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Feldafing und Garmisch | © P. Himmel

5. Juni: Umwelttag 2026

Die Frage, wie der Planet Erde von Hitzewellen, Dürren oder Waldbränden betroffen ist und wie Gesellschaften auf diese Herausforderungen reagieren, betrifft auch den Golfsport. Als Outdoorsportart, die in einer ausschließlich natürlichen Umgebung ausgeübt wird, ist Golf in besonderem Maße vom Klimawandel und seinen Auswirkungen betroffen. 

 

Der Umwelttag, der seit 1972 weltweit begangen wird, gilt als die weltweit größte Plattform für Umweltkommunikation und Umweltbildung. Mit seinem Fokusthema soll er Millionen Menschen weltweit erreichen. Für die Vereinten Nationen ist dabei in diesem Jahr vor allem eines wichtig: Klimaschutz bedeutet für sie nicht nur das Bemühen, die C02-Emissionen zu senken – „es geht darum, die Systeme, die hinter unseren Wirtschaftssystemen stehen neu zu denken und unsere Beziehung zum Klima zu reparieren.“

 

Für den Golfsport heißt das: Auch hier rückt der Zusammenhang zwischen Wirtschaftlichkeit und Umwelt verstärkt in den Fokus. Vielen Golfanlagenbetreibern ist diese Verbindung in den vergangenen Jahren bereits bewusst geworden. Schließlich sorgen starke Stürme, wie vergangene Woche in Nordrhein-Westfalen, dafür, dass Golfanlagen zeitweise schließen müssen. Immer längere Trockenphasen bedeuten höhere Investitionen, weil Wasserreserven für diese Notzeiten zum Beispiel in Form von Speicherteichen gesammelt werden müssen.Ein anderer Extremfall sind Überschwemmungen, die entstehen, wenn starke Niederschläge auf ausgetrocknete Böden treffen oder Erosion in Bunkern oder auf Wegen verursachen. Golf-, Klima- und Umweltschutz lassen sich heute, mehr als 50 Jahre nach der Entstehung des Umwelttags, nur noch gemeinsam denken.

 

Der Umwelttag ist dabei für die Golfanlagen auch eine Chance, über ihre positiven Beiträge zum Umweltschutz zu berichten: Egal ob im Clubnewsletter, über Social Media oder bei einem Besuch mit einem Lokalreporter auf der heimischen Golfanlage – gerade das Thema Biodiversität eignet sich hervorragend für die Kommunikation des Umwelttages. Schließlich bieten Golfanlagen aufgrund ihrer großen extensiven Flächen, die meist zwei Drittel der Gesamtanlage ausmachen, einen enormen Mehrwert für die gesamte Gesellschaft. Blühflächen und Totholzbereiche, wechselfeuchte Zonen, renaturierte Bäche – all dies sind wichtige Lebensräume, die Nicht-Golfer oftmals nicht mit einem Golfplatz in Verbindung bringen. Und auch Golfern selbst ist die Bedeutung dieser Flächen für das Thema Biodiversität oftmals nicht bewusst. Der Umwelttag ist deshalb ein perfekter Anlass, über Lebensräume auf den Golfanlagen zu sprechen.

In Deutschland tragen zahlreiche Projekte dazu bei, die Biodiversitätsleistung von Golfanlagen zu dokumentieren und weiter zu verbessern. Beim wissenschaftlichen Projekt Golf Biodivers, das von vier Universitäten in Deutschland und dem Bundesamt für Naturschutz in Kooperation mit dem DGV durchgeführt wird, sorgt das Monitoring von aufgewerteten Flächen dafür, dass Golfanlagen gegenüber der Öffentlichkeit mit wissenschaftlichen Daten ihre Leistung beim Thema Biodiversität glaubwürdig kommunizieren können. Bei den Projekten Lebensraum Golfplatz und Blühpakt Bayern engagieren sich zahlreiche Golfanlagen in verschiedenen Bundesländern deutschlandweit für die Steigerung der Artenvielfalt auf Golfplätzen. Kooperationen mit verschiedenen Umweltministerien der Bundesländer zeigen, welch‘ hohen Stellenwert diese Projekte haben. Letztlich können Golfanlagen aber auch durch die Teilnahme am DGV-Qualitätsmanagementprogramm Golf&Natur belegen, dass sie sorgsam mit den wichtigen Ressourcen Wasser oder Boden umgehen. Durch diese Transparenz wird der Golfsport zu einem wichtigen Partner für Umweltverbände und Behörden. 

 

Unabhängig von den bestehenden Leistungen ist der Umwelttag aber auch ein Anlass, sich neue Ziele zu setzen oder Herausforderungen zu erkennen. Mit dem Fokusthema Klimaschutz machen die Vereinten Nationen auch deutschen Golfanlagen klar, wie wichtig Debatten über das langfristige Klima, nicht zu verwechseln mit Wetter, sind. 

 

Der Deutsche Golf Verband führt diese Debatten auch im Rahmen der Entwicklung einer ökologischen Nachhaltigkeitsstrategie, hinter die sich auch die Verbände BVGA, GMVD, GVD und die PGA of Germany gestellt haben. Die Frage, wie die deutsche Golfbranche positiv zu einer Verbesserung des Klimas beitragen kann und wie Resilienz gegen die Folgen des Klimawandels aufgebaut werden kann, spielen also auch nach dem Umwelttag 2026 eine wichtige Rolle. 

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