Trend-Check: Hohe Dichte, vielversprechende Perspektive
- Esther Henseleit holt Olympia Silber und darf beim Solheim Cup für Europa antreten.
- Helen Briem wird zur Nummer eins der Amateurwelt und sorgt auch bei den Profis für Furore.
- Fünf deutsche Spielerinnen werden 2026 regelmäßig auf der LPGA Tour abschlagen.
Es waren Schlagzeilen, die für ein hohes Maß an Zufriedenheit sorgten. Und einen Trend bestätigen, der bereits seit Jahren ersichtlich ist. Die Leistungsdichte der deutschen Frauen im so hart umkämpften Tour-Golf wächst und vereint mittlerweile Spitze mit Tiefe.
Drehen wir die Uhr zurück: Vor gut zehn Jahren sind Sandra Gal und Caroline Masson verlässliche Aushängeschilder. Das Duo verbuchte jeweils einen Sieg auf der LPGA Tour und vertrat Europa beim Solheim Cup. Spätestens nach Sophia Popovs Major-Sensation in Schottland wird sichtbar: Immer mehr deutsche Spielerinnen rücken im Rolex Ranking, der offziellen Weltrangliste der Frauen nach vorne.
Heute freut sich Golf-Deutschland auf eine Saison, in der fünf Deutsche auf der LPGA Tour für weitere Meilensteine sorgen wollen und viele weitere auf der Ladies European Tour ihr Glück versuchen. Das Golf Team Germany präsentiert sich 2026 mit einer breiten internationalen Basis und einer kontinuierlich leistungsstarken Nachwuchsgeneration.
Frauen in der Weltrangliste (2016 versus 2026)
Stand heute
- Top 100: Esther Henseleit, Helen Briem
- 100-200: Olivia Cowan, Laura Fünfstück
- 200-300: Aline Krauter, Leonie Harm
2016
- Top 100: Sandra Gal, Caroline Masson
- 100-200: keine
- 200-300: keine
Und bei den Herren?
Bei den Herren ist die Entwicklung ähnlich. Auch wenn Stand kein Spieler aus dem Golf Team Germany unter den Top 100 platziert ist – Matti Schmid und Stephan Jäger belegen die Plätze 101 und 102 – ist die schwarz-rot-goldene Präsenz in der Weltrangliste in den vergangenen Jahren deutlich höher geworden. So war es im vergangenen Jahr mit Matti Schmid, Stephan Jäger, Thomas Rosenmüller und Jeremy Paul sogar ein Rekordaufgebot von vier Spielern mit Karte auf der PGA Tour. Für Schmid und Jäger ging es sogar bis in die Playoffs des FedExCup.
Es gab auch andere Zeiten: 2011 sind mit Martin Kaymer, der zwischenzeitlich zur Nummer sogar die Spitze der Weltrangliste erklimmen konnte, Alex Cejka und Marcel Siem gerade einmal drei Akteure unter den Top 300, vertreten. Heute sind es sieben. Die Bilanz der vergangenen Jahre kann sich sehen lassen: Sechs Siege von fünf unterschiedlichen Spielern gab es seit 2022 auf der DP World Tour. Darüber hinaus triumphierte Stephan Jäger 2024 auf der PGA Tour.
Der Vergleich: 2011 bis 2026
2026
- Top 100: keine
- 100-200: Matti Schmid, Stephan Jäger, Freddy Schott,
- 200-300: Nicolai von Dellingshausen, Marcel Schneider, Marcel Siem, Thomas Rosenmüller
2021
- Top 100: Martin Kaymer
- 100-200: keine
- 200-300: Sebastian Heisele, Stephan Jäger
2016
- Top 100: Martin Kaymer
- 100-200: Alex Cejka, Marcel Siem, Maximilian Kieffer
- 200-300: Florian Fritsch
2011
- Top 100: Martin Kaymer
- 100-200: Alex Cejka
- 200-300: Marcel Siem
Fest steht: Während in der Vergangenheit einzelne Phasen von herausragenden Persönlichkeiten geprägt waren, ist heute eine deutlich größere Anzahl deutscher Spielerinnen und Spieler auf internationalem Wettbewerbsniveau vertreten. Deutschlands Elite steht auf einem stabilen Fundament – mit vielversprechenden Perspektiven für die kommenden Jahre.








