen.

Ball gut beobachten

Es hilft sehr viel unnötige Zeit zum Suchen einzusparen, wenn Spieler sich nicht nur gut merken, wo ihr eigener Ball landet, sondern auch die Bälle der Mitspieler beobachten.

Jeder Spieler sollte so zeitsparend wie möglich spielen und alles dafür tun, um die eigenen Mitspieler aber auch die nachfolgenden Spielergruppen nicht aufzuhalten. 

Spielfolge auf der Runde

Die Golfregeln bestimmen, dass die Bälle in der Reihenfolge von hinten nach vorn, je nach Entfernung zum Loch gespielt werden sollen. In der Regel 6.4b wird unter dem Begriff „Ready Golf“ aber auch darauf hingewiesen, dass von dieser Reihenfolge abgewichen werden kann, um Zeit zu sparen. Immer dann, wenn der Spieler, der eigentlich an der Reihe wäre, zu seinem nächsten Schlag noch nicht bereit ist, kann auch ein Spieler seinen Ball von einer Stelle schlagen, die etwas näher zum Loch liegt. Voraussetzung ist dabei natürlich, dass dadurch kein Spieler gestört oder gefährdet wird.

„Ready Golf“ ist im Zählspiel ein häufig angewendetes Verfahren, um unnötige Wartezeit während der Runde zu vermeiden. Im Lochspiel sollte „Ready Golf“ jedoch nicht angewendet werden, da die Spieltaktik dabei von jedem einzelnen Schlag des Gegners abhängen kann.

Vorgehen nach dem Schlag

Nach dem Schlag sollte jeder Spieler so schnell wie möglich zu seinem Ball gehen. Je nach Abstand zu den anderen Spielern der eigenen Spielergruppe, muss dabei geachtet werden, nicht durch deren nächste Schläge gefährdet zu sein, also nicht in die Flugbahn zu laufen oder in die Nähe des schwingenden Schlägers.

Schon auf dem Weg zum Ball solltest du überlegen, mit welchem Schläger du deinen nächsten Schlag spielen möchtest. Wenn du an der Reihe bist, solltest du auch den Handschuh bereits angezogen haben und zum Schlag bereit sein.

Divot wieder einsetzen

Mit Ausnahme des Abschlags müssen Divots überall auf dem Golfplatz sofort wieder eingesetzt und festgetreten werden. Schon nach kurzer Zeit wächst der Rasen wieder an und es macht auch weiterhin Spaß, dort zu spielen. So bleibt der Golfplatz gut gepflegt und auch andere Spieler können ihr Golfspiel auf einem schönen Golfplatz genießen.

Nur auf dem Abschlag sollten Divots nicht zurückgelegt werden. Nachfolgende Spieler müssen erkennen können, von welcher Stelle auf dem Abschlag sie ihren Ball spielen können. In einem losen Divot würde das Tee nicht halten. Dafür versetzt der Greenkeeper regelmäßig die Abschlagsmarkierungen, damit der Rasen sich an den stark beanspruchten Stellen wieder erholen kann.

"Fore!"

Auf dem Golfplatz sollte unnötiger Lärm vermieden werden, um andere Golfspieler nicht zu stören. Wenn Gefahr durch einen versehentlich in Richtung anderer Menschen geschlagener Ball droht, müssen die aber sofort gewarnt werden. Dafür ist international der Ruf „Fore“ bekannt.
Wer den Ruf hört, sollte sich nicht erst umsehen, sondern sich sofort von dem Rufenden abwenden, nach vorn beugen und den Kopf und Nacken mit den Armen schützen – idealerweise hinter einem Golfbag.

Für die Sicherheit aller Personen auf dem Platz gilt, dass der Ball erst dann geschlagen werden darf, wenn die vorausspielende Spielergruppe weit genug entfernt ist. An einem Par-3-Loch darf erst dann abgeschlagen werden, wenn die vorherige Spielergruppe eingelocht und das Grün wieder verlassen hat.
Auch Greenkeeper dürfen nicht gefährdet werden. Sie werden ihre Arbeiten unterbrechen, sobald es ihnen möglich ist, und die nächste Spielergruppe schlagen lassen.

Sollte dein Ball oder der eines Mitspielers nach einem misslungenen Schlag trotzdem einmal in Richtung anderer Personen fliegen, rufe so laut wie möglich „Fore".

Gefährdung anderer

Schlage deinen Ball erst dann, wenn die Spieler vor dir weit genug weg sind. Auch Greenkeeper dürfen nicht gefährdet werden, egal ob mit oder ohne Maschine.  Sie werden ihre Arbeit unterbrechen, sobald es ihnen möglich ist und die nächste Spielergruppe vorbeispielen lassen.

Bag am Grün abstellen

Golf wird meistens in kleinen Gruppen von bis zu vier Spielern gespielt. Begrüße deine Mitspieler freundlich und stelle dich selbst vor, wenn ihr euch noch nicht kennt. 
Vor Beginn der Runde ist es üblich, sich ein „schönes Spiel“ zu wünschen. Wenn ein Mitspieler seinen Ball schlagen möchte, sollten sich keiner bewegen, sprechen oder sonstige Geräusche verursachen.
Der Spieler, der an der Reihe ist seinen Ball zu schlagen, sollte zügig spielen und seine Mitspieler nicht unnötig lange warten lassen.

Loch 2

Spielfolge auf dem Abschlag

Die Spielfolge in Turnieren wird für den ersten Abschlag durch die Startliste festgelegt. Vor Beginn tauscht ihr die Scorekarten aus. 
Am zweiten Abschlag beginnt dann der Spieler, der für das erste Loch die wenigsten Schläge benötigt hat, d.h. er hat die „Ehre“. Der Spieler mit dem zweitniedrigsten Score am ersten Loch darf dann als zweiter abschlagen, usw..

Deine Startzeit

Du solltest immer schon ein paar Minuten vor deiner Startzeit am Abschlag sein. Dann hast du genug Zeit, um den Handschuh anzuziehen und einen Ball und ein Tee aus dem Bag zu nehmen. Pünktlich zur Startzeit bist du dann bereit.

Bei einer Verspätung von bis zu 5 Minuten beginnt ein Spieler die Runde im Zählspiel mit 2 Strafschlägen. Nach mehr als 5 Minuten sind verspätete Spieler disqualifiziert.
Die Startzeit muss genau eingehalten werden. Auch ein zu frühes Abschlagen ist nicht erlaubt.

Der Abschlag

Auf jedem Loch gibt es mindestens zwei Abschläge. Einen roten und einen gelben. Manchmal gibt es auch andere Farben. 
Beim Spiel einer Runde müssen Spieler an jedem Loch von derselben Abschlagsfarbe abschlagen.

Der Ball muss von einer Stelle innerhalb der markierten Abschlagsfläche gespielt werden. Er darf dazu auf ein Tee gesetzt oder vom Boden gespielt werden. Der Spieler darf auch außerhalb der Abschlagsfläche stehen, um seinen Ball innerhalb der Abschlagsfläche zu schlagen. Die Abschlagsmarkierungen, die die Vorderkante des Abschlags markieren, dürfen vor dem ersten Schlag des Spielers nicht versetzt oder entfernt werden.

Abschlag schonen

Achte auch bei einem Übungsschwung auf andere Spieler. Sie dürfen weder durch deinen Schläger noch herausgeschlagene Divots oder Steine gefährdet werden.

Ball versehentlich vom Tee gestoßen

Was als „Schlag“ gilt, wird in den Golfregeln genau beschrieben. Ein Schlag ist danach die Vorwärtsbewegung des Schlägers, um den Ball zu schlagen.
Auf dem Abschlag ist der Ball erst nach dem ersten Schlag im Spiel. Bis dahin zählen versehentliche Bewegungen nicht und es fallen auch keine Strafschläge an.
Falls du den Schlag nach dem Ball aber ausführen wolltest und ihn nur nicht getroffen hast, also einen „Luftschlag“ ausgeführt hast, dann gilt das als Schlag. In dem Fall ist dein Ball im Spiel und der nächste Schlag danach ist der zweite Schlag. Nur auf dem Abschlag darf er dafür neu auf das Tee gesetzt werden.

Luftschlag – Ball nicht getroffen

Wenn der Ball nach einem Luftschlag auf dem Abschlag vom Tee gerollt ist, darf er neu auf das Tee gesetzt werden. Der Luftschlag zählt aber trotzdem und der nächste Schlag ist dann schon der zweite Schlag an dem Loch.

Falscher Abschlag

Besonders dann, wenn die Spieler einer Spielergruppe die Runde von unterschiedlichen Abschlagsfarben spielen, ist die Gefahr groß, dass irgendwann ein Spieler seinen Mitspielern folgend, von einem falschen Abschlag spielt. Als Gastspieler auf fremden Plätzen ist es wichtig, gut auf die Nummerierung der Löcher zu achten, um nicht versehentlich auf einer völlig falschen Spielbahn abzuschlagen.

Wenn es doch einmal passiert ist, muss der Fehler korrigiert werden, indem der Spieler einen weiteren Schlag von dem richtigen Abschlag spielt. Für den Abschlag von einer Stelle außerhalb der Abschlagsmarkierungen zieht der Spieler sich 2 Strafschläge zu. Dafür spielt es keine Rolle, ob der Ball von einer Stelle nur knapp außerhalb der Abschlagsmarkierungen gespielt wird oder von einer völlig anderen Abschlagsfarbe oder Spielbahn aus.

Loch 3

Provisorischer Ball 

Der provisorische Ball ist ein „Reserveball“ der das Weiterspielen für den Fall vereinfacht, dass der ursprüngliche Ball nicht weitergespielt werden kann. 
Bevor du einen provisorischen Ball spielst, lass erst einmal deine Mitspieler ihre Bälle schlagen. Sage deutlich, dass du noch einen „provisorischen Ball“ spielen möchtest. Am besten erzählst du deinen Mitspielern auch, durch welche Kennzeichnung oder Seriennummer sich der provisorische Ball von dem zuvor gespielten Ball unterscheidet. Wenn ihr einen Ball findet, gibt es dann keinen Zweifel darüber, um welchen deiner Bälle es sich handelt.

Wird dein ursprünglicher Ball innerhalb von 3 Minuten auf dem Platz gefunden, bleibt er weiterhin dein Ball im Spiel. Du musst den ursprünglichen Ball auch dann weiterspielen, wenn seine Lage viel ungünstiger ist, als der provisorisch gespielte Ball. Den provisorisch gespielten Ball kannst du dann aufheben. Eine Strafe fällt dafür nicht an.

Sollte der ursprüngliche Ball nicht rechtzeitig gefunden werden oder im Aus liegen, wird dein provisorischer Ball zum neuen Ball im Spiel. Dafür musst du dann den Schlag nach dem provisorischen Ball und 1 Strafschlag hinzuzählen. Immerhin musst du dann aber nicht auch noch extra zur Stelle des letzten Schlags zurücklaufen.

Nehmen wir an, du hast den provisorischen Ball als möglichen Ersatz für deinen Abschlag gespielt. Spielst du dann mit dem provisorischen Ball weiter, wird wie folgt gezählt:
- der 1. Schlag war der Abschlag
- der 2. Schlag der provisorische Ball
- 1 Strafschlag für den verlorenen Ball oder Ball im Aus
- Der nächste Schlag nach dem zuvor provisorisch gespielten Ball ist dann also der 4. Schlag.

Ein provisorischer Ball darf nicht gespielt werden, wenn bekannt ist, dass der erste Ball in einer Penalty Area liegt. In diesem Fall gelten die Regeln für die Penalty Area.

Ball im Aus

Im Aus darf der Ball nicht gespielt werden. In dem Fall kannst du nur von der Stelle des letzten Schlags einen neuen Ball spielen. Den droppst du innerhalb von 1 Schlägerlänge und spielst ihn mit 1 Strafschlag. Auf dem Abschlag darfst du den Ball wieder auf ein Tee setzen. Vorher dürfen aber erst die anderen Mitspieler aus deiner Spielergruppe ihre Bälle schlagen.

Auf manchen Plätzen gilt eine Platzregel, die es erlaubt, einen Ball auf Höhe des im Aus liegenden Balls auf dem Fairway zu droppen und weiterzuspielen. Wenn diese Regel angewendet werden darf, bezahlt der Spieler dafür mit 2 Strafschlägen. Erkundige dich am besten vor der Runde, ob die Platzregel auf der Golfanlage gilt, auf der du spielen möchtest.

Ball verloren / Provisorischer Ball

Dein ursprünglicher Ball gilt als verloren, wenn du den provisorischen Ball von einer Stelle aus geschlagen hast, die näher zum Loch liegt, als die Stelle, an der du deinen ursprünglichen Ball vermutest.

Ball suchen /  Ball verloren

Dein Ball ist verloren, wenn du…

… ihn nicht innerhalb von drei Minuten wiederfindest, oder

… du einen neuen Ball von der Stelle aus geschlagen hast, wo du den letzten Schlag gemacht hattest und du diesen nicht vor dem Schlag ausdrücklich als provisorischen Ball angekündigt hast, oder

… einen Schlag mit einem provisorischen Ball von der Stelle aus gemacht hast, wo der ursprüngliche Ball vermutlich liegt oder von einem Punkt, der näher beim Loch ist als diese Stelle, oder

… einen Ball findest, diesen aber nicht als deinen eigenen identifizieren kannst.

Ball verloren

Weiterspielen kannst du jetzt nur von der Stelle des letzten Schlags. Du musst also dorthin zurückgehen, innerhalb von einer Schlägerlänge einen neuen Ball droppen und mit 1 Strafschlag erneut spielen.
Falls die Stelle des letzten Schlags der Abschlag gewesen ist, darfst du den Ball dort wieder auf ein Tee setzen.

Provisorischer Ball liegt viel besser

In dem Fall solltest du auch deine Mitspieler bitten, nicht nach deinem ursprünglichen Ball zu suchen. Wird er innerhalb der Suchzeit von 3 Minuten gefunden, bist du dazu verpflichtet, ihn zu identifizieren (also nachzusehen, ob es deiner ist). Ist der gefundene Ball tatsächlich dein ursprünglicher Ball, bleibt er automatisch dein Ball im Spiel. Den provisorischen Ball dürftest du dann nicht weiterspielen. Das gilt sogar dann, wenn du den ursprünglichen Ball in einer so schlechten Lage findest, dass du ihn für unspielbar erklärst. Dann würdest du nach der Regel für den unspielbaren Ball verfahren. Auch wenn du dich dann dafür entscheidest, einen Ball von der Stelle des letzten Schlags zu spielen, dürftest du nicht den zuvor geschlagenen provisorischen Ball verwenden, sondern müsstest erneut zur Stelle des letzten Schlags zurückgehen.
Das klingt zwar etwas umständlich, hat aber den Sinn, dass ein Spieler nicht die Auswahl zwischen zwei Bällen haben darf. Nur einer der Bälle ist nach den Regeln der Ball im Spiel.

Loch 4

Unspielbar im Bunker

Wenn dein Ball in einem Bunker landet und du ihn dort nicht so spielen kannst, wie er liegt, kannst du eine von vier Möglichkeiten wählen, um weiterzuspielen:

  1. Du kannst von der Stelle des letzten Schlags erneut einen Ball spielen (mit 1 Strafschlag).
  2. Ziehe gedanklich eine Linie von der Fahne aus zu deinem Ball. Wenn du die Linie nun gedacht weiter nach hinten verlängerst, darfst du dir dort auf der Linie einen Punkt suchen und den Ball innerhalb des Bunkers droppen (mit 1 Strafschlag).
  3. Du darfst deinen Ball auch innerhalb von 2 Schlägerlängen zur Seite droppen aber innerhalb des Bunkers und nicht näher zur Fahne (mit 1 Strafschlag).
  4. Ziehe gedanklich eine Linie von der Fahne aus zu deinem Ball (wie bei 2.). Du kannst nun auf dieser Linie auch außerhalb des Bunkers eine Stelle suchen und dort deinen Ball auf der Linie droppen. Hierfür musst du dir dann aber 2 Strafschläge notieren.

Bunker

Grasinseln in einem Bunker oder aufgeschichtete Grassoden gehören nicht zum Bunker. Dort darf der Schläger vor dem Schlag aufgesetzt werden.

 

 

Nicht den Sand berühren!

Wenn dein Ball in einem Bunker liegt, gelten für das Spiel dort besondere Regeln. Du darfst vor dem Schlag aus dem Bunker den Sand nicht berühren und den Schläger nicht aufsetzen.
Auch beim Rückschwung zum Schlag musst du aufpassen, dass dein Schläger den Sand nicht berührt. Falls es doch einmal passiert, musst du dir dafür 2 Strafschläge anrechnen lassen.

Penalty Area

Auch ausgetrocknete Seen oder Bachläufe können gelb oder rot markiert sein. Manchmal markiert die Spielleitung auch unwegsames Gelände, wie zum Beispiel einen felsigen Boden, als Penalty Area.
Wenn ein Ball die Grenze zur Penalty Area berührt, weil er zum Beispiel einen roten Pfosten berührt oder auf der Linie liegt, gilt er als in der Penalty Area liegend.

Gelbe Penalty Area

Wenn dein Ball in eine gelb markierte Penalty Area geflogen, hast du die Wahl zwischen verschiedenen Stellen zum Weiterspielen:

  1. Spiele den Ball, wie er liegt (ohne Strafe)
  2. Spiele erneut einen Ball von der Stelle des letzten Schlags (1 Strafschlag).
  3. Suche die Stelle, an der dein Ball die Grenze zur Penalty Area überquert hat. Wenn du dir jetzt eine Linie von der Fahne durch diesen Kreuzungspunkt mit der Penalty Area denkst, darfst du auf der Linie so weit zurückgehen, wie du möchtest und dort auf dieser Linie einen neuen Ball droppen, der eine Schlägerlänge rollen darf (1 Strafschlag).

Rote Penalty Area

In einer rot markierten Penalty Area hast du zusätzlich zu den Erleichterungen der gelben Penalty Area auch noch die Möglichkeit, mit zwei Schlägerlängen seitlich vom Kreuzungspunkt zu droppen. Wenn du den Ball spielen kannst, wie er liegt, darfst du das ohne Strafe tun. Mit jeweils einem Strafschlag gibt es auch noch die folgenden Möglichkeiten:
 

  1. Spiele erneut einen Ball von der Stelle des letzten Schlags.
  2. Merke dir gut die Stelle, an der dein Ball die Grenze zur Penalty Area überquert hat. Wenn du dir jetzt eine Linie von der Fahne durch diesen Kreuzungspunkt mit der Penalty Area denkst, darfst du auf der Linie so weit zurückgehen, wie du möchtest und dort auf der Linie einen neuen Ball droppen (siehe gelbe Penalty Area).
  3. Du darfst einen Ball innerhalb von 2 Schlägerlängen von der Stelle aus droppen, an der dein Ball die Grenze zur Penalty Area überquert hat. Der Erleichterungsbereich erstreckt sich nur seitlich von dem Kreuzungspunkt und nicht näher zur Fahne.

Ball in der Penalty Area

Lose hinderliche Naturstoffe, also z.B. Zweige, Blätter oder Steine darfst du vor dem Schlag aus der Penalty Area entfernen. Wenn der Ball sich dadurch bewegt, muss er aber zurückgelegt werden und du ziehst dir 1 Strafschlag zu.

Schlechte Lage in einer Penalty Area

Eine Penalty Area heißt so, weil es dort eine Strafe sein kann, den Ball spielen zu müssen. Der Ball darf dort nicht für unspielbar erklärt werden. Stattdessen hast du dort die Wahl zwischen verschiedenen Stellen zum Weiterspielen. Für jede dieser Möglichkeiten musst du dir 1 Strafschlag hinzurechnen:

Bei gelb markierten Penalty Areas hast du folgende Möglichkeiten:

  1. Spiele erneut einen Ball von der Stelle des letzten Schlags.
  2. Merke dir gut die Stelle, an der dein Ball die Grenze zur Penalty Area überquert hat. Wenn du dir jetzt eine Linie von der Fahne durch diesen Kreuzungspunkt mit der Penalty Area denkst, darfst du auf der Linie so weit zurückgehen, wie du möchtest und auf der Linie einen neuen Ball droppen, der innerhalb einer Schlägerlänge von der Stelle liegen bleiben muss, wo er auf den Boden auftrifft.

    Die meisten Penalty Areas sind nicht gelb, sondern rot markiert. Hier gibt es noch eine weitere Stelle, von der aus du weiterspielen darfst:
     
  3. Du darfst einen Ball innerhalb von zwei Schlägerlängen von der Stelle aus droppen, an der dein Ball in die Penalty Area geflogen ist. Der Ball darf dabei nur nicht näher zur Fahne gedroppt werden.

Lose hinderliche Naturstoffe im Bunker

Sand darf im Bunker nicht berührt oder bewegt werden. Alle anderen losen hinderlichen Naturstoffe (Steine, Laub, Tannenzapfen etc.) und bewegliche Hemmnisse (künstliche Gegenstände wie die Bunkerharke) darfst du vor deinem Schlag aber entfernen.
Besonders bei den losen hinderlichen Naturstoffen musst du aufpassen, dass dein Ball sich durch das Entfernen nicht bewegt. Dafür würdest du dir 1 Strafschlag zuziehen und der Ball muss zurückgelegt werden.

Wenn der Ball sich durch das Entfernen eines beweglichen Hemmnisses (also z.B. der Harke) im Bunker bewegt ist das straflos. Der Ball muss dann nur an die ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden. 

Bunker nach dem Schlag harken

Gehe von der flachen Seite des Bunkers aus zu deinem Ball und verlasse ihn später auch dort wieder. Ebne nach deinem Schlag mit der Bunkerharke alle Fußspuren ein. Dann legst du die Harke am Rand des Bunkers mit den Zacken nach unten wieder ab.
Alte Fußspuren im Sand sind ärgerlich, wenn dein Ball darin liegen bleibt, denn es gibt dafür keine straflose Erleichterung. Alle Spieler ebnen den Bunker daher mit der Harke wieder ein, bevor sie weitergehen.

Harke im Bunker

Auch außerhalb eines Bunkers dürfen bewegliche Hemmnisse straflos entfernt werden.

Loch 5

Tierloch

Ein „Tierloch“ zählt zu „ungewöhnlichen Platzverhältnissen“, wie „Boden in Ausbesserung“, „zeitweiliges Wasser“ und „unbewegliche Hemmnisse“. Tierlöcher nach den Golfregeln sind Löcher oder Wühlspuren von Tieren wie Maulwürfen, Kaninchen, Hunden oder Mäusen. Ganz kleine Löcher, wie sie von Insekten oder Würmern verursacht werden, zählen nicht dazu. Wenn dein Ball in eine Tierloch liegt oder zu für den Schlag darin stehen würdest, bekommst du straflose Erleichterung. Du darfst dir die nächste Stelle suchen, an der dein Ball nicht mehr darin liegt und du auch nicht darin stehen musst (aber nicht näher zur Fahne). Die Stelle solltest du markieren und einen Ball innerhalb einer Schlägerlänge droppen. Dann kannst du weiterspielen. Einen Strafschlag musst du dir in diesem Fall nicht hinzuzählen.

Mit Ausnahme der Penalty Area gilt diese Regel überall auf dem Platz.

Unbewegliches Hemmnis

Eine Schutzhütte auf dem Platz ist ein unbewegliches Hemmnis. Wenn dein Ball darin oder nah daran liegt, bekommst du straflose Erleichterung. Dann kannst du weiterspielen ohne dir dafür einen Strafschlag hinzuzählen zu müssen.
Wenn das unbewegliche Hemmnis nur auf deiner Spiellinie liegt, ist das Pech. Dann muss der Ball gespielt werden, wie er liegt.

Wenn dein Stand oder dein Schwung durch das unbewegliche Hemmnis behindert werden, darfst du straflose Erleichterung in Anspruch nehmen.
Dazu suchst du den Punkt, nicht näher zur Fahne aber so nah wie möglich an der Stelle, wo dein Ball jetzt an der Hütte liegt, an dem weder dein Schwung noch dein Stand durch die Schutzhütte gestört werden. 
Von der Stelle aus darfst du deinen Ball innerhalb von 1 Schlägerlänge droppen und ohne Strafschlag weiterspielen.

Unbewegliches Hemmnis (Weg)

Ein befestigter Weg oder eine Straße mit einer künstlichen Oberfläche ist ein unbewegliches Hemmnis und zählt damit zu ungewöhnlichen Platzverhältnissen (wie auch Boden in Ausbesserung, zeitweiliges Wasser und Tierlöcher). Bleibt dein Ball darauf liegen, darfst du straflose Erleichterung nehmen. Dazu musst du erst einmal den nächstgelegenen Punkt der vollständigen Erleichterung finden. Das ist der erste Punkt neben dem Weg, an dem der Ball nicht mehr darauf liegt und auch deine Füße nicht mehr auf dem Weg stehen müssen. Von der Stelle aus darfst du deinen Ball straflos innerhalb von 1 Schlägerlänge droppen.

Aber Achtung: Die Erleichterung erhältst du nur von dem künstlich befestigten Weg und es muss vollständige Erleichterung sein, d.h. nicht nur dein Ball, sondern auch dein Stand dürfen dann durch den Weg nicht mehr behindert sein. Für den Schlag darfst du also auch nicht mehr auf dem Weg stehen.
Der nächstgelegene Punkt der vollständigen Erleichterung könnte aber im tiefen Gras liegen oder vielleicht sogar mitten in einem Busch. Überlege dir also besser schon, bevor du deinen Ball vom Weg aufhebst, ob du tatsächlich Erleichterung in Anspruch nehmen möchtest. Wenn der nächstgelegene Punkt der vollständigen Erleichterung nicht auf eine flach gemähten Stück Rasen liegt, könnte es besser sein, den Ball auf dem Weg so zu spielen, wie er liegt.

Unbewegliches Hemmnis (Zaun)

Auch ein Zaun ist ein unbewegliches Hemmnis, wenn er nicht dafür da ist, um die Aus-Grenze zu markieren. Wenn der Zaun deinen Stand oder deinen Schwung behindert, würdest du, wie bei der Schutzhütte, straflose Erleichterung bekommen. In dieser Situation ist jedoch nur die Spiellinie betroffen. Dafür gibt es keine Erleichterung und der Ball muss gespielt werden, wie er liegt.

Bewegliche Hemmnisse

Bewegliche Hemmnisse sind künstliche Sachen auf dem Platz. Auch Pfähle können beweglich sei (aber nicht Aus-Pfähle, da die nicht bewegt werden dürfen), Harken oder von anderen Spielern verlorene Gegenstände (zum Beispiel eine Getränkeflasche, ein Handschuh oder eine Scorekarte). Selbst eine Sitzbank gilt als bewegliches Hemmnis, wenn sie leicht ist und du sie zusammen mit deinem Mitspieler zur Seite heben kannst. Nach dem Schlag stellt ihr sie dann natürlich wieder zurück.
 
 

Wenn die Bank nun aber aus einem Baumstamm gebaut worden ist und du sie nicht bewegen kannst, dann würde sie als unbewegliches Hemmnis gelten.

 

Boden in Ausbesserung

Boden in Ausbesserung zählt zu „ungewöhnlichen Platzverhältnissen“. Er wird mit blauen Pfählen markiert. Wenn dein Ball darin liegt, bekommst du straflose Erleichterung. Du darfst dir die nächste Stelle suchen, an der dein Ball nicht mehr darin liegt und du auch nicht darin stehen musst. Die Stelle solltest du markieren und einen Ball innerhalb einer Schlägerlänge droppen. Dann kannst du weiterspielen ohne dir dafür einen Strafschlag hinzuzählen zu müssen.

Ball auf einem Maulwurfshügel

Ein Maulwurfshügel zählt zu „ungewöhnlichen Platzverhältnissen“. Wenn dein Ball darauf liegt oder davon behindert wird, bekommst du straflose Erleichterung. Dann kannst du weiterspielen ohne dir dafür einen Strafschlag hinzuzählen zu müssen.

Du suchst zuerst den Punkt der so nah wie möglich an deinem Ball auf dem Maulwurfshügel liegt, an dem du aber nicht mehr davon behindert wirst (und nicht näher zur Fahne).
Innerhalb von einer Schlägerlänge von diesem Punkt darfst du deinen Ball droppen und weiterspielen. Weil der Maulwurfshügel hier nicht her gehört, bekommst du für diese Erleichterung keine Strafe.

Zeitweiliges Wasser

In einer Penalty Area gibt es keinen Anspruch auf Erleichterung wegen zeitweiligem Wasser. Ansonsten gilt der Anspruch auf straflose Erleichterung überall auf dem Platz immer dann, wenn dein Ball im zeitweiligen Wasser liegt oder du darin stehen müsstest, um den Ball zu spielen.
Du darfst deinen Ball dann an der nächstgelegenen Stelle droppen, an der dein Ball auf trockenem Boden liegt und du auch wieder trocken stehen kannst. Diese Stelle darf nicht näher am Loch sein, als dein Ball vorher lag und muss so nah wie möglich an der ursprünglichen Position des Balles liegen. Wenn die Pfütze auf dem Grün ist, musst du den Ball an die nächste trockene Stelle legen, statt ihn zu droppen.

Loch 6

Wachsende Pflanzen

Ist eine Pflanze oder ein Teil davon noch angewachsen, dann darf sie nicht abgebrochen oder zur Seite gebogen werden. Besonders bei langen Ranken, wie zum Beispiel von Brombeeren, muss man daran denken. Auch wenn sie scheinbar lose auf dem Boden liegen, könnten sie am anderen Ende noch angewachsen sein. Bewegt ein Spieler sie, zieht er sich damit 2 Strafschläge zu.

Sand und lose Erde auf dem Fairway

Auf dem Grün darf Sand oder Erde zur Seite gewischt werden, wenn es dich dort stört. Auf dem Fairway ist das aber nicht erlaubt.

Unspielbarer Ball

Ob ein Ball unspielbar ist, entscheidet allein der Spieler. 
Für jede der Möglichkeiten musst du dir allerdings einen Strafschlag hinzuzählen.

  • Droppe einen Ball so nah wie möglich der Stelle, von wo du den letzten Schlag gemacht hast. Sollte das der Abschlag gewesen sein, darfst du den Ball wieder auf ein Tee setzen.
  • Droppe einen Ball auf der Verlängerung der Linie zwischen dem Loch und der Stelle wo dein Ball liegt, innerhalb von einer Schlägerlänge. Dafür darfst du so weit zurückgehen, wie du möchtest.
  • Droppe einen Ball innerhalb von zwei Schlägerlängen von der Stelle aus, wo dein Ball lag, aber nicht näher zur Fahne.

Pass bei der Auswahl der Stelle zum Droppen auf, dass du deinen Ball von dort aus auch wirklich weiterpielen kannst. Wenn er wieder in die unspielbare Lage zurückrollen sollte, kannst du ihn nur erneut mit einem Strafschlag für unspielbar erklären.

Für einen unspielbaren Ball im Bunker gibt es eigene Regeln (Für die Erklärung siehe hier auf der Seite auf Loch 4).
 
Nur in einer Penalty Area ist es nicht erlaubt, seinen Ball für unspielbar zu erklären. Dort kann statt dessen die Regel für Penalty Areas angewendet werden.

Lose hinderliche Naturstoffe

Ein Spinnennetz gilt für Golfer als loser hinderlicher Naturstoff, obwohl die Spinne sich sicher ganz viel Mühe damit gegeben hat, das Netz gut zu befestigen. Auch ein Insekt, das sich auf einen Ball gesetzt hat, darf als loser hinderlicher Naturstoff vor dem Schlag verscheucht werden.

Sand und Erde zählen nicht zu den losen hinderlichen Naturstoffen. Sie dürfen daher zwar auf dem Grün entfernt werden, aber nicht im Gelände.

Ball bewegt sich beim Entfernen des losen hinderlichen Naturstoffs

Wenn du die Stelle nicht genau kennst, an der der Ball vor der Bewegung gelegen hat, musst du sie schätzen.

Lose hinderliche Naturstoffe auf dem Grün

Nur auf dem Grün gilt, dass es straflos ist, wenn sich der Ball beim Entfernen von losen hinderlichen Naturstoffen bewegt. Er muss jedoch an seine vorherige Stelle zurückgelegt werden.

Loch 7

Pitchmarken ausbessern

Eine Pitchgabel sollte jeder Golfer griffbereit in der Hosentasche haben. Vor dem Putten schaust du, ob dein Ball eine Pitchmarke, also ein Balleinschlagsloch verursacht hat.
Du solltest das Loch reparieren, indem du den Rasen rund um die Pitchmarke mit der Pitchgabel in die Mitte des kleinen Lochs zusammendrückst. 
Wenn der Schaden sofort behoben wird, erholt der Rasen sich schnell. So bleibt das Grün eben und die Bälle lassen sich gut putten.

Hebele mit der Pitchgabel aber nicht die Mitte der Pitchmarke wieder nach oben. Dabei würden die Wurzeln abreißen und es entsteht ein brauner Fleck auf dem Grün.

Auch die von Spikes verursachten Schäden dürfen auf dem Grün behoben werden.

Ball markieren

Manchmal liegt der Ballmarker in der Puttlinie eines Mitspielers. Dann wird er dich bitten, deinen Ball zur Seite zu markieren. Dazu kannst du mit deinem Putter eine oder zwei Schlägerkopflängen zur Seite abmessen und deinen Marker dort hinlegen. Bevor du deinen Ball spielst, musst du aber daran denken, ihn erst wieder an die richtige Stelle zurückzulegen. Wer das vergisst, zieht sich 2 Strafschläge zu.

Du kannst dich mit deinem Mitspieler aber auch abstimmen und deinen Ball einfach schon vor ihm putten.

Weil der Ball auf dem Grün lag, darf er auch gereinigt werden. Außerhalb des Grüns ist normalerweise weder das Aufnehmen noch das Reinigen des Balls erlaubt.

Fahne bedienen

Wenn dein Ball auf dem Grün liegt aber noch weit vom Loch entfernt, kannst du einen Mitspieler bitten, die Fahne zu "bedienen". So nennen Golfer es, wenn der Mitspieler sie aus dem Loch zieht, wenn dein Ball darauf zu rollt.
Das kann dir helfen, das Loch beim Putten besser zu sehen. 
Die Fahne darf auch schon vor dem Putt aus dem Loch gezogen und etwas weiter entfernt abgelegt werden. Pass dabei aber auf, dass dein Ball nicht die auf dem Grün liegende Fahne berührt. Damit würdest du dir 2 Strafschläge zuziehen. 

Jetzt geht es zum Putten

Auch auf dem Grün ist immer zuerst der Spieler an der Reihe, dessen Ball am weitesten vom Loch entfernt liegt.
Wenn ein anderer Spieler erst an der Reihe ist, kannst du während seines Schlags schon einmal überlegen, wie du deinen Ball putten wirst. Es ist nicht vorgeschrieben, dass der Ball auf dem Grün mit dem Putter gespielt werden muss. Mit anderen Schlägern wäre es aber schwieriger.

Sobald jeder eingelocht hat, verlasst ihr das Grün. Die Ergebnisse notiert ihr beim folgenden Abschlag oder auf dem Weg dorthin.

Bag am Grün abstellen

Um das empfindliche Grün zu schonen, dürfen Trolley nicht darüber gezogen werden. Bags und Trolleys werden neben dem Grün abgestellt. Um nach dem Verlassen des Grüns zügig weitergehen zu können, stellst du dein Bag am besten in Richtung des folgenden Abschlags ab.

Damit auch die Flächen um das Grün herum geschont werden, dürfen Trolleys nicht zwischen dem Grün und einem Bunker oder einer Penalty Area hindurch gezogen werden. 

Ball liegt am Rand des Lochs

Wenn dein Ball oben auf dem Rand des Lochs liegen bleibt, darfst du in angemessener Zeit zum Loch gehen. Dann beginnt die zusätzliche Wartezeit von 10 Sekunden. Fällt er in dieser Zeit von allein ins Loch, gilt er als mit deinem letzten Schlag eingelocht. Beträgt die Wartezeit mehr als 10 Sekunden, kannst du ihn auch mit dem Schläger ins Loch spielen, denn den Extraschlag musst du dir dann sowieso notieren.

Ist dein Ball hingegen zwischen der Fahnenstange und dem Lochrand eingeklemmt, gilt er schon dann als eingelocht, wenn sich nur ein kleiner Teil des Balls unterhalb der Oberfläche des Rasens befindet.

Auf dem Grün: Ball aus Versehen in Bewegung abgelenkt

Wenn dein Ball auf dem Grün durch einen Ballmarker abgelenkt wird, hat das keine Auswirkung. Du musst deinen Ball danach so spielen, wie er liegt und es fallen dafür keine Strafschläge an. 
Auch bei Bällen, die von außerhalb des Grüns gespielt werden, gibt es keine Strafe, falls sie einen anderen Ball treffen. 

Grün sofort verlassen

Um unnötige Wartezeiten zu vermeiden, sollte das Grün nach dem Einlochen zügig wieder verlassen werden. So ist es frei zum Anspiel durch die nachfolgende Spielergruppe.

Loch 8

Eigenen Ball bewegt

Du darfst deinen eigenen Ball nicht bewegen, nicht einmal versehentlich. Wenn dir das trotzdem passiert, musst du einen Strafschlag zu deinem Ergebnis hinzuzählen und den Ball wieder an seine ursprüngliche Stelle zurücklegen.
 
Eine Ausnahme gilt, wenn du deinen Ball suchst und ihn dabei versehentlich bewegst. Nur wenn du deinen Ball bei der Suche nach ihm aus Versehen bewegst, gibt es dafür keine Strafe. Du musst dann die Stelle schätzen, an der er gelegen hatte und ihn dorthin zurücklegen. Würde der Ball nicht zurückgelegt, wäre es „Spielen vom falschen Ort“. Dafür würde der Spieler sich zwei Strafschläge zuziehen.

Ball identifizieren

Zum Markieren der Lage kannst du einen Ballmarker (z.B. eine Münze oder ein Tee) direkt hinter den Ball legen.
Dann darfst du den Ball vorsichtig aufheben. Wenn er schmutzig ist, darfst du nur gerade so viel von dem Schmutz entfernen, bis du deine Zeichen auf dem Ball erkennen kannst.
Wenn es dein Ball ist, legst du ihn ganz genau an die Stelle zurück, an der er gelegen hat. Falls er tief in einem Grasbüschel gesteckt hat, gehört es dazu, den Ball genauso tief wieder hineinzustecken. Dann nimmst du den Ballmarker wieder auf und spielst deinen Ball.

Spielen vom falschen Ort

Wenn du von der falschen Stelle spielst, kostet dich das 2 Strafschläge und du musst das Loch mit diesem Ball zu Ende spielen. Sollte der Fehler aber einen großen Vorteil für dich bedeuten, musst Du den Ball noch einmal von der richtigen Stelle spielen. Tust du das nicht, wirst du disqualifiziert.
 
So lange du den Ball noch nicht geschlagen hast, kannst du die Strafe noch vermeiden, indem du den Ball wieder aufnimmst und ihn an der richtigen Stelle droppst. 

Ball droppen

Welchen Ball droppen?
Wenn ein Ball gedroppt werden muss, darfst du dir aussuchen, ob du den ursprünglichen Ball droppen möchtest, oder lieber einen neuen Ball verwendest.

Wie droppen? 
Du musst den Ball auf Kniehöhe halten und dann fallen lassen. Der Ball muss im Erleichterungsbereich liegen bleiben. Rollt er heraus, musst du ihn erneut droppen. Wenn du auf eine andere Art gedroppt hast, dann musst du noch einmal richtig droppen. Wenn du deinen Ball schlagen würdest, wenn du ihn auf eine falsche Weise gedroppt hast, bekommst du einen Strafschlag dafür.

Noch einmal droppen (ohne Strafe)
Du musst deinen Ball noch einmal droppen, wenn er nach dem ersten Mal…
… an die Stelle zurück rollt, von der du straflos weg droppen wolltest
…mehr als zwei Schlägerlängen von dem Punkt wegrollt, wo er zuerst den Boden berührt hat.
…näher am Loch liegt, als der von dir vorher gesuchte nächstgelegene Punkt der Erleichterung.

Abhängig von der Regel, die du anwendest, kannst du aus einer Anzahl von Möglichkeiten wählen, wo du den Ball droppen darfst. Wenn du an einer anderen Stelle droppst als es die Regel besagt, dann kannst du deinen Fehler wiedergutmachen, indem du vor deinem Schlag noch einmal an der richtigen Stelle droppst. Tust du das nicht, würdest du von einer falschen Stelle spielen und müsstest dafür zwei Strafschläge hinzuzählen.

Wer muss den Ball droppen?
Jeder Spieler muss seinen eigenen Ball droppen.

Falschen Ball spielen

Wenn man nicht gut aufpasst kann es schon mal vorkommen, dass man seinen Ball mit einem anderen verwechselt und dann einen falschen Ball spielt.
Alle mit dem falschen Ball gemachten Schläge zählen dann nicht. Für den Fehler musst du dir 2 Strafschläge hinzuzählen und deinen eigenen Ball suchen und von dort aus zu Ende spielen, wo du ihn findest.

Den falschen Ball musst du dann wieder an der Stelle droppen, von dem aus du ihn gespielt hattest, damit sein Spieler ihn weiterspielen kann.

Ball in Bewegung versehentlich abgelenkt

Auch wenn dein Ball versehentlich durch einen anderen äußeren Einfluss abgelenkt wird, wie zum Beispiel ein Golfcart oder einen anderen Spieler, ist das straflos. Der in Bewegung abgelenkte Ball muss dann gespielt werden, wie er liegt.

Für einen auf dem Grün geputteten Ball gilt das jedoch nicht. Da musst du sicherstellen, dass er nicht abgelenkt wird. Triffst du versehentlich doch einen anderen Ball, musst du dir 2 Strafschläge notieren.

Ups, ein Fehler

Auch auf dem Golfplatz kann jeder einmal einen Fehler machen. Einige Fehler können straflos wieder behoben werden, für andere bekommt der Spieler 1 oder 2 Strafschläge oder wird sogar disqualifiziert. Das kann ein bisschen ärgerlich sein. Wenn du aber ehrlich bist und den Fehler eingestehst, kannst du dafür stolz auf dich sein. Das gehört auch zum Spirit of the Game.

Manchmal wird ein Spieler für einen Fehler sogar disqualifiziert, weil Strafschläge als Ausgleich nicht ausreichen. Lass den Kopf nicht hängen, wenn es dir passiert. Auf der nächsten Runde passiert dir dieser Fehler sicher nicht noch einmal.

Ball hinlegen

Beim Zurücklegen muss der ursprüngliche Ball zurückgelegt werden. Eine Ausnahme gilt nur dann, wenn der ursprüngliche Ball nur mit zeitlicher Verzögerung wiedererlangt werden kann (zum Beispiel wenn jemand anders Deinen Ball als falschen Ball geschlagen hat). Dann darfst du statt des ursprünglichen Balls einen neuen Ball hinlegen.