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Deutschlands erfolgreichste Olympioniken: Die Doppelrodler Tobias Arlt (l.) und Tobias Wendl (r.) holten in Mailand zum siebten Mal Gold. Doch jetzt ist Schluss. Dann haben die beiden mehr Zeit zum Golfen (hier mit Bobfahrer Johannes Lochner). | © BMW Golfsport/Heigl

Winter-Olympioniken auf dem Golfplatz

Die besten Skifahrer, Biathleten, Eishockeyspieler, Rodler, Langläufer, Bobfahrer und weitere treffen sich in diesen Tagen in und um Mailand. Bei den Olympischen Winterspielen geht’s um Ruhm, Ehre, Edelmetall und Unsterblichkeit. Die ersten Plaketten sind vergeben und das Erstaunliche: Man glaubt gar nicht, wie viele heutige und frühere Olympiasieger, Welt- und Europameister in ihrer Freizeit gerne Golf spielen. Die Doppel-Rodler Tobias Wendl und Tobias Arlt zum Beispiel, die nach Gold im Teamwettbewerb nun die erfolgreichsten deutschen Olympioniken aller Zeiten sind.

 

Ihr „Battle of the Alps“ ist schon fast legendär. Fußball-Star Thomas Müller tritt dabei mit seinem Spezi Felix Neureuther auf dem Golfplatz gegen die beiden Rodel-Stars Wendl/Arlt an. Das Tobi-Duo aus Berchtesgaden hat sich mit dem siebten Olympiasieg in Mailand unsterblich gemacht. Beide werden als Mitglieder im GC Ruhpolding geführt und sind dort mit einem Handicap um 20 verzeichnet. Doch irgendwann ist Schluss. Kurz nach dem Gewinn ihrer siebten olympischen Gold-Medaille kündigte Wendl an, dass die Sammlung nicht mehr größer wird. „Das war unser letzter olympischer Lauf.“ Eine achte oder neunte Medaille werde es definitiv nicht mehr geben.

Edelmetall unter den fünf Ringen – das fehlt Neureuther zwar, aber bei Welt- und Europameisterschaften war auch er ganz vorne dabei. Und er kommentiert bei Olympia 2026 in Mailand. Seine Leidenschaft in der Freizeit: Golfen. Sein Heimatclub ist der GC Garmisch-Partenkirchen. Neureuther ist Veranstalter von Charity-Golfturnieren (unter anderem mit Franziska van Almsick) und ist jedes Jahr beim Golf-Event seines Kumpels Basti Schweinsteiger in Bad Griesbach am Start.

 

Nicht nur das Tobi-Rodel-Duo und Felix Neureuther sind begeisterte Golfer. Zahlreiche weitere Olympiasieger und Weltmeister driven und putten in ihrer Freizeit gerne. Susi Erdmann zum Beispiel. Auch sie ist Rodel-Weltmeisterin und nahm mit Begeisterung am ProAm des Final Four 2025 am Riedhof teil. „Ich liebe Golf. Es ist einfach ein wunderbarer Sport in der Natur und mit tollen Menschen“, sagte sie. Ebenfalls am Riedhof dabei war Thomas Dreßen. Der Kitzbühl-Abfahrts-König von 2018 verfolgte mit Staunen das Geschehen bei der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft.

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Und es gibt weitere zahlreiche erfolgreiche Wintersportler, die in ihrer Freizeit am Tee stehen, wann immer es geht. Beispiele: die Biathleten Michi Greis (dreimal Gold bei Olympia 2006 in Turin) und Ricco Groß (viermal Staffel-Gold bei Olympia 1992/Albertville, 1994/Lillehammer, 1998/Nagano und 2006/Turin), der Rodler Felix Loch (dreimal Olympia-Gold in Vancouver/2010 und Sotschi/2014), die Langläuferin Evi Sachenbacher-Stehle (Gold 2002 in Salt Lake City und 2010 in Vancouver) und Eisschnellläuferin Gunda Niemann-Stirnemann (dreimal Olympia-Gold in Albertville/1992 und Nagano/1998) – alle heute Hobby-Golfer.

 

Sven Hannawald, der bei den Winterspielen in Mailand die Wettbewerbe im Skispringen für das deutsche Fernsehen kommentiert, gewann die Vierschanzentournee und Mannschaftsgold 2002 in Salt Lake City. Auch er hat Golf für sich entdeckt. Wie zahlreiche Spieler der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft. Bei den Kufencracks der Olympischen Winterspiele in Mailand gibt es zahlreiche Akteure, die viel und gerne golfen. Auch NHL-Star Leon Draisaitl, Deutschlands Fahnenträger und Stürmer, schwingt gerne den Driver, wenn es seine Zeit zulässt. Er schoss beim 3:1-Auftaktsieg der DEB-Jungs gegen Dänemark das schnellste Olympia-Tor für Deutschland nach nur 23 Sekunden.

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