Schmid vor dem größten Tag seiner Karriere
Der bisher größte Tag seiner Karriere steht bevor: Matti Schmid aus dem Elite Team Germany wird bei der PGA Championship im Aronimink Golf Club am Sonntag in der Finalgruppe starten. Der Oberpfälzer glänzte am Moving Day des zweiten Majors des Jahres in Pennsylvania mit einer 65 (-5) und geht als einer von fünf Spielern auf dem geteilten zweiten Rang in die Schlussrunde – zwei Schläge hinter dem US-Amerikaner Alex Smalley.
Schmid, der das Turnier mit Runden von 69 und 72 Schlägen eröffnet hatte, lochte am Samstag sechs Birdies und musste nur ein Bogey hinnehmen. Damit verbesserte er sich insgesamt auf vier unter Par.
Vor allem vom Tee zeigte sich der Deutsche deutlich verbessert und sprach anschließend von seiner bislang besten Leistung der Woche mit dem Driver. Auch auf den Grüns habe er sich wohler gefühlt als an den Vortagen. „Insgesamt geht es definitiv in die richtige Richtung“, bilanzierte Schmid nach seiner Runde.
Voller Fokus auf sich selbst
Die zunehmend schwierigen Bedingungen mit stärker werdendem Wind verlangten den Spielern auf dem anspruchsvollen Platz alles ab. Schmid erklärte, dass es besonders wichtig gewesen sei, die richtigen Winkel ins Grün zu finden – selbst aus dem Rough heraus.
Vom engen Titelrennen bekam der 27-Jährige während der Runde nur wenig mit. Zwischenzeitlich hatte der Deutsche selbst die Führung geteilt, konzentrierte sich nach eigenen Angaben aber fast ausschließlich auf die Bedingungen und sein eigenes Spiel. Dass er aktuell eher unter dem Radar bleibt, empfindet er nicht als Nachteil. „Ich muss mich einfach darauf fokussieren, morgen wieder die beste Version meiner selbst zu sein“, sagte Schmid mit Blick auf die Schlussrunde.
Kaymer überzeugt, Jäger fällt zurück
Martin Kaymer hatte nach seiner überzeugenden 67 (-3) zum Auftakt zunächst einen Dämpfer hinnehmen müssen. Durch die 75 (+5) in Runde zwei hatte sich der zweimalige Major-Sieger aus der Spitzengruppe verabschiedet. Am Samstag fand der 41-Jährige jedoch zurück zu seiner Form. Eine 66 (-4) mit nur einem Bogey sorgte für einen Sprung auf Rang elf. Bei insgesamt zwei unter Par und vier Schlägen Rückstand auf Smalley ist auch für Kaymer am Sonntag noch alles möglich.
Stephan Jäger konnte in Runde drei nicht an seine starke Form anknüpfen. Der 34-Jährige fiel nach einer 73 auf den geteilten 31. Rang zurück.
Alles ist möglich
Vor der Schlussrunde deutet vieles auf ein außergewöhnlich enges Titelrennen hin. Gleich 21 Spieler liegen vor dem Finaltag maximal vier Schläge hinter Spitzenreiter Smalley – darunter zahlreiche Topstars wie Jon Rahm, Rory McIlroy, Ludvig Åberg, Xander Schauffele oder Justin Rose. Zählt man auch die Spieler mit fünf Schlägen Rückstand hinzu, umfasst der Kreis der realistischen Titelkandidaten sogar 30 Profis – darunter der Weltranglistenerste Scottie Scheffler.
Die Voraussetzungen für eine außergewöhnlich spannende Schlussrunde könnten kaum besser sein.







