Von Dellingshausen Top Ten in Schottland
Der Platz des Renaissance GC in North Berwick verlangt den Teilnehmern der Genesis Scottish Open alles ab. Es sollte eine Art Generalprobe werden für die weltbesten Golfer, die eine Woche später bei der Open Championship abschlagen werden. Die Liste jener Spieler, die am Firth of Forth am Cut scheiterten, liest sich wie die Spitze eines Major-Leaderboards: Scottie Scheffler, Xander Schauffele, Ludvig Aberg, Shane Lowry, Sepp Straka, Brooks Koepka – alle nicht mehr dabei.
Wie wild Links-Golf in Schottland manchmal sein kann, zeigte Freddy Schott eindrucksvoll. Nach seiner 85 vom Vortag wurde es am Freitag eine 68. 17 Schläge zwischen zwei Runden. Verrückt. Schott ist ebenso vorzeitig ausgeschieden wie Marcel Siem (69, 79/+8). Zwei andere Deutsche haben das Ticket fürs Wochenende dagegen gelöst – und einer von ihnen gehörte sogar zu den Tagesbesten.
Nicolai von Dellingshausen kam mit einer bogeyfreien 64 (-6) inklusive Eagle auf Bahn 14 ins Ziel und kletterte im Gesamtklassement ein ordentliches Stückchen nach oben. Mit gesamt -7 rangiert er zur Halbzeit in den Top Ten und teilt Rang sechs unter anderen mit Lokalmatador Robert MacIntyre und Titelverteidiger Chris Gotterup. Mit Matti Schmid (68, 69/-3) hat es ein zweiter Deutscher ins Wochenende geschafft und steht bei gesamt -3 neben Tommy Fleetwood im vorderen Mittelfeld.
In geteilter Führung liegt Rory McIlroy. Der Masters-Champion scheint bereits heiß zu sein fürs Major in der kommenden Woche, bei dem mit Tim Wiedemeyer und Tiger Christensen auch zwei junge Deutsche zeigen dürfen, was sie im Konzert der ganz Großen so drauf haben. McIlroy hatte nach Durchgang zwei der Scottish Open seine ganz eigene Erklärung für die teils kuriosen Scores: „Es ist die Art und Weise, wie man Links Golf bei so einem Wetter spielen möchte. Man kann kreativ sein, wie man seine zweiten Schüsse ins Grüns spielen will. Es ist eine lustige Art, Golf zu spielen.“








