Schmid und Jäger im Kolosseum von Scottsdale
PGA Tour: WM Phoenix Open
TPC Scottsdale, Arizona, 5. bis 8. Februar
Die PGA Tour macht erneut Station in der Wüste von Arizona, wo mit der 39. Ausgabe der WM Phoenix Open eines der spektakulärsten Turniere des Jahres auf dem Programm steht. „The People’s Open“ wird seinem Ruf auch diesmal gerecht, denn der Stadium Course im TPC Scottsdale – allen voran das legendäre Par 3 an der 16, auch „Coliseum“ genannt – ist bereit für eine Woche voller Sport, Show und außergewöhnlicher Atmosphäre. Das Teilnehmerfeld umfasst 123 Spieler, darunter zehn ehemalige Major-Sieger und elf Akteure aus den Top 20 der Weltrangliste. Zu dieser Saison ist Titelverteidiger Thomas Detry in Richtung LIV abgewandert.
Scottie Scheffler kehrt für seinen zweiten Saisonstart an den Ort seines ersten Tour-Sieges von 2022 zurück. Nach seinem Erfolg beim The American Express zu Beginn der Saison 2026 jagt er bereits seinen 21. Titel auf der PGA Tour. Mit seinem 20. Sieg sicherte er sich nicht nur eine lebenslange Spielberechtigung, sondern überschritt als erst dritter Spieler der Tour-Geschichte die Marke von 100 Millionen Dollar an Preisgeldern. An seiner Seite spielt in diesem Jahr erstmals Brooks Koepka, zweifacher Sieger der WM Phoenix Open. Er sammelt nach seinem Cut bei der Farmers Insurance Open weiter Spielpraxis. Für Koepka ist TPC Scottsdale ein besonderer Ort: Hier feierte er 2015 seinen ersten Sieg auf der PGA Tour und gewann 2021 erneut in der Wüste.
Während große Teile der USA mit winterlichen Temperaturen kämpfen, dürfen sich die Spieler und Fans im „Valley of the Sun” auf ideale Bedingungen freuen. Sonnenschein und Temperaturen zwischen 25 und 28 Grad Celsius sorgen für beste Voraussetzungen. Aufgrund der traditionellen Rolle des Turniers als sportlicher Auftakt zum Super-Bowl-Abend starten die Spieler am Sonntag etwas früher.
Austragungsort des Turniers ist seit 1987 ununterbrochen der Stadium Course von TPC Scottsdale, ein Par-71-Platz mit 6.639 Metern. Die von Jay Morrish und Tom Weiskopf entworfene Anlage ist nicht nur sportlich anspruchsvoll, sondern bietet mit ihren Tribünen und Zuschauermassen auch eine einzigartige Kulisse auf der PGA Tour. Dieses besondere Flair setzt sich auch abseits des Platzes fort, etwa bei den abendlichen Veranstaltungen im „Birds Nest“, dessen Musik und Stimmung bis zum 18. Grün zu hören sind.
Deutsches Duo dabei
Mit Stephan Jäger und Matti Schmid sind zwei Athleten des Elite Team Germany dabei. Vor allem Jäger reist mit viel Selbstvertrauen nach Phoenix. Nach seinem geteilten fünften Platz bei der Farmers Insurance Open möchte der Münchner seine Erfolgsserie fortsetzen. Für Jäger ist es der erste Start im TPC Scottsdale seit 2023, Schmid war hingegen die vergangenen beiden Jahre dabei, schied jedoch beide Male nach zwei Runden aus.
LIV Golf: Riyadh
Riyadh Golf Club, Saudi-Arabien, 4. bis 7. Februar
Mit dem Event in Riad startet LIV Golf in dieser Woche in seine fünfte Saison und zugleich in den vierten vollständigen Spielkalender mit 14 Turnieren. Das Auftaktevent in der saudiarabischen Hauptstadt markiert dabei gleich mehrere Premieren: Zum einen wird erstmals ein reguläres LIV-Golf-Turnier über 72 Löcher und vier Runden ausgetragen, zum anderen ist mit 57 Spielern das bislang größte Teilnehmerfeld in der Geschichte der Liga am Start. Gespielt wird erneut unter Flutlicht im Riyadh Golf Club.
Das Turnier wird im bewährten Shotgun-Start-Format ausgetragen, wobei alle vier Runden am Abend beginnen. Es starten 13 Teams mit jeweils vier Spielern sowie fünf Wildcards. Titelverteidiger im Einzel ist Adrian Meronk, der im Vorjahr den ersten individuellen Sieg für den von Martin Kaymer angeführten Cleeks Golf Club holte. Legion XIII reist als amtierender Teamchampion an. Legions-Teamkapitän Jon Rahm beginnt in Riad seine Mission, zum dritten Mal in Folge die saisonübergreifende Einzelwertung zu gewinnen. Dabei kommt es erneut zum Duell mit dem Kapitän des Torque GC, Joaquín Niemann, der Rahm in den vergangenen beiden Spielzeiten jeweils dicht auf den Fersen war und am Ende Rang zwei belegte.
Während mit Rookies wie Michael La Sasso, Victor Perez oder Richard Lee auch einige neue Gesichter auf der Tour abschlagen, fehlen mit Brooks Koepka und Patrick Reed zwei der großen Namen aus dem LIV-Zirkus. Beide haben in den vergangenen Wochen ihr Ende bei LIV bekannt gegeben und sind inzwischen wieder auf der PGA bzw. DP World Tour unterwegs.
Die Saison 2026 bringt zudem weitreichende strukturelle Änderungen mit sich. Neben der Ausdehnung auf vier Runden und 72 Löcher wurden die Lock Zone auf die besten 34 Spieler und die Drop Zone auf die letzten elf erweitert, um mehr Bewegung und leistungsbezogene Auf- und Abstiege zu ermöglichen. Ein überarbeitetes Punktesystem vergibt nun Punkte für alle Platzierungen, wobei der Turniersieger 20 Prozent der verfügbaren Punkte erhält. Auch der Teamwettbewerb wurde aufgewertet. Das wöchentliche Preisgeld wurde auf zehn Millionen Dollar verdoppelt und wird künftig an alle Platzierungen ausgeschüttet.
Martin Kaymer ist weiterhin der einzige Deutsche im Feld. Phil Mickelson und Lee Westwood sind aus unterschiedlichen Gründen nicht dabei.
DP World Tour: Qatar Masters
Doha GC, Katar, 5. bis 8. Februar
Mit der 29. Auflage des Qatar Masters erreicht der International Swing der DP World Tour in Doha seinen Wendepunkt. Das Turnier im Doha Golf Club ist zugleich die letzte Station im Nahen Osten vor den DP World Tour Playoffs am Ende der Spielzeit. In dieser Woche steht Pádraig Harrington im Mittelpunkt, der einen echten Meilenstein erreicht. Der Ire bestreitet seinen 500. Start auf der DP World Tour und ist damit erst der 50. Spieler in der Geschichte, dem dieses Kunststück gelingt. Mit 15 Siegen ist er der erfolgreichste irische Golfer aller Zeiten und auch mit 54 Jahren und vier Starts in Folge zeigt er keinerlei Anzeichen von Müdigkeit.
Neben Harrington kehren zahlreiche frühere Sieger nach Doha zurück, um ein weiteres Mal die Mother-of-Pearl-Trophy zu gewinnen. Darren Fichardt, Champion von 2003, ist dank seiner Konstanz noch immer Teil des Feldes, während Chris Wood, Eddie Pepperell und Justin Harding jeweils an einem sportlichen Neustart arbeiten. Titelverteidiger Rikuya Hoshino kehrt nach seiner Zeit mit dualer PGA-Tour-Mitgliedschaft an den Ort seines bislang einzigen DP-World-Tour-Triumphs zurück. Austragungsort ist erneut der Doha Golf Club, der das Turnier bereits zum 26. Mal beherbergt.
Nicolai von Dellingshausen und Marcel Schneider sind die einzigen deutschen Golfer in einem Feld, das international von Namen wie Daniel Hillier, Jayden Shaper und Patrick Reed angeführt wird. Von Dellingshausen sammelte bei drei Starts in dieser Saison immer Punkte, ohne jedoch mit einer Top-Platzierung zu glänzen. Schneider musste zuletzt in Bahrain erstmals in dieser Saison frühzeitig die Sachen packen. Mit einem geteilten 14. Rang im vergangenen Jahr bringt der Spieler des Elite Team Germany, der am Freitag, den 6. Februar, seinen 36. Geburtstag feiert, aber gute Erinnerungen nach Katar mit.
HotelPlanner Tour: Cape Town Open
Royal Cape Golf Club, Südafrika, 5. bis 8. Februar
Nach dem dramatischen Auftakt der „Road to Mallorca” bei der SDC Open, die MJ Viljoen im Playoff für sich entschied, macht die Serie nun bei der Cape Town Open im traditionsreichen Royal Cape Golf Club Station. Das Turnier ist das zweite von vier gemeinsam ausgetragenen Events der HotelPlanner Tour und der Sunshine Tour.
Der 1885 gegründete Royal Cape Golf Club ist der älteste Golfclub Afrikas und blickt auf eine beeindruckende Historie zurück. Zehnmal war er Austragungsort der South African Open, darunter 1965, als der neunfache Major-Sieger Gary Player triumphierte. Auch Größen wie Ernie Els, Mark McNulty und Masters-Champion Trevor Immelman konnten hier bereits Siege einfahren.
Bereits zum siebten Mal in Folge kehrt die HotelPlanner Tour nach Royal Cape zurück. Der Royal Cape Golf Club liegt rund 20 Kilometer von Camps Bay entfernt im Schatten des Tafelbergs, dessen markante Silhouette die Kulisse des Turniers prägt. Der über 1.000 Meter hohe Berg zählt zu den größten Touristenattraktionen Südafrikas und zieht jährlich Millionen Besucher an, die vom Gipfel aus einen spektakulären Blick auf Kapstadt genießen können.
Mit Jannik de Bruyn, Nick Bachem, Yannik Paul, Maximilian Kieffer, Anton Albers, Allen John und Hurly Long kommen sieben deutsche Spieler in den Genuss dieses spektakulären Austragungsorts. Vor allem bei de Bruyn besteht die Hoffnung, dass er seine gute Form vom Saisonauftakt, bei dem er geteilter Fünfter wurde, nach Kapstadt mitnehmen kann. Die besten Erinnerungen an das Turnier hat John, der hier im Jahr 2020 geteilter Siebter wurde.
Weitere Turniere mit deutscher Beteiligung:
Korn Ferry Tour: Astara Golf Championship
Fundadores Course, Kolumbien, 5. bis 8. Februar
Jeremy Paul
Asian Tour: Philippine Golf Championship
Wack Wack Golf & CC, Philippinen, 5. bis 8. Februar
Marc Hammer








