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Aller Anfang ist schwierig? Nicht unbedingt – Golf kann einfacher sein, als viele Einsteiger glauben. | © Canva

Zu teuer, zu elitär: Fünf Golf-Klischees, die nicht mehr stimmen

Golf ist teuer, dauert ewig und ist nur etwas für alte Herren in Poloshirts. Die klassischen Klischees, die jeder kennt. Und die längst so veraltet sind wie die Startzeitenreservierung per Fax. Golf in Deutschland (und auch in anderen Teilen der Welt...) hat sich längst zu einem modernen Sport gewandelt. Die meisten Vorurteile halten einem Realitätscheck kaum noch stand. Fünf Beispiele häufiger Irrtümer: 

1) Golf ist nur etwas für Reiche

Kaum ein Vorurteil ist so hartnäckig wie dieses. Natürlich gibt es deutschlandweit viele exklusive, elitäre Clubs und Plätze mit hohen Aufnahmegebühren und knackigen Greenfees. Aber eben nicht überall! Bundesweit existieren zahlreiche öffentliche Anlagen, auf denen eine Runde teilweise weniger als 20 Euro kostet. Viele Clubs bieten inzwischen flexible Mitgliedschaftsmodelle an, die teilweise im niedrigen dreistelligen Bereich liegen. Auch Schnupperkurse sind vielerorts erschwinglicher als ein Tagesausflug mit der Familie ans Meer. Immer wieder werden auch Einsteigerpakete inklusive Platzreife-Kurs und Leihschlägern angeboten. Wer möchte, kann zunächst mit gebrauchter Ausrüstung starten oder Equipment leihen. Klar, Golf wird nie ein Billigsport – aber es gibt sie eben doch, die erschwinglichen Möglichkeiten!  

2) Eine Runde dauert den ganzen Tag

„Dafür habe ich keine Zeit“, so lautet ein häufiges Argument notorischer Golfkritiker. Tatsächlich kann eine 18-Löcher-Runde einige Stunden dauern. Ist ja auch schön. Und doch nur ein Teil der Wahrheit. Schließlich zwingt Sie niemand, eine ganze Runde zu spielen. Für neun Löcher benötigen Sie meistens gut anderthalb Stunden – durchaus machbar, oder? Hinzu kommen Trainingsmöglichkeiten wie Driving Range, Kurzplätze und moderne Indoor-Anlagen in Städten, auf denen der Spaßfaktor riesig ist und der Zeitaufwand überschaubar.

3) Golf ist kein richtiger Sport

So redet meistens nur, wer selbst noch nie gespielt hat. Unstrittig ist nämlich: Ein Golfschwung beansprucht zahlreiche Muskelgruppen und eine Runde über den Platz bedeutet mehrere Kilometer Fußweg – oft über hügeliges Gelände und mit Bag auf dem Rücken. Zudem fordert Golf Konzentration, Koordination und mentale Stärke. Gerade diese Mischung aus Bewegung an der frischen Luft und strategischem Denken kann verdammt anstrengend sein. 

4) Das Flair in den Clubs ist steif und elitär

Das Bild vom distanzierten Clubleben hält sich in manchen Kreisen hartnäckig. Doch die Realität auf vielen deutschen Anlagen sieht heute anders aus. Clubs öffnen sich zunehmend für neue und junge Zielgruppen, veranstalten Schnuppertage, After-Work-Turniere oder lockere Neun-Löcher-Events. Junge Erwachsene, Familien und Berufstätige finden immer vielseitigere Angebote. Auch die Etikette ist vielerorts deutlich entspannter geworden – ohne, dass ein gewisser Standard verloren geht. Natürlich gibt es noch immer viele traditionsbewusste Clubs, doch das pauschale Bild von der elitären und schnöseligen Klientel trifft nicht zu.

5) Man muss richtig gut sein, bevor man auf den Platz darf

Viele schreckt die Vorstellung ab, erst eine gefühlte Ewigkeit trainieren zu müssen, um irgendwann einmal einen Platz betreten zu dürfen. In Deutschland gibt es zwar die Platzreife als Einstiegsvoraussetzung – doch sie dient vor allem der Sicherheit und dem reibungslosen Spielbetrieb. Platzreife-Kurse sind in der Regel klar strukturiert und für Anfänger konzipiert. Niemand erwartet Perfektion. Es geht darum, grundlegende Regeln zu verinnerlichen und eine Basiserfahrung vorweisen zu können. Beides lässt sich schnell lernen. 

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