Schott-Gala bei Wiesberger-Sieg
Ein Eagle, sieben Birdies, davon vier in Folge auf den Löchern 15 bis 18. Freddy Schott hat am Finaltag der China Open einmal mehr bewiesen, dass er in diesem Jahr zu den besten Spielern der DP World Tour gehört. Mit 64 Schlägen (-7) gelang dem 24-Jährigen die mit Abstand beste Runde des Tages.
Die Folge: Von Rang 28 ging es auf dem Leaderboard bis auf den fünften Rang nach oben. Nach dem Premierensieg in Bahrain ist es die zweite Top-Platzierung für den Düsseldorfer in dieser Saison. Im Race to Dubai klettert Schott auf den zwölften Rang.
Wiesberger zurück im Kreis der Sieger
Den Sieg im Shanghai Enhance Anting GC sicherte sich Bernd Wiesberger. Der Österreicher kam während der Turnierwoche auf 64, 66, 68 und 67 Schläge (insgesamt -19) und hatte nach 72 Löchern einen Vorsprung von drei Schlägen auf Adrian Otaegui. Für den 40-Jährigen ist es der neunte Titel auf der DP World Tour. Den bislang letzten holte der ehemalige Ryder-Cup-Spieler, der zwischenzeitlich in der LIV Golf League aktiv war, 2021 in Dänemark.
„Es waren ein paar harte Jahre“, sagte ein sichtlich bewegter Wiesberger. „Eine unglaubliche Woche. Ich habe heute mein Herz auf dem Platz gelassen; zeitweise war es nicht schön, aber ich habe es durchgezogen. Adrian ist ein großartiger Konkurrent und hatte alles unter Kontrolle, aber am zehnten Loch ist etwas passiert, das ich mir nicht erklären kann. So läuft es beim Golf manchmal einfach. Ich bin extrem stolz darauf, dass ich die schwierigen Phasen auf dem Platz in letzter Zeit durchgestanden habe. Dieser Sieg ist für alle zu Hause, und ich könnte nicht glücklicher sein. Alle schauen zu und sind jetzt total aus dem Häuschen. Für mich verändert das die nächsten Jahre ein wenig: Ich bin wieder bei den Events der Rolex Series dabei, und das ist eine riesige Sache.“
Aus deutscher Sicht hatte neben Schott auch Marcel Schneider (-3, T49) den Cut geschafft. Für Jan Schneider, Nicolai von Dellingshausen und Marcel Siem endete das Turnier mit einem verpassten Cut. Siem musste nach Runde eins verletzungsbedingt aufgeben.







