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Zerfällt LIV Golf? Offenbar prüft die Tour verschiedene Zukunftsszenarien. | © golfsupport.nl/Rich Graessle/ism

US-Medien: LIV Golf prüft offenbar Insolvenz-Szenario

Die Krise von LIV Golf spitzt sich offenbar weiter zu. Nachdem zuletzt bereits bekannt geworden war, dass der saudische Staatsfonds PIF seine Unterstützung nach der Saison 2026 beenden will, deuten neue Berichte nun auf deutlich gravierendere Szenarien hin. Laut dem US-Wirtschaftsmagazin Bloomberg soll die Liga inzwischen sogar mögliche Schritte für eine Insolvenz vorbereiten.

Umzug des Unternehmenssitzes?

Demnach prüft LIV Golf unter anderem eine Verlagerung des Unternehmenssitzes in die USA. Hintergrund sollen die dort deutlich günstigeren Restrukturierungs- und Insolvenzgesetze sein. Aktuell operiert LIV über mehrere Standorte und Gesellschaften in Großbritannien, den USA und Jersey, während die Kontrolle weiterhin in Saudi-Arabien liegt. Ein US-Verfahren könnte die Liga im Fall einer finanziellen Schieflage besser vor Gläubigern schützen.

Suche nach neuen Investoren

Parallel dazu läuft offenbar die Suche nach neuen Investoren auf Hochtouren. Das US-Nachrichtenportal Axios berichtet, LIV versuche derzeit, rund 250 Millionen Dollar frisches Kapital einzuwerben. Besonders bemerkenswert: LIV-CEO Scott O’Neil soll möglichen Geldgebern inzwischen eine Profitabilität innerhalb von zwei Jahren in Aussicht stellen. Noch vor wenigen Monaten hatte O’Neil selbst erklärt, dass ein wirtschaftlicher Gewinn womöglich erst in etwa zehn Jahren erreichbar sei. Zudem hatte er eingeräumt, dass die Finanzierung lediglich bis Ende 2026 gesichert sei.

Ungewisse Zukunft für die Spieler

In einer Stellungnahme gegenüber Golf Digest bestätigte LIV indirekt die laufenden Gespräche. Man arbeite intensiv an einem langfristig tragfähigen Geschäftsmodell und prüfe „mehrere aktive Optionen“ für die Zukunft der Liga. Ziel sei es, strategische Partner zu finden, „die an unsere Mission glauben, den Golfsport weltweit wachsen zu lassen“. Auch sportlich bleibt die Situation angespannt. Wie das US-Magazin Golf Digest berichtet, sollen sich Berater mehrerer LIV-Spieler bereits bei der PGA Tour nach möglichen Rückkehr-Szenarien erkundigt haben. Anders als im Fall Brooks Koepka dürfte ein unkomplizierter Weg zurück allerdings für viele Spieler schwierig werden – besonders für jene, die Teil der Kartellklage gegen die PGA Tour waren. Während LIV weiter um seine Zukunft kämpft, läuft der Spielbetrieb zunächst normal weiter. Zuletzt sorgten Jon Rahm und Cameron Smith bei der PGA Championship noch für starke Ergebnisse. Zugleich verpasste Bryson DeChambeau bereits zum zweiten Mal in Folge den Cut bei einem Major.

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