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Sie sind die DGL-Scharfschützen der Saison 2025: Sebastian Sliwka (l.) schoss seine 61 im G&LC Berlin-Wannsee, Ben Parker denselben Score im GC Meerbusch. | © Privat/PGA of Germany, Matthias Lettenbichler

Sliwka und Parker schießen tiefste Runden 2025

25. Mai 2025. Ein feuchter, windiger Sonntag in NRW. Spieltag zwei der Deutschen Golf-Liga presented by All4Golf führt die Oberliga West 3 in den GC Meerbusch. Die Herren aus dem GC Gut Lärchenhof reisen als Favoriten an, zumal: Mit Ben Parker verfügt das Team über einen Spieler, der schon auf der European und Challenge Tour unterwegs war. Der 38-Jährige rutscht über die neue Teaching-Pro-Regelung in den Kader. „Die Jungs wollten unbedingt, dass ich spiele. Also habe ich mitgemacht“, sagt Parker.

 

In seinen jungen Jahren spielt er gegen McIlroy, Fowler und Co. Seine Schwester Florentyna ist dreifache LET-Siegerin. Die Familie Parker zieht aus Südengland nach Norddeutschland, als Ben noch ein kleines Kind ist. Der Vater ist Pro, die Mutter leitet den Shop. Was bleibt Sohn und Tochter da anderes übrig, als Golf zu spielen? Der ganz große Wurf bleibt aber aus. Ben Parker schafft es nicht, sich auf der großen Tour zu etablieren. Er wagt einen Neustart in Köln und arbeitet nun als Golf-Lehrer am Lärchenhof. Mit dessen Herrenteam schafft er etwas ganz Besonderes an diesem windigen Sonntag in Meerbusch: Er spielt mit einer 61 (-11) die tiefste Runde der DGL-Saison 2025. Wie das geht?

 

„Ganz einfach: möglichst wenig spielen“, erzählt er mit einem Lächeln. Dahinter steckt eine Art Mental-Tipp, denn: „Es war erst meine zweite Runde in diesem Jahr. Deswegen bin ich ohne Erwartung auf den Platz gegangen. Das war der Schlüssel“, erzählt Parker. Sein ganzes Leben lang dreht sich alles um diese kleine, weiße Kugel. Diesmal steht einzig und allein der Spaß im Vordergrund. Ein anderes Mindset als sonst. Der große Vorteil auch an Spieltag zwei im GC Meerbusch: „Ich habe fast jeden Ball an die Fahne gelegt und da das Putten meine Schwachstelle ist, war das gut, denn es gab kaum längere Putts.“

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Ben Parker erinnert sich noch an jeden einzelnen Schlag seiner 61 (-11), die seinem Team, den Herren des GC Gut Lärchenhof, den nötigen Push gibt und zum dritten Aufstieg in Serie treibt. Besonders an das Eagle auf Bahn neun. Parker: „Der lag drei Zentimeter am Stock zum Albatros. Das war schon cool.“ Danach folgen sechs Birdies auf dem Stretch von Bahn zwölf bis Loch 17. „Da waren dann tatsächlich ein paar längere Putts dabei, die aber alle fielen. Es lief einfach sehr gut, solche Tage gibt es. Vor allem dann, wenn man sie nicht erwartet. Ich hatte zeitweise sogar die 59 im Kopf“, verrät er. Seine 61 war mit die tiefste Runde der Saison 2025 – und natürlich Platzrekord im GC Meerbusch.

Auch Sliwka mit 61

An die 59 denkt auch Sebastian Sliwka in der DGL-Saison 2025. Bei ihm ist es Spieltag fünf in der 1. Bundesliga Nord. Der Playing Pro aus dem Hamburger GC reist Mitte Juli mit der Vorgabe an den Wannsee, möglichst viele Birdies einzusammeln. Und dann das: „In der Proberunde gelang mir kein einziges und als ich im Einzel an Bahn eins den Birdie-Putt vorbeigeschoben habe, witzelten mein Caddie und ich schon, dass es wohl wieder so eine gebrauchte Runde werden würde“, erzählt Sliwka. Doch wie es im Golf eben manchmal so ist: Es kommt anders.

 

Auch der HGC-Pro erinnert sich noch sehr genau an jeden einzelnen Schlag auf der Anlage des G&LC Berlin-Wannsee, die ihm sehr liegt. „Ich mag den Platz tatsächlich, habe immer ein gutes Gefühl und spiele eigentlich immer gut dort.“ So war's auch an diesem 19. Juli 2025. Sliwka schreibt sich auf den Bahnen zwei bis neun sechs Birdies und ein Eagle auf die Karte, geht mit 29 Schlägen aus den Front Nine und denkt: „Wow, so kann's weitergehen.“ Besonders das Eagle auf Bahn sechs – ein Traum. Der Hamburger schlägt den Ball auf diesem kurzen, 286 Meter langen Par vier mit dem Driver an den Stock. Knapp ein Meter fehlt zum Hole-in-One.

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„Es muss auf so einer Runde einfach alles zusammenkommen. Wir hatten Spaß, ich kam gerade aus einer längeren Pause, der Platz war toll. Das war definitiv mein bisher bester Score.“ Drei weitere Birdies auf den Back Nine machen die 61 (-11) perfekt. Genau die hatte ein Jahr zuvor sein Teamkollege Tiger Christensen auch schon in Berlin-Wannsee geschossen. Platzrekord, wobei der Club Sliwkas 61 nicht als Bestmarke wertet, da mit Besserlegen gespielt wird. Egal, es war ein absoluter Topscore und neben Parkers 61 die tiefste Runde der Saison 2025. Sliwka: „Witzig, ich kenne Ben ganz gut. Ein netter Typ. Ich treffe ihn ab und zu und werde ihn drauf ansprechen.“ Beide sind Member des Sixtyone-Clubs der DGL-Saison 2025. Und beide genießen die Atmosphäre in der DGL.

 

Es sei eine willkommene und schöne Abwechslung zu den Einzelturnieren, sagt Sliwka. Er ist aktuell auf der Pro Golf Tour unterwegs und wird auch 2026 versuchen, den Aufstieg über die Satellite Serie zu schaffen. Aber wenn es der Terminkalender zulässt, will er auch wieder für Hamburg in der DGL aufteen. „Es macht einfach Spaß, mit den Jungs unterwegs zu sein. Und es ist ein Unterschied, ob du nur für dich oder für das Team und für den Club spielst“, so Sliwka. So sieht's auch Parker - und auch er bereut es nicht, nach so vielen Jahren auf der Tour nun Teil der DGL-Familie zu sein.

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