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Vor dem Start: Ein verschworener Haufen hat sich für diese Team-EM in Estland einiges vorgenommen | © DGV/STEBL

Vor dem Start in Estland

Tallinn/Estland – Da für alle die Bedingungen gleich sind, ist in Tallinn in diesen Tagen klar im Vorteil, wer sich auf das Spiel bei großer Nässe plus heftigem Wind einlässt. Nach Vorhersagen wird es an beiden Tagen des Zählspielqualifikation mehr oder weniger kräftig regnen und auch weiterhin sehr stürmisch sein.
Am ersten Tag der Matchplays soll es sich dann insgesamt beruhigen.


Das Team

Wolfgang Glawe, Finn Kölle und Tom Haberer haben schon vor einem Jahr in Killarney G&FC in Irland für Deutschland gespielt. In diesem Jahr ergänzen Tjelle Rieger, Emil Riegger und Carl Siemens das Team, das von Chef-Bundestrainer Christoph Herrmann betreut wird. Als Kapitänin ist Mental-Coach Antonia Eberhard dabei, die aus ihrer aktiven Zeit im Golf Team Germany reichlich Erfahrung mit Turnieren auf diesem Niveau mitbringt und in Island sogar selbst in der Zählspielqualifikation den zweiten Platz belegt hatte, als das Team um Bundestrainer Morales die Bronzemedaille gewann. Da ist also eine Kapitänin an Bord, die ganz genau weiß, wie eine Team-EM abläuft und worauf es ankommt.
Unverzichtbar zudem: Physio Matthias Althoff wird die Männer des Junior Team Germany fit und agil halten.

Der Modus

Die Team-EM beginnt mit zwei Runden Zählspielqualifikation, bei der jeweils die besten fünf Scores in die Wertung kommen.
Anschließend geht es im Matchplay weiter, und die acht bestplatzierten Teams spielen in Flight A um die Plätze eins bis acht, entsprechend wird in Flight B um die Plätze 9 bis 16 gespielt.

Solange es um Medaillen geht, werden am Vormittag zwei Vierer und am Nachmittag fünf Einzel gespielt.

In den anderen Duellen werden nur ein Vierer und vier Einzel gespielt. Falls ein Match nach 18 Löchern all square steht, geht diese Partie direkt weiter auf die Extralöcher, bis eine Entscheidung gefallen ist. Nur wenn inzwischen das gesamte Duell der Nationen entschieden ist, wird das noch laufende Match auf den Extralöchern als geteilt gewertet.

Estonian Golf & Country Club

Rund 25 Autominuten von Tallinn entfernt vereint der EG&CC eine beeindruckende Küstenlandschaft mit erstklassigem Golfplatzdesign und bietet ein einzigartiges Spielerlebnis am Ufer der Ostsee.

Herzstück der Anlage ist der Sea Course, ein 18-Loch-Meisterschaftsplatz, der zu den Top 100 Golfplätzen Kontinentaleuropas gerechnet wird. Mit seinem strategischen Layout und der spektakulären Lage an der Mündung des Jägala war der Platz bereits Austragungsort zahlreicher europäischer Meisterschaften und wird auch für diese Team-Europameisterschaft im Zentrum des Interesses stehen.


Den Platzrekord hält aktuell Viktor Hovland an Norwegen mit einer fabelhaften 63.

Mit Blick auf die Zukunft arbeitet der EG&CC an einem weiteren Meilenstein: dem neuen Annika Course. Der 18-Loch-Championship-Platz wurde von Golflegende Annika Sörenstam in Zusammenarbeit mit European Golf Design entworfen. Mit einer Länge von über 6.400 Metern soll er sich als erstklassiger Turnierplatz etablieren und eine neue Dimension des Golfspiels in Europa eröffnen. Die ersten neun Löcher sollen im August 2027 eröffnet werden.

Internationaler Turniersommer 2026

Kurz nach der aktuell stattfindenden Team-EM wird erstmal die HotelPlanner Tour mit der Infortar Estonian Challenge vom 30. Juli bis 2. August auf diesem Platz zu Gast sein.

Vor einem Jahr

Die Männer des Golf Team Germany traten 2025 bei der Team-Europameisterschaft mit Wolfgang Glawe, Tom Haberer, Yannick Malik, Peer Wernicke, Tim Wiedemeyer und Finn Kölle an. Nach der Zählspielqualifikation ging es von Rang sechs in die Matchplays. Gegen Dänemark ging das Viertelfinale mit 2,5:4,5 verloren.

Nach weiteren Niederlagen gegen Schweden und Frankreich belegte das Team im Endklassement den achten Platz.
Den Titel hatte sich Italien gesichert.

Startzeiten

Am Abend fand eine kurze und sturmgepeitschte Eröffnungsfeier statt. Die Gastgeber hatten sich Mühe gegeben, den Rahmen sportlich und dem Anlass entsprechend mit Respekt für die Athleten zu gestalten. Von Dienstag bis Samstag stehen lange und anstrengende Wettkampftage auf dem Programm, und dafür werden alle Körner gebraucht. 
 

Die Startzeiten der deutschen Athleten für die erste Wettkampfrunde, gleichzeitig erste Runde der Zählspielqualifikation:
Carl Siemens um 8.58 Uhr
Tom Haberer um 9.20 Uhr
Tjelle Rieger um 9.53 Uhr
Emil Riegger um 12.03 Uhr
Finn Kölle um 12.25 Uhr
Wolfgang Glawe um 12.58 Uhr


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