Partner des DGV

Titelverteidiger Tjelle Rieger vom GC St. Leon-Rot startet mit zwei Siegen | © DGV/STEBL

Titelverteidiger startet mit Ausrufezeichen

Appenweier – Am ersten Wettkampftag wurden bei den Männern die beiden ersten Gruppenspiele bestritten, während die Frauen die erste von zwei Runden Zählspielqualifikation spielten. Aufgrund der Meldezahl wurde hier der Turniermodus angepasst.


Bei den Männern ist Titelverteidiger Tjelle Rieger am Start und hat bei seinem Auftaktmatch gegen Jack Hallek gezeigt, dass Matchplay eine seiner Stärken ist. Der Youngster des GC St. Leon-Rot ging früh in Führung und gestattete dem Rheinländer, der vom GC Hubbelrath zum GC Hösel gewechselt ist, nur einen Lochgewinn. Rieger baute seine Führung kontinuierlich aus und gewann schon auf dem 15. Grün mit 4&3.

Auch das zweite Duell der Gruppenphase entschied der amtierende Champion für sich. Janne Müller vom GC Neuhof konnte immerhin drei Löcher für sich entscheiden, unterlag aber dennoch. Rieger hatte zu keinem Zeitpunkt im Rückstand gelegen, konnte aber auch nie weiter als 3auf davonziehen. Am Ende stand ein 2&1-Sieg für den Youngster aus SLR, der damit beste Aussichten hat, ab Samstag in der Top 8 weiter um den Titel zu spielen.

„Ein bestimmtes Highlight gab es heute nicht wirklich. Ich habe es einfach über die Löcher, die ich gespielt habe, grundsolide gemacht. Da war nichts besonders, aber ich habe nichts weggeschenkt, was immer im Matchplay wichtig ist. Ich will natürlich da weitermachen, wo ich letztes Jahr aufgehört habe. Das ist mir heute gut gelungen, aber es steht noch viel vor uns, der Job ist nicht fertig. Deswegen ist der Plan, weiter aufs Gas zu drücken“, hat der 20-Jährige genaue Vorstellungen, wie er das Turnier gestalten möchte.

Würzburger gut gestartet

In der zweiten Gruppe hat Florian Wachter beste Aussichten, in die Top 8 aufzusteigen. Der 29-Jährige vom GC Würzburg teilte das erste Match mit Ben Rehn, setzte sich am Nachmittag aber deutlich gegen den ältesten Teilnehmer durch. Moritz Muhl vom Frankfurter GC hatte am Vormittag noch einen Sieg eingefahren, unterlag dem Würzburger aber mit 5&4.

In der dritten Gruppe hat Lucas Cai vom GC St. Leon-Rot den ersten Wettkampftag ohne Niederlage überstanden. Der 19-Jährige hielt gegen Tim Opderbeck vom Frankfurter GC das Match am Ende offen und setzte sich im zweiten Match gegen den jüngsten Teilnehmer des Turniers mit 2&1 durch. Gegner war der SLR-Clubkamerad Felix Timm.
 

Blütenreine Westen mit der maximalen Ausbeute des Tages haben zudem noch Kieron Kaube vom G&LC Berlin-Wannsee, Max von Borgstede vom GC St. Leon-Rot, Florian Riedel vom GH Hof Treudelberg und Leo Böhm vom Münchener GC.

 

Hubbelrather Duell

Cedric Otten, der als Bundesstützpunkttrainer in St. Leon-Rot für den DGV tätig ist, traf im ersten Gruppenspiel auf seinen Clubkameraden Laurenz Meifels. Die beiden Hubbelrather gingen nur bis zum 16. Grün, denn der Routinier hatte das Match dominiert und mit 4&2 gewonnen.

Das zweite Duell ging gegen Raphael Kolbe. Der Reichswalder machte zunächst ordentlich Druck und lag auf der Front Nine lange in Führung, konnte sich aber nicht entscheidend absetzen. Auf Loch 9 ging Otten selbst erstmals in Führung und gab diese auch bis zum 2&1-Sieg nicht wieder ab.

Zählspielqualifikation

Bei den Frauen ist die Titelverteidigerin Sofia Maier-Borst nicht am Start. Dafür versucht Alena Oppenheimer, die Siegerin des Jahres 2024, diesen Titel erneut zu gewinnen. Der Schwerpunkt des Wirkens von Oppenheimer im Golfsport hat sich seit ihrem Sieg allerdings verschoben. Die erfahrene Athletin des Deutschen Vizemeisters Stuttgarter GC Solitude kommt als Geschäftsführerin des GC Main-Taunus nicht mehr so konsequent dazu, zu trainieren. Mit einer 73 (+1) lieferte die 33-Jährige den tiefsten Score des Tages ab.

„Ich finde den Platz anspruchsvoll, auch wenn er auf den ersten Blick sehr easy aussieht. Der Wind war heute eine extra Challenge. Auf den Back Nine habe ich mehr Grüns getroffen und mir dadurch mehr Chancen auf Birdies gegeben, von denen ich auch ein paar verwandeln konnte“, bilanzierte Oppenheimer die erste Runde.
 

Auch Anjana Cordes vom GC Neuhof hatte den Wind als echte Herausforderung erlebt und liegt trotzdem schlaggleich mit der Siegerin von 2024 als Co-Leaderin vorne: „Heute musste man sehr auf den Wind achten, weil er auch ein paar Mal gedreht hat und man durch die Bäume teilweise abgeschirmt ist. Wenn man also diesen Teil gut managed und den Ball im Spiel hält, lässt sich der Platz gut spielen. Das hat bei mir zum Großteil gut funktioniert, und wenn es doch mal schwierig wurde, konnte ich mich meistens gut retten.“
 

Den zweitbesten Score brachte Maxima Purkart im Recording ab. Die SLR-Athletin lag bis zum letzten Loch in Führung, fing sich dann aber noch einen Doppelbogey. Mit 74 (+2) Schlägen ist der Rückstand auf das Führungsduo aber denkbar gering.
 

 „Ich mag den Platz wirklich sehr. Es macht Spaß, ihn zu spielen und er ist wirklich in einem sehr guten Zustand. Der Wind war heute echt an und hat dem Platz nochmal eine gewisse Schwierigkeit gegeben, da man die Schüsse anders Planen musste. Ich hab heute tendenziell gute Eisen und ein wirklich starkes Wedgegame gehabt. Leider sind dazu die Putts nicht alle gefallen. Auf der 18 hab ich leider meinen ersten Drive rechts ins Aus gehauen. Ich habe einen guten Schlag nachgelegt und ein gutes Wedge ins Grün gehauen, den Putt dann aber nicht gelocht“, erklärt die 17-Jährige das Zustandekommen ihres Scores.

Idyllisch

Der Platz liegt gänzlich flach in der Rheinebene zwischen Offenburg und Baden-Baden. Der Blick geht aber rüber auf den Schwarzwald. Der überragende Berg, der ständig das Bild dominiert, ist die Hornisgrinde mit immerhin 1.164 Meter Höhe.

Auch das Umfeld und die Ortenau stehen für Weinberge, Obstkulturen, Schwarzwaldnähe, Vereinsleben und badische Gastlichkeit. In Urloffen, einem Ortsteil von Appenweier, wird der Meerrettich als Kulturgut gepflegt.

Zwischen dem gerade noch gelben Raps, der gerade beginnenden Erdbeerblüte, Obstplantagen und gemischter Feldkultur ist es auf dem Golfplatz so friedlich, dass eine bunte Vielfalt an Vögeln aus dem Bäumen, Büschen und Schilfgürtel der Teiche grüßen.

Clubgeschichte

Der GC Urloffen ist 2026 erstmals Austragungsort der Deutschen Lochspielmeisterschaft und bietet für dieses Format eine sehr passende Bühne. Die Anlage in Appenweier wurde 1998 gegründet und ab 2001 wurden nach und nach Driving Range, Kurzplatz, Clubhaus und der 18-Loch-Meisterschaftsplatz gebaut. Die 27-Loch-Anlage hat etwas über 1.000 Mitglieder.

Startzeiten

Am Feiertag starten die Frauen ab 8.00 Uhr in ihre zweite Runde der Zählspielqualifikation. Der Endstand wird die Paarungen für die Matchplays ergeben, die ab Samstag auf dem Programm stehen.

Die Männer gehen zwischen 10.30 Uhr und 12.45 Uhr in ihre dritten Gruppenspiele. Am Samstag geht es für die Gruppensieger weiter im Kampf um Titel und Medaillen. Die Gruppenzweiten spielen um die Plätze 9 bis 16.
 

BILDER TAG 1 >>>

LIVESCORING DAMEN >>>


LIVESCORING HERREN >>>


ZUM TURNIERSPECIAL 2026 >>>


ZUM TURNIERSPECIAL 2025 >>>

 

Weiteres zum Thema

Tipps der Redaktion