Top Ten lockt
St. Catharines/Kanada – In der Teamwertung klettert Deutschland in die Top Ten, und auch in der Einzelwertung könnte Schwarz-Rot-Gold im Endklassement in der Top Ten vertreten sein, wenn Sophie Renner sich weiter von Tag zu Tag steigert.
Bundestrainerin Esther Poburski war schon nach dem zweiten Wettkampftag sehr zufrieden mit dem Auftritt ihres Teams: „Die Mädels haben gekämpft und eine großartige Attitude gezeigt. Besonders auf den Löchern 1 bis 9, die viel schwerer sind, haben wir Schläge aufgeholt. Die Pins waren wahnsinnig schwer, so anzuspielen, um sich Birdiechancen zu erarbeiten.“
Nachdem es am dritten Tag noch um einiges besser für die Bundesadler gelaufen war, strahlte Poburski: „Das war ein guter Moving Day. Ich bin ziemlich stolz auf die Art und Weise, wie wir uns hier präsentieren und wie anpassungsfähig wir sind. Die Mädels nehmen aufgrund der gesamten Komplexität des Golfplatzes und dessen täglich unterschiedlicher Präparation hier wahnsinnig viel mit. Heute war sicherlich ein sehr guter Tag, den wir dankend mitnehmen. Mal gucken, was morgen noch geht.“
Den Finaltag werden die Deutschen gemeinsam mit Schweden und den USA auf dem Platz verbringen. Auch in dieser Konstellation werden Sophie Renner, Sofia Maier-Borst und Antonia Steiner wieder neue Impressionen mitnehmen und wertvolle Erfahrungen sammeln können.
Bogeyfrei
Eine fabelhafte Runde absolvierte Sophie Renner. Das Talent des Stuttgarter GC Solitude startete wie schon am Tag zuvor mit zwei Birdies in die Runde. Nach einem weiteren Birdie auf Loch 6 ging es für die Schwäbin mit drei unter Par auf die Back Nine.
An diesem Tag war das Spiel von Renner so solide und konstant, dass die Karte bis zum Ende bogeyfrei blieb und der Score mit einem weiteren Birdie sogar noch auf 68 (-4) fiel. Sophie Renner hat sich von Tag zu Tag verbessert und rangiert in der Einzelwertung nach 75, 71 und nun 68 Schlägen nur noch einen Zähler hinter der Top Ten.
„Ich habe heute eine sehr konstante Runde Golf gespielt und fast alle Grüns getroffen. Dadurch habe ich mir so einige Birdie-Chancen erarbeitet. Dazu habe ich einige gute Zweiputts gemacht und konnte so auch viele Pars notieren. Ich bin sehr zufrieden mit der heutigen Runde. Ich habe einige Dinge, die in den letzten beiden Tagen nicht so gut waren, heute deutlich besser gemacht und freue mich morgen auf die Finalrunde“, strahlte die 17-Jährige, die im GC Schloss Monrepos mit dem Golfspiel begonnen hat, ehe sie nach Stuttgart gewechselt ist.
Belohnt
Antonia Steiner hat sich am dritten Wettkampftag endlich selbst belohnt. Die Spielerin des GC Hubbelrath hatte bisher trotz teils sehr guter Schläge noch nicht gut gescort. Mit fünf Birdies gelang es nun, auch die Früchte guter Schläge zu ernten. Die Rheinländerin musste neben den Birdies auch vier Bogeys hinnehmen, eines davon auf dem 18. Grün, aber dies änderte nichts daran, dass Steiner mit einer 71 (-1) unter Par blieb und dabei auch ihr Potenzial aufblitzen ließ.
„Heute konnte ich meine guten Schüsse besser nutzen. Dadurch sind mir ein paar mehr Birdies gelungen. Mit dem Score heute bin ich super. Endlich zeigt sich die Entwicklung, die mein Spiel langsam wieder macht“, sieht die 17-Jährige den Lohn für viel Training.
Solide
Sofia Maier-Borst startete mit einem Bogey in ihre Runde, und auch der Schlusspunkt auf Grün 18 war ein Bogey. Dazwischen spielte die Kurpfälzerin sehr solide und hielt auf fast allen Bahnen ihr Par. Ein Bogey und ein Birdie mixte die Spielerin des GC St. Leon-Rot noch mit in den Score, sodass unter dem Strich eine 74 (+2) stand, die aufgrund der guten Scores der beiden anderen Bundesadler nicht mit in die Tageswertung des Teams einfließt.
„Die Runde heute war nicht wirklich spektakulär. Ich habe nichts besonders gut gemacht, aber auch wenig Schlechtes. Leider konnte ich auch nur ein Birdie spielen. Trotzdem gebe ich morgen nochmal alles“, möchte sich die in Madrid geborene Athletin am Finaltag noch einmal verbessern.








