Titleist GTS: Neue Driver-Generation
Bei Titleist läuft es anders als bei anderen Equipment-Herstellern. Neue Hölzer werden in der Regel im Zweijahresrhythmus präsentiert. Und auch nicht zu Jahresbeginn, sondern erst wenn die Saison bereits angelaufen wird. Mitte Mai war es wieder soweit: Die neuen GTS-Driver die sich seit einigen Wochen bereits in den Taschen einiger Tour-Spieler befinden, sind offiziell auf dem Markt.
Die wesentliche Weiterentwicklung: Ein sogenannter „Split Mass Frame" aus einem speziell entwickelten Verbundwerkstoff (PMP) spart noch mehr Gewicht ein. Im Vergleich zur GT-Serie enthalten die GTS-Driver die doppelte Menge dieses Materials, das 60 Prozent der Oberfläche, aber nur 13 Prozent des Gewichts des Kopfes ausmacht. So konnten die Ingenieure die freie Masse gezielt dort platzieren, wo sie gebraucht wird – vorne für mehr Ballgeschwindigkeit, hinten für mehr Stabilität.
„Wir wissen, dass ein weiter vorne liegender Schwerpunkt Geschwindigkeit sowie optimale Ballstart- und Spin-Eigenschaften erzeugt“, sagte Stephanie Luttrell, Senior Director of Metalwood R&D bei Titleist. „Gleichzeitig muss dabei die Stabilität erhalten bleiben, um Ballgeschwindigkeit, Ballstart und Spin-Konstanz auch bei außermittigen Treffern zu bewahren. Diese Schwerpunkt- und Trägheitswerte gleichzeitig zu erreichen, war uns bislang nicht möglich — und genau das gelingt nun durch die GTS-Konstruktion.“
Neue Schlagfläche
Darüber hinaus optimiert die neue „Speed Sync"-Schlagfläche die Leistung besonders bei Treffern im oberen Bereich – einer der häufigsten Fehlerbilder beim Driver. Gleichzeitig wurde die Aerodynamik verbessert, ohne dabei den Schwerpunkt in eine ungünstige Position zu zwingen, was bislang ein klassischer Zielkonflikt im Driver-Design ist. Dazu kommt in allen drei Modellen ein duales Gewichtungssystem, das noch mehr Optionen im Fitting bereithält.
Die drei Modelle richten sich an klar unterschiedliche Spielertypen. Der GTS2 ist der klassische Allrounder: hoher Ballstart, mittlerer Spin, großzügige Fehlertoleranz – geeignet für den breiten Großteil der Golfer, der Länge und Konstanz sucht. Der GTS3 spricht eher den kontrollierten Spieler an: etwas kompakter, weniger Spin, mehr Kontrolle. Wer ohnehin zu viel Spin mitbringt und vor allem Länge durch Spin-Reduktion gewinnen will, findet im GTS4 das richtige Werkzeug, der mit 460cc-Kopf mehr Fehlertoleranz bietet als frühere Low-Spin-Modelle.
Preis: ab 749 Euro







