Partner des DGV

Drei Kandidaten für den Titel: Jordan Spieth, Xander Schauffele und Scottie Scheffler. | © golfsupport.nl

Zwischen Zweifeln und Selbstvertrauen: Die Stimmen vor dem Major-Start

Der Tag vor dem ersten Abschlag bei einem Major-Turnier ist für Medien oft der wichtigste. Fast alle Stars sitzen am Mittwoch im Pressezentrum vor den Mikrofonen und beantworten die Fragen der Journalisten vor Ort. Gesprächsstoff gibt es jede Menge im Medienzentrum von Aronimink. Die Form, der Druck, Verletzungen – und natürlich die Frage, wer bei der PGA Championship (14. – 17. Mai 2026), dem zweiten Major des Jahres, die besten Chancen auf den Sieg hat.

McIlroys große Ziele

Rory McIlroy ist nach seinem Masters-Triumph mit viel Selbstvertrauen nach Philadelphia gereist. Der Nordire erzählte am Mittwoch vor allem davon, wie sehr ihn der Triumph in Augusta verändert habe. „Ich dachte immer, der Karriere-Grand-Slam würde mein Leben komplett verändern“, sagte McIlroy. „In gewisser Weise hat er das auch. Aber gleichzeitig habe ich gemerkt, dass noch viel Karriere vor mir liegt.“ Besonders motiviert wirkt er dennoch: „Ich glaube sogar, dass ich nach Augusta motivierter bin als jemals zuvor.“ McIlroy denkt inzwischen sogar laut darüber nach, ob ein zweiter Karriere-Grand-Slam ein realistisches Ziel sein könnte. 

Spieth träumt vom Grand Slam

Auch Jordan Spieth beschäftigt das Thema Grand Slam. Der Amerikaner kann mit einem Sieg seine Sammlung komplettieren. „Wenn ich noch ein einziges Turnier in meinem Leben gewinnen könnte, dann wäre es dieses“, sagt Spieth. Gleichzeitig wolle er sich genau davon nicht verrückt machen lassen: „Der einfachste Weg ist wahrscheinlich, es nicht zu sehr zu wollen.“

Scheffler über den Platz

Titelverteidiger Scottie Scheffler analysierte vor allem den Platz in Aronimink. Für ihn hängt vieles von den Bedingungen ab: „Wenn der Platz weich ist, kann man deutlich mehr Fehler verzeihen. Wird er dagegen hart und schnell, wird es extrem schwierig.“ Besonders das Spiel aus dem Rough sieht Scheffler dann als entscheidenden Faktor.

Schauffele mit Zweifeln

Xander Schauffele zeigt sich vor seinem Start ungewohnt offen selbstkritisch. Nach Platz 60 zuletzt in Charlotte sei sein Selbstvertrauen „deutlich niedriger“. Trotzdem hofft er, zumindest die guten Aspekte seines Spiels aus den vergangenen Wochen transportieren zu können. In der laufenden Saison konnte er jedoch noch keinen Titel gewinnen, immerhin siebenmal schaffte er es unter die Top 25. 

Wer Donald vom Weitermachen überzeugte

Spannend sind auch die Diskussionen abseits des sportlichen Geschehens. Ryder-Cup-Kapitän Luke Donald erzählte, dass mehrere europäische Stars ihn von einer dritten Amtszeit überzeugt hätten. „Rory, Shane Lowry und Matt Fitzpatrick waren sehr positiv eingestellt, dass ich weitermache“, sagt Donald. Sein amerikanischer Kollege Jim Furyk sprach derweil offen über die Probleme der USA im Vierer-Format: „Es ist kein Geheimnis, dass Foursomes ein großes Problem für uns waren.“

Sorgen um Morikawas Rücken

Sorgen bereitet weiter der Rücken von Collin Morikawa. Der zweimalige Major-Sieger kämpft noch immer mit den Folgen seiner Verletzung bei der Players Championship. „Das Schwierige ist nicht nur der Schmerz, sondern das fehlende Vertrauen in den eigenen Körper“, sagt Morikawa.

Rose über seinen Schlägerwechsel

Und Justin Rose verteidigt seinen viel diskutierten Schlägerwechsel kurz vor dem Major offensiv. „Wenn du im Golf nicht ständig versuchst, besser zu werden, gehst du automatisch rückwärts“, erklärt der 45-Jährige.

Weiteres zum Thema

Tipps der Redaktion