Scheffler macht Scheffler-Dinge und Reeds fehlendes Puzzlestück
Neues Jahr, alter Scottie Scheffler: Die Nummer eins der Welt ist mit einem souveränen Sieg beim The American Express in die Saison gestartet. Mit einer 66 (-6) am Sonntag drehte der Texaner einen frühen Zwei-Schläge-Rückstand in einen ungefährdeten Vier-Schläge-Erfolg. Scheffler spielte Birdies auf der Hälfte seiner Löcher, setzte sich früh von der Konkurrenz ab und feierte bereits seinen 20. Sieg auf der PGA Tour, alle innerhalb der vergangenen vier Jahre. Damit sicherte er sich die lebenslange Tour-Mitgliedschaft und reiht sich vor seinem 30. Geburtstag in einen exklusiven Kreis mit Jack Nicklaus und Tiger Woods ein.
Während der Druck und die Strapazen von acht Turniertagen in Serie Shootingstar Blades Brown einholten – der 18-Jährige hatte zuvor schon am Korn-Ferry-Tour-Event auf den Bahamas teilgenommen – spulte Scheffler einmal mehr scheinbar mühelos sein Programm ab. „Es sieht alles so routiniert aus“, staunte Jason Day, einer der Zweitplatzierten. Scheffler selbst bleibt bodenständig und fokussiert. Nach einer kurzen Pause setzt er seine Westküsten-Serie fort, beginnend bei der WM Phoenix Open, wo vor vier Jahren seine außergewöhnliche Siegesserie begann.
Für das deutsche PGA-Tour-Duo verlief das The American Express weniger erfolgreich. Weder Matti Schmid noch Stephan Jäger qualifizierten sich für die Finalrunde, sodass die Spieler des Elite Team Germany punktetechnisch leer ausgingen. Als Nächstes nehmen beide an der Farmers Insurance Open in Torrey Pines vom 29. Januar bis 1. Februar teil.
Reed gewinnt erstes Rolex-Series-Event
Bei der Hero Dubai Desert Classic hat Patrick Reed ein lange fehlendes Kapitel seiner Karriere geschlossen. Der 35-Jährige gewann das Turnier mit vier Schlägen Vorsprung und feierte damit seinen ersten „richtigen” Erfolg auf der DP World Tour. Zuvor hatte er bereits drei co-sanktionierte Titel geholt (ein Major, zwei WGCs). Geduldig und kontrolliert spielte sich Reed durch die anspruchsvolle Finalrunde, verteidigte seine Führung souverän und brachte mit fünf Pars zum Abschluss den Sieg bei 14 unter Par sicher ins Clubhaus.
Besonders bedeutend war der Erfolg bei diesem Rolex-Series-Event für Reed selbst. Bislang hatte er auf allen großen Touren gewonnen – nur ein reiner Sieg auf der DP World Tour fehlte noch. „Das hat immer ein bisschen an mir genagt”, erklärte der Amerikaner, der sich nun auch in Dubai in die Siegerliste eintragen durfte. Verfolger David Puig kam nach einer zwischenzeitlichen Aufholjagd nicht mehr heran. Nach einem Schlägeraufsetzen im Bunker und den folgenden zwei Strafschlägen fiel er zurück. Andy Sullivan belegte Rang zwei.
Die besten deutschen Spieler in Dubai waren Marcel Schneider und Nicolai von Dellingshausen, die den 33. Platz belegten. Damit lag das Duo schlaggleich bei zwei unter Par gemeinsam mit den Ryder-Cup-Stars Tyrrell Hatton und Rory McIlroy.
Langer in guter Frühform
Die PGA Tour Champions eröffnete ihre Saison traditionell auf Hawaii. Die Mitsubishi Electric Championship lockte wie jedes Jahr etliche namhafte Golflegenden auf den Hualalai Golf Course, wo Bernhard Langer schon dreimal gewinnen konnte. Der 68-Jährige war auch dieses Mal wieder dabei und sorgte für zwei Ausrufezeichen. Am zweiten Tag gelang dem Champions-Rekordsieger eine 64 (-8), gefolgt von einer 68 (-4). Der deutsche World Golf Hall of Famer spielte bzw. unterspielte damit sein Alter gleich zwei Runden in Folge. Insgesamt gelang ihm dies auf der PGA Tour Champions bereits zum 37. Mal. Langer beendete die Woche auf dem geteilten neunten Rang (-14). Alex Cejka deutete ebenfalls eine starke Frühform an und wurde geteilter Zwölfter.
Der erste Titel der Saison ging an den amtierenden Charles-Schwab-Cup-Sieger Stewart Cink. Der 52-Jährige knüpft damit nahtlos an seine herausragende Form des Vorjahres an, als er die Charles Schwab Cup Championship gewann und sich somit den Gesamtsieg sicherte. Für den US-Amerikaner war es der insgesamt fünfte Titel bei den Champions. Der Argentinier Ángel Cabrera kam als Zweitplatzierter ins Ziel.
Golf Team Germany sammelt Erkenntnisse
Beim Internationalen Match Octagonal in Andalusien trotzte das Junior Team Germany Wind und Regen. Das Team von Bundestrainer Pascal Proske sammelte gegen starke Konkurrenz wichtige Matchplay-Erfahrung und belegte im Endklassement den sechsten Platz. Dabei standen ganz klar der Trainingseffekt und die Gewinnung von Erkenntnissen über den Stand der Entwicklung im Mittelpunkt >>>
Apropos Golf Team Germany: Zum neuen Jahr stellt es sich etwas neu auf. Anlässlich des alljährlichen Jahresauftakts des Deutschen Golf Verbands (DGV) wurde der Kader des Golf Team Germany 2026 vorgestellt. Mit dabei sind viele bekannte Gesichter. In den drei Leistungsstufen werden alle 72 Athleten wichtige Events im Amateur- und Profibereich in den Fokus nehmen. Im Elite Team Germany (ETG) finden sich bei den Frauen 2026 neben Esther Henseleit nur noch Helen Briem.
Im ETG 2026 sind bei den Männern wieder Stephan Jäger, Jeremy Paul, der 2025 den zweiten Platz bei den Corales Puntacana Championship erreichte, Thomas Rosenmüller und Matti Schmid, der sein Können mit dem zweiten Platz bei der Charles Schwab Challenge unter Beweis stellte, dabei. Neu im Team sind Marcel Schneider und Nicolai von Dellingshausen >>>
Deutscher Kalender erhält Zuwachs
Dass der deutsche Tour-Kalender im Jahr 2026 Zuwachs erhalten würde, war bereits abzusehen. Mit der Veröffentlichung des Saisonkalenders der LET Access Series, der zweiten Liga der Ladies European Tour, besteht nun Gewissheit. Die LETAS macht dieses Jahr nicht nur in Deutschland Halt, sondern es steht auch fest, wann: Vom 19. bis 21. Juni findet mit der „Ladies German Challenge powered by VcG” ein völlig neues Turnier statt. Das Gesamtpreisgeld beträgt 70.000 Euro und ist damit 20.000 Euro höher als bei anderen regulären Events der Tour. Einzig der Austragungsort wurde noch nicht offiziell bekannt gegeben >>>
Die Statue zu Ehren der spanischen Golf-Ikone Seve Ballesteros ist aus seinem Geburtsort Pedreña nahe Santander verschwunden. Wie die Gemeindeverwaltung von Marina de Cudeyo mitteilte, wurde das Fehlen der lebensgroßen Bronzeskulptur am vergangenen Wochenende bemerkt. „Alles deutet auf einen Diebstahl hin“, erklärte der Gemeinderat in einer Stellungnahme >>>








