Zehn Open-Plätze und was sie kosten
Die Open Championship, erstmals 1860 in Prestwick ausgetragen, ist das älteste noch existierende Golfturnier der Welt. Bis heute verkörpert sie die Ursprünge des Sports – nicht nur in ihrer Geschichte, sondern auch durch ihre Austragungsorte: echte Linksplätze, meist direkt an der britischen Küste gelegen. Das Besondere: Fast alle ehemaligen und aktuellen Open-Plätze sind öffentlich zugänglich. Eine Runde auf einem „Open Course“ kostet je nach Berühmtheit, Jahreszeit und Buchungsvorlauf bis zu 500 Euro, allerdings gibt es auch Plätze, die weniger aufrufen.
1. Musselburgh Links
Der älteste noch bespielbare Golfplatz der Welt war zwischen 1874 und 1889 sechsmal Austragungsort der Open Championship. Heute ist der Platz im öffentlichen Besitz, neun Löcher lang, charmant rustikal – und ein preiswertes Stück Geschichte. Greenfee: ab £26 (ca. 30 Euro), je nach Wochentag.
2. Prestwick Golf Club
Hier begann 1860 alles: Prestwick war Austragungsort der ersten zwölf Open und insgesamt 24-mal Gastgeber. Der Platz ist urbritisch, mit Ecken und Kanten, Eisenbahngleisen entlang der Fairways und einem besonders geschichtsträchtigen Clubhaus. Greenfee Hauptsaison: ab £310 (360 Euro), je nach Wochentag.
3. Prince’s Golf Club
Nur einmal war Prince’s Gastgeber der Open – 1932, als Gene Sarazen triumphierte. Dennoch zählt der Küstenkurs im englischen Sandwich zu den großen Klassikern. Der 27-Loch-Komplex bietet Links-Golf vom Feinsten zu moderatem Preis. Greenfee, Hauptsaison: ab £170 (ca. 196 Euro).
4. Royal Cinque Ports (Deal)
Einst Open-Austragungsort (1909, 1920), dann durch Krieg, Sturm und Flut beschädigt. Deal ist ein windiger Küstenplatz mit einem sehr sportlichen Design. Noch heute zählt er zu den schwierigsten Links-Kursen in England. Greenfee, Hauptsaison: ab £275 (ca. 320 Euro).
5. Muirfield
Der traditionsreiche Heimatclub der „Honourable Company of Edinburgh Golfers“ war 16-mal Open-Gastgeber, zuletzt 2013. Berühmt für seine strengen Regeln und den makellosen Platzpflegezustand. Wer hier spielen will, muss langfristig reservieren. Greenfee: £395 (ca. 455 €Euro.
6. St Andrews (Old Course)
Die „Heimat des Golf“ und Rekordhalter mit 30 Austragungen der Open. Der Old Course ist ein Pilgerziel für Golfer weltweit. Eine Runde ist heiß begehrt – wird per Online-Ballot oder Early Tee Time-Verlosung vergeben. Greenfee, Hauptsaison: ab £340 (ca. 395 €), je nach Saison.
7. Royal St George’s
Der Platz in Sandwich war zuletzt 2021 Austragungsort der Open und ist bekannt für seine tiefen Bunker und unvorhersehbaren Fairways. Rory McIlroy nannte ihn „brutal fair“. Greenfee: £175–£350 (je nach Saison).
8. Royal Lytham & St Annes
Berühmt für seine 200+ Bunker und anspruchsvollen Par-3s. Lytham war elf Mal Open-Gastgeber, zuletzt 2012. Der Inland-Linksplatz ist technisch extrem fordernd. Greenfee, Hauptsaison: ab £300 (ca. 403 Euro)
9. Royal Portrush
Der nordirische Klassiker kehrte 2019 mit Shane Lowrys Triumph auf die Open-Bühne zurück – und stand 2025 erneut auf dem Programm. Atemberaubende Küstenkulisse trifft auf moderne Links-Herausforderung. Greenfee, Hauptsaison: ca. £420 (etwa 480 Euro).
10. Royal Troon
2024 erneut Gastgeber der Open – bekannt für das legendäre „Postage Stamp“-Loch (Par 3, nur 123 Yards). Troon ist schroff, windig und wunderschön. Greenfee, Hauptsaison: ca. £365 (420 Euro).









