Was, wenn der Ball an der Lochkante nach übertrieben langem Trödeln noch fällt?
Die Situation:
Theo Trickreich hat einen langen Putt von zehn Metern und sein Ball bleibt über dem Lochrand liegen, so dass zu erwarten ist, dass er auch noch hineinfallen könnte.
Theo starrt dem Ball fasziniert hinterher, wirft die Arrme und seine Mütze in die Luft, lässt seinen Putter vor Enttäuschung fallen, fragt (überflüssigerweise) seine Mitspieler, ob diese gesehen haben, wie knapp der Schlag war, hebt seine Mütze wieder auf, hebt den Putter wieder auf, läuft zu seinem Golfbag, wo er noch einmal mit dem Handtuch die Schlagfläche seines Putters poliert, etwas Wasser trinkt, prüft, ob sein Ballmarker noch in seiner Hosentasche ist.
Gerade als er wieder einmal nach seinem Ball schaut, fällt dieser ins Loch.
„Par!“, strahlt er seine Mitspieler an, die ihn jedoch nur fragend anschauen.
Was haben seine Mitspieler für ein Problem?
Die Lösung:
Hängt ein Ball über dem Lochrand, stehen nach Klarstellung 13.3a/1 dem Spieler sowohl eine angemessene Zeit zu, das Loch zu erreichen sowie dann noch weitere zehn Sekunden, die der Spieler warten darf, ob der Ball noch fällt.
Die Zeit, die Theo mit übertriebenen emotionalen Äußerungen und an seinem Golfbag mit Nebensächlichkeiten verbracht hat, die auch nach dem Schlag hätten geschehen können, sollte die Dauer des Zeitraums verlängern, in der der Ball die Chance hatte, ins Loch zu fallen.
Er hätte jedoch ohne diese Verzögerungen sofort zum Loch gehen müssen (Dauer fünf bis zehn Sekunden) und hätte dort noch zehn Sekunden gewartet.
Fällt der Ball nach dieser Zeit ins Loch, gilt er als mit einem weiteren Strafschlag eingelocht und der Score von Theo lautet Bogey und nicht Par.








