Jubiläumstipp: Schwunggefühl verbessern – den Ball mitnehmen
Warum fühlt sich Golf oft so kompliziert an? Für viele Amateure liegt die Schwierigkeit nicht nur im Schwung selbst, sondern in der Vorstellung davon. PGA-Professional Christian Neumaier hat in seinem “Golf lernen Videoportal”, das am 14. Juni seinen sechsten Geburtstag feiert, mehr als 350 Trainingsvideos veröffentlicht. Und in diesem erklärt der Experte, warum der Versuch, den Schläger von oben nach unten auf den Ball zu “hauen”, oft zu Problemen führt – besonders mit längeren Schlägern. Sein Ansatz: Schwung nicht nach unten, sondern zur Seite denken.
Viele Golfer haben im Kopf, dass der Schläger steil von oben auf den Ball kommen muss. Das führt nicht selten zu Bewegungen, bei denen die Arme nach unten gezogen und der Schläger in einem unnatürlich steilen Winkel geführt wird. Das Ergebnis: häufige Fehlschläge wie Slices – besonders mit Hölzern und langen Eisen.
Die Alternative: Mitnehmen
Neumayer empfiehlt stattdessen, ein weiches, begleitendes Schwunggefühl zu trainieren – so als würde der Schläger in einem natürlichen Bogen seitlich um den Körper geführt und der Ball in der Vorwärtsbewegung “mitgenommen”. Eine gute Vorstellung ist, mit der rechten Hand (bei Rechtshändern) den Schläger locker von rechts nach links zu führen und bewusst ein Gefühl für eine seitlich fließende Bewegung entwickeln – wie beim Werfen eines Balls.
Natürlich kann es Situationen geben – etwa im Rough –, in denen eine steilere Bewegung nötig ist. Für den Grundschwung jedoch empfiehlt sich das flache, begleitende Schwunggefühl als Basis für mehr Kontrolle, Konstanz und bessere Ballkontakte.
Christian Neumaier gibt seit mehreren Jahren Trainingstipps in seinem Videoportal “Golf lernen”. Insgesamt stehen 350 Videos zur Verfügung.









