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Präzision im kurzen Spiel: Profis wie Matti Schmid schlagen jeden Ball mit einem klaren Ziel. | © Cliff Hawkins/Getty Images

Warum Sie nicht immer auf die Fahne zielen sollten

Wer sein Handicap verbessern möchte, arbeitet häufig an der Technik, manchmal stundenlang auf Driving Range oder Übungsgrün. Was oft übersehen wird, vor allem im Amateurbereich: das Course Management, Strategie und Taktik also. Dazu gehört zum Beispiel die Wahl des Ziels vor einem Schlag aufs Grün. „Erfolgreiche und gute Golfer denken nicht in einzelnen Zielpunkten auf dem Golfplatz, sondern sie denken in Zielzonen“, erklärt Fabian Bünker, PGA Golf Professional, im Video (s.u.). 

Riskante Entscheidungen

Gerade Spieler mit höherem Handicap greifen häufig direkt die Fahne an – oft verbunden mit riskanten Entscheidungen, denen sich viele Spielerinnen und Spieler jedoch gar nicht bewusst sind. Bünker nennt ein typisches Beispiel: Vor dem Grün wartet ein Wasserhindernis, die Fahne steckt im vorderen Drittel, der hintere Teil des Grüns bietet dagegen viel Platz. „Die meisten Golfer fixieren sich auf die Fahne und wollen den Ball möglichst nah an der Fahne platzieren“, erzählt er. Klar ist: Wird der Ball nicht perfekt getroffen, landet er schnell im Wasser.

Beantworten Sie sich diese zwei Fragen

Bünker empfiehlt, sich zwei einfache Fragen zu stellen. „Wo möchte ich auf gar keinen Fall liegen?“ und „Wo ist die für mein Spiel sicherste Zielzone?“ Genau dieser Bereich sollte anschließend angespielt werden. Ein weiterer wichtiger Aspekt: die eigene Streuung kennen. Wer weiß, wie weit seine Schläge in Länge und Richtung normalerweise auseinanderliegen, kann Zielzonen deutlich realistischer wählen. Bünker rät dafür ein Korridortraining auf der Driving Range oder die Arbeit mit einem Launch Monitor.

Denken Sie in Zielzonen

Das Ziel muss dabei nicht heißen, jeden Schlag perfekt auszuführen. „Aber das Denken in Zielzonen wird dafür sorgen, dass du diese ganz großen dummen Fehler vermeidest und damit deinen Score viel sicherer und vor allem viel entspannter spielst“, erklärt Bünker. Sein Fazit: Gute Golfer treffen vor allem vernünftige Entscheidungen. Das führt in der Regel zu einer höheren Konstanz im Spiel. Die wichtigste Grundlage, um sukzessive das Handicap zu verbessern. 

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