Woods lädt ein: Schmid beim nächsten 20-Millionen-Highlight
PGA Tour: Genesis Invitational
The Riviera Country Club, Kalifornien, 19. bis 22. Februar
Mit dem Genesis Invitational kehrt die PGA Tour an einen ihrer traditionsreichsten Schauplätze zurück: den Riviera Country Club in Pacific Palisades. Nachdem das Turnier im vergangenen Jahr aufgrund der verheerenden Waldbrände in der Region nach Torrey Pines verlegt wurde, findet es nun wieder an seinem angestammten Platz statt. Die Rückkehr gilt als symbolträchtiges Heimkommen – auch weil das Turnier im Jahr 2025 mit der Initiative „California Rises” zahlreiche Hilfsmaßnahmen unterstützte.
Als zweites Signature Event der Saison 2026 ist das Teilnehmerfeld erneut exklusiv besetzt. 72 Spieler haben sich über ihre FedExCup-Platzierungen 2025 oder einen starken Saisonstart 2026 qualifiziert. Anders als beim Saisonauftakt in Pebble Beach gibt es diesmal wieder einen Cut. Es ist das erste von drei Signature Events in diesem Jahr mit dieser Regelung. Zahlreiche Stars reisen direkt vom AT&T Pebble Beach Pro-Am weiter nach Südkalifornien.
Das Feld wird von Scottie Scheffler angeführt, der seine beeindruckende Serie von inzwischen 18 Top-Ten-Ergebnissen in Folge fortsetzen möchte, aber in Riviera noch auf seinen ersten Sieg wartet. Auch Rory McIlroy, der sein Saisondebüt in Pebble Beach gab, ist erneut am Start. Als Titelverteidiger reist Ludvig Åberg an, der das Turnier 2025 in Torrey Pines gewann. Er verteidigt somit den Titel des Events, jedoch nicht auf dem Platz selbst. Gastgeber des Turniers ist traditionell Tiger Woods, dessen Stiftung hinter der Veranstaltung steht.
Der Par-71-Kurs ist inzwischen bis zu 6.751 Meter lang und wurde im Hinblick auf kommende Großereignisse nochmals angepasst. Neue Abschläge verlängern mehrere Bahnen, darunter das 456 Meter lange Schlussloch. Besonders auffällig ist das Par 3 der vierten Bahn, das nun bis zu 250 Meter misst und damit zu den längsten Par-3-Löchern ohne Höhenlage in der Geschichte der regulären PGA Tour zählt. Trotz dieser Verschärfungen blieben hohe Zahlen hier zuletzt selten.
Riviera feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen, wenn auch in gedämpfter Stimmung angesichts der jüngsten Ereignisse in der Region. Sportlich markiert die Rückkehr den Auftakt einer Reihe hochkarätiger Wettbewerbe: In wenigen Monaten folgt die US Womens Open, 2028 werden hier zudem die olympischen Golfwettbewerbe ausgetragen.
Matti Schmid, der diese Woche der einzige Deutsche im Feld ist, möchte 2028 gerne wieder dabei sein, nachdem er 2024 in Paris erstmals olympische Luft schnuppern durfte. Wie schon für das mit 20 Millionen US-Dollar dotierte AT&T Pebble Beach Pro-Am qualifizierte sich der Spieler des Elite-Team-Germany auch dieses Mal über die FedExCup Fall Points List. Stephan Jäger steht hingegen zwei Tage vor Turnierbeginn noch an zweiter Stelle der Nachrückerliste, nachdem er in Pebble Beach ins Feld gerutscht war. Während der Münchner also noch auf zwei Absagen hofft, feiert Schmid sein Turnierdebüt an einem besonderen Ort.
LPGA Tour: Honda LPGA Thailand
Siam Country Club, Thailand, 19. bis 22. Februar
Im Februar 2025 sorgte Angel Yin für ein Ausrufezeichen, als sie das Honda LPGA Thailand im Siam Country Club (Old Course) mit einem Turnierrekord von 28 unter Par gewann. Die Kalifornierin setzte sich nach einer Schlussrunde von 65 Schlägen hauchdünn gegen die stark aufspielende japanische Rookie Akie Iwai durch und feierte damit ihren zweiten LPGA-Titel. Es war zugleich das niedrigste Siegerergebnis auf der Tour seit Lydia Ko 28 unter Par bei der Lotte Championship 2021 spielte.
2026 macht die LPGA Tour erneut Station im thailändischen Chonburi. Auf dem 6.080 Meter langen Par-72-Kurs des Siam Country Clubs kämpfen 72 Spielerinnen um ein Gesamtpreisgeld von 1,8 Millionen US-Dollar, wovon 270.000 US-Dollar an die Siegerin gehen. Das Turnier markiert den Auftakt des ersten Asien-Swings der Saison, der die Tour weiter nach Singapur und China führt, bevor es Mitte März zurück in die USA geht.
Als Favoritin gilt die Thailänderin Jeeno Thitikul, die mit viel Rückenwind aus einem starken Saisonende ins neue Jahr startet. Ebenfalls hoch gehandelt werden Sei Young Kim und Lydia Ko, die an ihre erfolgreichen Vorjahre anknüpfen wollen. Die Titelverteidigerin Yin kehrt mit den besten Erinnerungen zurück, während Nelly Korda, Siegerin des Saisonauftakts in Florida und aktuelle Führende im „Race to CME Globe”, wie schon in den vergangenen Jahren auf die frühe Reise nach Asien verzichtet.
Das Turnier hat eine besondere Bedeutung für die Gastgeberinnen: Mit Patty Tavatanakit und Ariya Jutanugarn haben bereits zwei Thailänderinnen in ihrer Heimat triumphiert. Mehrfachsiegerinnen sind zudem Amy Yang mit drei Erfolgen sowie Yani Tseng mit zwei Titeln.
Esther Henseleit aus dem Elite Team Germany ist die einzige Deutsche im Feld. Die Nummer 36 der Weltrangliste eröffnete ihr Golfjahr 2026 mit einem geteilten 39. Rang beim Saudi Ladies International auf der LET und startet nun, wie schon im vergangenen Jahr, ihre LPGA-Saison in Thailand. Vor zwölf Monaten wurde sie nach einer durchwachsenen Finalrunde geteilte 33.
DP World Tour: Magical Kenya Open
Karen Country Club, Kenia, 19. bis 22. Februar
Nach einer einwöchigen Pause setzt die DP World Tour ihren „International Swing” in Afrika mit der Magical Kenya Open in Nairobi fort. Erstmals seit fünf Jahren kehrt das Turnier in den Karen Country Club zurück. Der 1937 gegründete Club zählt zu den ältesten Golfanlagen Kenias und teilt sich traditionell die Austragung mit dem Muthaiga Golf Club. Für die 57. Auflage des Turniers, das erstmals 1967 ausgetragen wurde, wurde das Par des Platzes von 71 auf 70 angepasst. Zudem gab es kleinere Veränderungen an einzelnen Abschlägen. Um den Anforderungen eines 144-Spieler-Feldes gerecht zu werden, wurde zudem eine neue Driving Range errichtet.
Titelverteidiger ist Jacques Kruyswijk, der sich im vergangenen Jahr mit einem bogeyfreien Wochenende seinen ersten Sieg auf der DP World Tour sicherte. Neben ihm sind mit Guido Migliozzi, Justin Harding, Jorge Campillo und Darius van Driel weitere ehemalige Sieger am Start – fünf der sechs Gewinner seit Aufnahme des Turniers in den DP-World-Tour-Kalender schlagen in dieser Woche ab. Gespielt wird um ein Rekordpreisgeld von 2,7 Millionen US-Dollar.
Unter dem Motto „Open to All“ vereint das Teilnehmerfeld Spieler aus 29 Nationen. Insgesamt 47 Akteure haben bereits mindestens ein Turnier auf der DP World Tour gewonnen. Mit dabei ist auch Freddy Schott, der nach seinem Premierensieg in Bahrain mit Rückenwind anreist. Zudem setzen mehrere Tour-Mitglieder mit PGA-Tour-Erfahrung, wie beispielsweise Thriston Lawrence oder Matteo Manassero, ihre Race-to-Dubai-Kampagne in Kenia fort. Aus heimischer Sicht ruhen die Hoffnungen auf den 17 kenianischen Startern, darunter fünf Amateure. Celestin Nsanzuwera ist der erste Spieler aus Ruanda im Feld und schreibt damit ein kleines Stück Geschichte.
Neben Schott sind mit Maximilian Kieffer, Yannik Paul, Marcel Schneider und Marcel Siem vier weitere deutsche Golfer am Start. Schneider präsentierte sich in den vergangenen beiden Jahren in Kenia stark, erreichte jeweils die Top 25 und würde sich nach zuletzt zwei verpassten Cuts sicherlich über ein ähnliches Abschneiden freuen. Kieffer und Paul wiederum waren zuletzt auf der HotelPlanner Tour im Einsatz und wollen ihre Chance in der ersten Liga natürlich nutzen.
HotelPlanner Tour: Jonsson Workwear Durban Open
Durban CC, Südafrika, 19. bis 22. Februar
In dieser Woche macht die Road to Mallorca Halt im traditionsreichen Durban Country Club, wo mit der Jonsson Workwear Durban Open das vierte und letzte co-sanktionierte Turnier zwischen der HotelPlanner Tour und der Sunshine Tour ausgetragen wird. Der 1922 eröffnete und von George Waterman entworfene Platz kehrt damit zum zweiten Mal in den Turnierkalender zurück. Zuletzt war Durban 2025 Schauplatz der Investec South African Open, bei der Dylan Naidoo seinen ersten Sieg auf der DP World Tour feierte. Auch Legenden wie Gary Player und Ernie Els haben auf diesem Kurs Geschichte geschrieben.
Der Par-72-Platz an der Ostküste Südafrikas ist bekannt für seine spektakulären und zugleich anspruchsvollen Bahnen. Besonders das Par 5 der dritten Spielbahn mit erhöhtem Abschlag und Blick auf den Indischen Ozean zählt zu den herausragenden langen Löchern im Golfsport. Das drivebare Par 4 der 18. Spielbahn verspricht Spannung zum Abschluss, während das berüchtigte Par 3 der zwölften Spielbahn, „Prince of Wales“ genannt, mit seinen steilen Auslaufzonen selbst präzise Eisenspieler auf eine harte Probe stellt.
Sportlich erinnert man sich vor allem an den dominanten Auftritt von JC Ritchie bei der bislang letzten co-sanktionierten Austragung vor vier Jahren. Mit einer Führung von zehn Schlägen nach 54 Löchern stellte er damals einen Tourrekord auf und sicherte sich souverän den Titel. Inzwischen hat sich der Südafrikaner, der im vergangenen Jahr die German Challenge powered by VcG gewann, auf der DP World Tour etabliert.
Mit Philipp Katich, Allen John, Anton Albers, Hurly Long, Jannik de Bruyn, Alexander Knappe und Nick Bachem gehen sieben deutsche Golfer an den Start. De Bruyn ist mit dem 15. Platz in der Gesamtwertung weiterhin bester Deutscher im Rennen um die DP-World-Tourkarten. Beim NTT Data Pro-Am in der vergangenen Woche ging der Spieler vom GC Hösel jedoch leer aus.
Weitere Turniere mit deutscher Beteiligung:
Pro Golf Tour: Golf Mad Open
Lykia Links Golf Club, Türkei, 19. bis 21. Februar








