Wendlohe nach Quali vorne
Das Ende der Saison naht. Das bedeutet: Die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der AK 65 stehen an. Aus ganz Deutschland sind die 16 besten Teams dieser Altersklasse nach Niedersachsen gereist, um sich dem alljährlichen Kräftemessen zu stellen. Diesjähriger Gastgeber ist der Artland GC bei Ankum im Osnabrücker Land. Der Club bietet eine 18-Loch-Anlage auf 65 Hektar Fläche. Die breiten Fairways passen sich perfekt der natürlichen, leicht hügeligen Landschaft an und sind von altem Baumbestand, Bächen, Teichen und Biotopen umrahmt.
Das Design kombiniert Elemente von englischen Parkland-Plätzen mit schottischen Links-Impressionen. Die Bahnen sind abwechslungsreich und bieten eine gelungene Mischung aus kurzen und langen, breiten und schmalen Spielbahnen mit vielen Sand- und Wasserhindernissen. Der Platz liegt dabei mitten in der ruhigen, landschaftlich reizvollen Umgebung des Wiehengebirges.
Turniermodus
Und die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der AK 65 selbst? Die versprechen mit ihrem temporeichen Wettbewerbsformat Spannung bis zum letzten Schlag. Über drei Turniertage hinweg wird hochklassiger Golfsport geboten – und das in einem Modus, der für reichlich Überraschungen sorgen wird. Am Auftakt-Tag stand zunächst die Zählspiel-Qualifikation über 18 Löcher auf dem Programm.
Sechs Spieler pro Team gingen an den Start, die besten fünf Ergebnisse fließen in die Wertung ein. Schon hier entschied sich, wer in der Spitzengruppe weiterspielen darf: Die acht erfolgreichsten Mannschaften sichern sich den Einzug in die sogenannte Gruppe A und kämpfen anschließend um den Titel. Die weiteren Teams treten in Gruppe B an und ermitteln dort die Plätze neun bis 16.
Als stärkste Mannschaft haben die Herren des GC Hamburg Wendlohe diese wichtige Hürde gemeistert. Die amtierenden Vizemeister sind hochmotiviert und setzen erneut zum Sturm auf die Spitze an. Mit ihren 32 Schlägen über Par stehen sie an diesem Tag sicher auf dem ersten Rang. Sie werden gefolgt vom Krefelder GC mit +41 Schlägen und den amtierenden Meistern des Hamburger GC mit +44 Zählern.
Dass die Falkensteiner nach der Zählspiel-Qualifikation lediglich auf Rang drei stehen, dürfte ihnen schon beinahe als gutes Omen gelten. Denn auch im Vorjahr war es eben jener dritten Platz, von dem aus die Elbstädter zu ihrer damaligen Titelverteidigung aufbrachen - und erfolgreich waren. Finalgegner waren übrigens die Stadtrivalen von der Wendlohe.
Qualifikations-Ergebnisse
Flight A
- 1. GC Hamburg Wendlohe +32
- 2. Krefelder GC +41
- 3. Hamburger GC +44
- 4. GK Braunschweig +50
- 5. GC Eschenried +55
- 6. GC Am Alten Fliess +55
- 7. GC Wildenrath +63
- 8. GC Garmisch-Partenkirchen +64

Die beste Turnierrunde wurde von Ulrich Schulte (Bochumer GC) mit 73 Schlägen (+1) gespielt. Für seinen Club allerdings reicht es dieses Mal lediglich zu Platz 11. Das bedeutet Flight B und die Meisterschaftsträume der Ruhrpottler sind schon zu diesem frühen Zeitpunkt ausgeträumt.
Flight B
- 9. G&LC Berlin-Wannsee +66
- 10. Burgdorfer GC +69
- 11. Bochumer GC +73
- 12. GC Berchtesgadener Land +81
- 13. GC Oberschwaben +81
- 14. Frankfurter GC +84
- 15. GC Kirchheim-Wendlingen +92
- 16. GC Trier +100
Viertelfinale
Der zweite Turniertag gehört ganz dem Matchplay. Jedes Team absolviert dabei gleich zwei Runden, bestehend aus einem Vierer und vier Einzeln. Gespielt wird jedoch nicht über die vollen 18 Löcher, sondern in einer verkürzten Variante mit maximal neun. Das sorgt für schnelle, teils dramatische Spielverläufe. Für die Viertelfinal-Spiele des Flight A stehen die folgenden Paarungen fest:
- GC Hamburg Wendlohe vs. GC Garmisch-Partenkirchen
- Krefelder GC vs. GC Wildenrath
- Hamburger GC vs. GC Am Alten Fliess
- GK Braunschweig vs. GC Eschenried
Am Finaltag stehen erneut ein Vierer und vier Einzel-Begegnungen auf dem Spielplan. Während die Partien um die Medaillenplätze über die volle Distanz von 18 Löchern gehen, werden die übrigen Platzierungsspiele weiterhin auf neun Löcher beschränkt. So hat die DMM AK 65 ein Turnierformat, das zwar auf den ersten Blick lang wirkt, auf dem Platz aber überraschend kompakte Entscheidungen hervorbringt. Bereits jetzt nach dem ersten Tag sind die ersten richtungsweisenden Entscheidung gefallen – und damit die Grundlage für alle nun folgenden Titelkämpfe.






